SEITENAUFRUFE

Das kann doch wohl nicht wahr sein ... das tatsächlich ein Mann nur eine 1-jährige Freiheitsstrafe auf Bewährung erhalten hat, weil er seiner Holden erst mit der Knarre hinterher gerannt und ihr dann Quecksilber in den Harzer-Roller gespritzt hat.
Eine eindeutige Tötungsabsicht konnte die Richterin nicht erkennen, sondern sie betrachtet es als Aufmerksamkeitstat des Gatten, um die "geliebte"Ehefrau auf die Mißstände in der gestörten Beziehung hinzuweisen ...
Sind denn jetzt alle total bekloppt oder was ist das für ein Land bzw. was ist das für eine Justizia, die da solche Urteile fällt? Aber an die Gerechtigkeit in diesem Land verlieren wir ja sowieso seit der Banken-Krise den Glauben. An jeder Stelle wird in die Tasche gegriffen und man kann nur noch mit den Ohren schlackern, wenn man den Auszug vor die Augen hält. Schön war ja auch am gestrigen Tag der familiäre Ausflug auf den letzten Tag der Kirmes und wie sollte es anders sein, als das man mit den lieben Kleinen in die Geisterbahn geht ...
Wann waren Sie letztmalig in der Geisterbahn, frage ich Sie?
Erinnern Sie sich auch noch an die Geister die dort hinter einem herliefen oder die Skelette, die von der Decke purzelten, wenn man mit dem Wägelchen einfuhr. Ja denkste, in der heutigen Zeit zahlt man 5 ... JA 5 EURO für eine zweiminütige Fahrt durch ein dunkles Gestänge, dass der Einfahrt in die Grube gleicht, alle zehn Meter hängt eine abgehalfterte Puppe mit dem Strick um den Hals und ehe Sie sich versehen, sind Sie auch schon wieder draußen. Wissen Sie was das wirklich gruselige an dieser Fahrt war ... die Nepper, Schlepper, Bauernfänger-Technik und die sichere Erkenntnis darüber, dass ich das letzte Mal in so einer Bahn des Euro-Grauens meinen Popo platziert habe.
Natürlich waren auch wieder jede Menge Beweise der Sarrazin und Seehofer Thesen vor Ort und leider muss ich sagen, dass mir das auch am gestrigen Abend wieder total gegen den Strich ging. Ich mag diese Art nicht, dieses "Ey" und "Was Du wollen" ... jedem Rock und jeder Schürze wird hinterher geschaut aber das sollten Sie einmal wagen, wenn Sie ihre Ferien im Irak verbringen. Jetzt gelten wir ja in manchen Religionen als Ungläubige und wenn ich da an einen Wanderprediger bei J. B. Kerner denke, dann fahren wir alle zur Hölle. Wie schön, dann können wir endlich wieder untereinander in unserer Muttersprache kommunizieren und in den Schulen ist nicht nur jedes fünfte Kind der deutschen Herkunft ... vor allem gibt es dort keine Burka oder sonstige Verschleierungen und wir können wieder in aller Seelenruhe durch die Strassen in der Nacht wandeln ... und der Kiez geht zurück in unsere Hand und in den BMW´s sitzen wieder die Erfinder der Marke ... und nicht mehr die dunkle Quartett-Truppen mit den 5000 Watt-Boxen und endlich können wir wieder aufatmen, weil die ganzen Bauten des sozialen Wohnungsbaus aufgelöst werden und u.a. in Neu-Köln traut sich auch die Streife der Schutzmänner wieder, in die Ghettos einzufahren. Man muss dann auch keine Angst mehr davor haben, weil man etwas anderes glaubt, als jene, die dem fanatischen Glauben folgen und endlich darf man auch wieder ein Statement zu fremden Völkern abgeben, ohne gleich als BRAUNE MÜTZE abegstempelt zu werden ... Da kann ich mir nicht helfen aber mit dieser Option betrachte ich die Hölle als das Paradies!
