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Jetzt geht die Party richtig los ... trallalitrallalalala!
Was für ein Wochenende, dieses lange und mit Stunden gesegnete Finale der letzten Woche. Eine Stunde mehr und einen Tag länger ... das Wochenende. Warum nicht gleich so und vor allem verdienen es doch die allerliebsten Verstorbenen durchaus, dass man jede Woche einen Gedenktag einlegt, oder?
Wie ich schon gesagt habe, wir gehören zu den regelmäßigen Friedhofsgängern und da kennt man die Gesichter der treuen Grabpfleger. Erstaunlich ist doch die Tatsache, dass gerade vor dem Totensonntag auf dem heiligen Boden eine dermaßene Hoch-Hoch-Konjunktur herrscht, dass man dann doch gerne Blumenhändler wäre.
Ja, dann schämen sich nämlich die Gestalten, die nur einmal im Jahr ... nämlich zum besagten Volks-Trauer-Tag den Hintern auf den Friedhof bewegen und für das Parkplatz-Chaos sorgen. Schön ist auch immer anzusehen, wie dann die Dreiräder der Friedhofsgärtner ausschwärmen, um den Platz des Endes wieder FLOTT zu machen. Auf jeden Fall sieht man an solchen Tagen die Gestalten, die zwar sehr schnell mit dem Erbhändchen an der Kiste standen aber ansonsten die Pflege ... wenn denn dann ... garnicht machen oder machen lassen.
So und jetzt war es also Rappelvoll, als wäre Michael Jackson auf den Friedhof in unserem Dorf umgebettet worden und die Gesichter der "lieben" Angehörigen waren Heiliger, als das von Maria. Ach wissen Sie, ich hasse diese gespielte Trauer und den Pflichtbesuch am Totentag, denn das läßt in die Untiefen blicken.
Ja was denn, Sie können doch sicher sein, dass jene die nur dem heiligen Marathon folgen auch schon zu Lebzeiten des Verstorbenen nur an sich gedacht haben und dann nur zu den eigenen Geburtstagen und zu Weihnachten die Großmutter aufgesucht haben ... ich kenne da einen Fall aus unserem sozialen Umfeld ... die Dame ist zwar noch mit ihren fast 81 Jahren Quietschlebendig aber in Wahrheit nur dann für die Enkel existent, wenn die Waschmaschine kaputt oder der Führerschein ansteht. Und wir sehen das immer mit einer tiefen Betroffenheit, denn wir mögen diese Art des Ausnutzens nicht. Vor allem wenn ausgerechnet immer der Enkel an die Tür klopft, der nur durch seine chaotischen Aktionen die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Aber das erlebt man ja jeden Tag, dass je heiliger das Gesicht zum Trauertag, desto länger die Finger und Arme in den Geldbeutel der Hinterbliebenen. Widerlich und dann sieht man auch Typen, die man eigentlich eher unter als über dem Boden wünscht.
Ach da fällt mir doch noch der Test ein ... liebe Regina ... ich wünsche mir mit dem heutigen Tag etwas und wir warten einmal ab, ob das auch zutrifft. Sie verstehen nichts?
Also ich habe festgestellt, dass ich mir Dinge wünschen kann und dann kurze Zeit danach entweder eine Todesanzeige mein Herz jubilieren läßt oder der Krankenwagen den Vorboten des Sensemannes vorbei schickt. Bis jetzt hat das immer funktioniert und stutzig geworden bin ich eigentlich erst, als mein Wunschpunsch immer wieder zutraf ... aber das habe ich Ihnen ja schon mehrfach "lang & breit" erzählt aber wir wollten das jetzt einmal unter höchst wissenschaftlichen Bedingungen durch-führen und daher habe ich X jetzt mitgeteilt, wer demnächst das eine oder andere finale Zipperlein haben wird ...
Ein bischen Spass muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein ...
