SEITENAUFRUFE

Was ist denn da bei den Fliegern in aller Welt los?
Gestern stand doch schon wieder in den aktuellen News, dass drei Flieger eine Notlandung machen mussten, weil entweder Feuer an Bord war oder die Maschinen ausgefallen sind.
Die Fliegertrollidollys und deren Kollegen haben ja immer die These, dass auf ein Unglück in der Fliegerei immer Sieben weitere folgen und dann wieder für einen bestimmten Zeitraum die Ruhe einkehrt.
Also warten wir jetzt nach der Air France und den anderen Dreien auf die letzten Drei und erst dann steigen wir wieder in den Flieger!
Kann ich Ihnen übrigens auch nur empfehlen, allerdings...wenn jetzt alle Leser meinen Rat befolgen und es zu einer Stagnation im Flugverkehr kommt, dann habe ich mir ja letzten Endes in das eigene Fleisch geschnitten...Sie verstehen?
Also, liebe Leser...fliegen Sie noch am heutigen Tag wohin immer  Sie auch wollen, damit die Statistik erfüllt wird und ich wieder ganz entspannt in die Lüfte steigen kann.
Obwohl, entspannt in die Luft gehen, ist schon ein schwieriges Unterfangen...wenn man einmal mit dem Auto die Niederlande bereist.
In den letzten Tagen waren wir mehrfach bei unseren direkten Nachbarn im Käsetulpenland aber was diese Nation vereint, ist das konsequente Nicht-Autofahren-Können.
Mir ist es ein Rätsel, warum eine ganze Nation über die gleiche Unfähigkeit verfügt, ein Fahrzeug zu lenken?
Am schlimmsten ist es auf den Autobahnen, wenn der Winter ausbricht und die holländischen Flachlandtiroler in die Berge wollen. Jetzt kann man natürlich zu deren Verteidigung anführen, dass die Holländer im Umgang mit dem Schnee und den Bergen nicht so geübt sind, weil diese nur selten über große Scheemassen im Lande verfügen und keine Berge haben aber dann fahre ich doch auch mit dem Zug in den Wintersport.
Achten Sie bitte auf den Autobahnen einmal auf das Fahrfehlverhalten der gelben Nummernschilder!
Wenn Sie mit zweihundert Sachen auf der linken Spur reisen und auf der rechten Spur eine Gardison der niederländischen Dauercamper auf reisen ist, dann gehen Sie bitte sofort in die Eisen, denn Sie können ganz sicher sein, dass Einer aus der Wohnwagen-Karawane ohne Blinker mit sechzig Sachen ausbricht, wenn Sie gerade im Tiefflug heran geschossen kommen.
Und diese Situation kann man durchaus als ausgesprochen "Unschön" bezeichnen!
Und wenn Sie diese alltägliche Situation überlebt haben, dann wagen Sie bei dem Überholen des Patatfahrers doch einen Blick in dessen Autoscheibe.
Garantiert sitzt dort der Kaaskopp und hat von dem Vollbremsmanöver und Ihrer gerade vereitelten Massenkarambolage nichts mitbekommen, weil er gerade sein Kopje Koffee zu sich nimmt und mit dem Verschließen der Thermoskanne auf dem Schoß beschäftigt ist und wenn Sie dann mit dem begleitenden Hupkonzert und dem erhobenen bösen Finger an diesem mit Ihrer "Schockleichenblässe" vorbei rauschen, dann rechnen Sie mit dessen Unverständnis, weil er sich seines Handelns garnicht bewußt ist.
Lange Zeit habe ich mich gefragt, warum die Königin-Beatrix-Fraktion das extreme Schleichtempo auf der linken Spur bevorzugen und wissen Sie, warum die das machen?
Weil in deren Land nur einhundertunddreißig Stundenkilometer gefahren werden darf und das erklärt auch, warum diese dann mit der nicht vorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzung hier im Land nicht klar kommen.
Jetzt gehöre ich zu den Autofahrern, die sich nach dem Überleben der Kaaskoppkoffeedrankfraktionaktion ein wenig Luft verschaffen und dieses dem lieben Nachbarn auch mitteilen wollen und so habe ich mir angewöhnt, mein Seitenfenster immer eine Handbreit während der rasanten Fahrt geöffnet zu lassen, damit ich in Sekundenschnelle den bösen Mittelfinger blitzen lassen kann...!