Was für ein Tag ... am heutigen Tag ändert sich wieder einmal alles, denn wir haben ein Unmenge an neuen Ideen und die Messenachbereitung geht auch nicht mal eben so, denn man will ja auch den Nachfragen gerecht werden ... und da bin ich bei einem sehr gewichtigen Thema ... den Autorenbewerbungen ... Liebe Autoren der Nation, unser Briefträger und mein Schreibtisch jaulen auf, weil wir den schriftlichen Tsunamie nicht bewältigen können, wenn jeden Tag das Postauto eine neue Lieferung bringt. Daher bitten wir Euch und Sie alle, wenn denn dann der Bedarf besteht sich an uns zu wenden, dann bitte schicken Sie uns nicht das ganze Skript, sondern nur 10 oder 20 Seiten der Leseprobe ... das kostet auch viel weniger Porto!
Und bitte haben Sie das über-dimensionale Verständnis dafür, dass wir Ihnen nicht innerhalb der versprochenen 14 Tage antworten können, denn wir möchten nicht einfach jeden Autoren aufnehmen, weil wir Ihnen und uns dann nicht gerecht werden können.
Danke!
Weiter im Text des Tages ... was sagen Sie zu dem Kachelmann und seinen Amoren, jetzt wo doch schon ein wenig Wasser durch den Rhein geflossen ist und das Opfer nun die Aussage in den justizialen Hallen macht?
Glauben Sie jetzt an seine Unschuld oder stellen sich erste Zweifel ein ... oh nein, dass Thema hat doch nicht die Qualität und ist auch kein wirklicher Burner ... wenn Sie verstehen was ich meine. Da kann ich mich doch viel mehr über jene ereifern, die uns die Messe versüßt haben ... Nein, nicht die supernetten 800 Besucher an unserem Stand, sondern jene um uns herum, die nach dem Maßenauflauf bei uns die Kappen der Mißgunst aufgesetzt hatten .... aber das habe ich ja schon lang und breit erzählt. Jetzt bekam ich eine Mail von einem Nachbarn, der meine Ausführung auf meiner Homepage und auf "Der pinke Stuhl" beklagt, weil ich mich lustig gemacht hätte und er ja schließlich an den vielen kleinen Aktionen nicht beteiligt gewesen wäre ... aber dann steht dort in einem Nebensatz ... und jetzt halten Sie sich bitte am Stuhl und Tisch fest ... "das nicht jeder so einen Besucherandrang an den Ständen für gut befindet und andere Verlage, andere Ziele mit einem Messeauftritt verfolgen" ... liebe Standnachbarn, wir können es uns nicht leisten in unseren Ständen zu hocken und zu warten, bis der Prophet zum Berg kommt, sondern bei unserem Berg handelt es sich um eine Naturgewalt, mit jeder Menge des Feuers im Popo ...  Und wir betrachten uns als jungen und innovativen Verlag, der die Besucher anspricht und den Verlag bekannt machen möchte. Unser "Der pinke Stuhl" steht als Symbol der jungen Literatur und für einen peppigen Verlag, der den sich zu ernstnehmenden Literaten endlich wieder das Leben einhauchen möchte. Vielleicht sollte sich der lyrische Zirkel darüber freuen, dass an deren Ständen überhaupt Bewegung war, denn wir nicht die Maßen an unserem Stand gehabt hätten, dann wäre dieser Gang wohl vollständig ins Nirvana abgerutscht. Im übrigen haben wir bewusst versucht, die Namen der Verlage die uns an das Bein gepinkelt haben nicht zu nennen, weil diesen eben unser Massenandrang ein Dorn im Auge war. Wie Sie sehen, der Kindergarten hat noch kein Ende gefunden aber der Fakt ist der, dass wir auf eine Standnachbarschaft mit destruktiven Kritikern wohlwollend verzichten und wie uns die nette Dame der Frankfurter Buchmesse mitteilte, wird im nächsten Jahr auch sehr darauf geachtet, dass diese Stände nicht mehr in unsere Nähe rücken dürfen ... was für ein Glück, sage ich da nur ... ein  wundervoller Tag eben, wie ich schon sagte!