Und dann war da ja noch die "Hallo-Wien-Party" von Heidi Klum, die sich in diesem Jahr als schrille Christbaumkugel verkleidet hatte und den Göttergatten hat sie als silbermetallischen Meister Propper verpackt ... Hatte das irgendetwas mit Fantasy zu tun oder hatten die von der Karnevalsparty noch viel Glimmer über?
Ach, diese Promis und die Verkleidungen und welchen Aufwand die betreiben um aufzufallen ... jetzt soll ja die Sängerin Christina Aguilera auch ein wenig in die homosexuelle Welt eingetaucht sein und mit der Ex von Lindsay Lohan einen Dreier vollzogen haben ... Nein, nicht den Dreier vom Meterbrett in der Badeanstalt, sondern so eine Swinger-Club-Aktivität. Wenns Spass macht, warum nicht aber wenn man schon mit sechs Fingern herumfuchtelt, dann sollte man schon die Diskretion im Vorfeld klarmachen. Diese Ex von der Lohan ist ja nun wirklich kein schönes Vorbild für die Regenbogen-Bewegung und ich frage mich schon die ganze Nacht, warum es immer Leute gibt, die jedes Event der Superlative ausposaunen. Liegt es an dem langweiligen Leben in den eigenen Federn oder am Aufpolieren des eigenen Images?
Wenn ich mal aus dem privaten Nähkasten plaudern würde, ja da würden Sie die Ohren und die Füße schlakern, da ist man sicher ... noch sehr gut erinnere ich mich an die frühen Partys in der Pink-Pomp-Welt, wo es munter "drüber und drunter & Kreuz und Querr" ging aber wenn ich das hier zum Besten gebe, dann ... hollimolli, dann schieße ich mir ja eventuell ein Eigentor und wenn ich bedenke, dass auch unsere Jungautoren mitunter meinen Daily-Blog lesen ... also lassen wir das und unterhalten uns doch lieber über die Strompreise oder so ...
Ist das nicht ein Elend in diesem Land, wie jedem von uns immer auf das Neue die Kohle aus der leeren Tasche gezogen wird ... und dann stellt sich das bei X-DSDS-Faktor so ein kleiner Rektalausgang auf die Bühne und erzählt vor der laufenden Kamera, dass er eigentlich ein Strassenmusiker ist und auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung lebt. Und dann nimmt der seine Klampfe und trällert in das Mikro und schon folgt eine Standing-Ovation. Da sieht man es leider wieder einmal mehr ... die Fehler des Bildungssystems und die Dummheit der Bevölkerung. Ich hätte den von der Bühne katapultiert und erst einmal zum Grünflächenamt geschickt, damit der wenigstens für seine Miete die städtischen Beete reinigt. Das ist ein Land, in dem wir leben. Man hat den Eindruck, dass Faulheit und Dreistigkeit immer wieder siegt. Nur die Nation schaut zu und merkt garnicht, wie sie verar ...t wird. 
Na was machen Sie denn im nächsten Jahr, wenn die Stromgiganten wieder an der Schraube drehen und Ihnen das letzte Ersparte aus der Tasche ziehen. Haben Sie auch schon wie wir ein Windkraftrad für den Garten geordert?
Ja so geht das doch nicht weiter hier oder überlegen Sie auch inzwischen nach Kanada auszuwandern? Nun gut, diese Eintagsfliege Conny Reimann muss man ja nun nicht als Nachbarn haben aber das Land ist groß und die Ausweichmöglichkeit doch wunderbar. Auf jeden Fall werde ich mir auf Dauer nicht anschauen, wie wir die Bankenpleite bezahlen müssen, dass ist doch man klar und wenn dann auch noch der "von und zu Gutenberg" in das Kanzleramt einzieht, dann können wir sowieso alle einpacken. Der hat eine ausgegorene Profilneurose und ich bleibe dabei und nerve weiter, bis ich endlich erfahre, was damals vor dem Untersuchungsausschuß heraus kam ... als der einem befreundeten Anwalt ein paar Flocken hat zukommen lassen ...