Obwohl ich nicht ausschliessen möchte, dass mir auch schon einmal ein Fahrfehler unterläuft aber das ist doch mehr als selten und in aller Regel betrifft es die Rettungsfahrzeuge oder unsere Freunde und Helfer.
Aber es liegt auch nicht wirklich an meiner uneingeschränkten Fahrkunst, sondern an meiner Vorliebe für das sehr laute Musik hören während der Fahrt. Natürlich schaue ich schon das eine oder andere Mal in den Rückspiegel aber immer habe ich das Pech, dass gerade in dem Bruchteil einer Sekunde ich dieses nicht mache und dann nicht das "Tatütata" höre. 
In der Dunkelheit geht das ja noch, weil die heranrauschenden Krankenwagen dann Penetrant die Lichthupe einsetzen und ich dieses natürlich unmittelbar bemerke, wenn sie fast in meinem Kofferraum mitfahren oder ich mich wundere, warum meine Fahrerkabine TAGHELL beleuchtet wird aber am Tag ist das mitunter schon ein schwieriges Unterfangen.
Dann sehe ich das aufflackernde Fernlicht nicht unbedingt und es ist auch schon vorgekommen, dass ich den Sanitätern im Tatütata den Vogel gezeigt habe, weil diese mich von der rechten Seite überholt haben.
Das darf man doch garnicht, oder...ich meine diese von der rechten Seite überholen? 
Na ja, irgendwie komme ich dann doch mit einem blauen Auge davon aber ich mache das ja auch nicht gerne... die Rettungsfahrzeuge behindern und so!
Es gibt aber auch in unseren Reihen einige Spezialisten, die wohl zu der Zeit den Führerschein gemacht haben, als man lediglich in das Auto stieg und ein paar Runden fuhr und dann die Papiere überreicht bekam. Und mit diesen über die Jahrzehnte langen Fahranfängern muss man sich dann ebenfalls herumschlagen.
Besonders erwähnen möchte ich die Sonntagsfahrer, diese mit Hut auf und den fehlenden Nackenstützen im Ford Taunus.
Ganz gefährliche Zeitgenossen sind das, sage ich Ihnen!
Das sind nämlich die Bauern aus unserem Staat, die nur am Sonntag das Auto aus der Garage bewegen, um zum Kaffee in die Nachbarstadt zu reisen.
Und wenn Jans & Katrina dann mit dem alten Mercedes auf die Bahn geraten, sind sogar die Holländer in großer Not.
Weil diese grauen Panther noch langsamer fahren als die Holländer und die Abstände des nachvollgenden Verkehrs im Rückspiegel nicht einschätzen oder durch den grauen Star garnicht sehen können. Diese erkennen auch nicht mehr Ihren Stinkefinger und das Hören Ihres Hupkonzertes wird über das Hörgerät nicht wahrgenommen. 
Nicht selten hört man von diesen auch etwas im Verkehrsfunk, Vorzugsweise dann, wenn es um einen Falschfahrer geht!
Wie oft wurden schon die Seniorenkampfdackel aus dem Gegenverkehr gezogen, weil diese die AUSFAHRT aufgefahren sind und so eine Menge der Freude auf den Autobahnen verbreiten. 
Und wenn Sie dann auch noch das gleiche Reiseziel haben und diese Jans & Katrinas aussteigen sehen, wünschen Sie sich die Einführung der Zwangseuthanasie, weil der Jans erst einmal sich selber und dann die Katrina aus dem Wagen schleppen muss. Das dauert Stunden und wünschen Sie sich in diesem Moment, dass die Beiden nicht an Ihrem Nebentisch im Kaffeehaus plaziert werden, weil Sie dann Ihren Kaffeegenuss abhaken können.
Nicht nur das die Schwerhörigkeit der Beiden Sie zwingen werden wird, an deren spannenden Gespräch über die Windeln und Gehfrei´s teilzunehmen bringt Sie an den Rand des Wahnsinns, sondern auch das Essverhalten der dritten Zähne wird Ihnen das fehlende, zusammengelaufene Wasser im Mund bescherren.
Wenn Sie im Begriff sind, solch einer Situation ausgesetzt zu werden, dann tun Sie mir und sich den Gefallen und fahren einfach noch ein bischen weiter zu einer anderen Gastronomie.
Sie können ansonsten nämlich sicher sein, dass Sie zur selben Zeit wie Jans & Katrina abreisen und dann viel Spass auf der Sonntagsfahrt über die Landstrasse zur Autobahn mit den grauen Panthern!