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Ideen für den heiligen Abend ...

Nach der vielen Schmutz-wäsche der letzten Tage habe ich mir nun selber einmal einen Preis verliehen. Und zwar den Geduldspreis 2010 und ich sehe für das Jahr 2011 den 1. Preis dela Provokateur ...
Ja was meinen Sie denn, was für ein Raunen durch die Reihen geht, wenn ich mein "La Familia da Printa" auf den Markt bringe und überhaupt, was glauben Sie was da für eine Resonanz kommt, wenn ich das Konstrukt der Fäden an das Tageslicht befördere. Wenn der Schuß nicht mal ins Schwarze trifft ... aber nun ist der Weihnachtsmonat angebrochen und da wird man doch so langsam aber sicher ein wenig Mild gestimmt. Nur ein wenig, denn meine Vorsätze für das nächste Jahr sind schon klar ...
Es werden unsere Autoren diverse Veranstaltungen bereichern und der Januar 2011 ist für un ein sehr gewichtiger Monat ... aber man soll ja die Flaschen Wasser erst dann öffnen, wenn die Party auch ein Motto hat und vorfeiern sollte man sowieso nicht. Das ist doch in etwa so, wie das Gratulieren vor dem eigentlichen Geburtstag ... und das macht man doch einfach nicht aber ich möchte auch nicht versäumen, unserer Autorin Andrea Wölk zu ihrem 35.-ten Geburtstag zu gratulieren. Mein lieber Herr Gesangsverein, die hat sich trotz der sechs Kinder aber verdammt gut gehalten aber das liegt vielleicht auch an der guten Pflege durch den Verlag. Wie sagte unser Autor Winfried Anslinger gestern noch so nett: Sie machen schon ganz schön viel PR und legen sich sehr für die Autoren in das Zeug ... und er kann es beurteilen, denn er hat auch schon mit anderen Verlagen zusammen gearbeitet ...
Es gibt doch dieses Sprichwort, dass man sich NEID erarbeiten muss und wenn ich an unsere Kritiker denke, dann müssen wir verdammt gute Arbeit leisten. Jetzt sitze ich aber auch unermüdlich im Büro und telefoniere mehr, als jede Dame aus den Hotlines ... meine Fingerkuppen haben schon Schwielen von dem Tippen auf der Tastatur ... vor einem halben Jahr hatte ich noch 4500 E-Mails im Kasten mittlerweile ist es der dreifache Satz und natürlich bemühe ich mich, jede Korrespondenz so schnell wie nur möglich zu beantworten ... also, über Arbeit können wir alle hier im Verlag nicht klagen und das tun wir auch nicht, denn wir kommen immer näher an unser Ziel ...
Egal, ich schweife ab, denn eigentlich wollte ich Ihnen doch schon den Mund wässrig machen ... ja, das legendäre Menue der Festtage ist im Geiste endlich ausgereift und wissen Sie was ich mir als neues Kontrastprogramm im Jahr 2010 überlegt habe?
Na den Grill anschmeissen finde ich nicht so gemütlich und ein Spanferkel mit dem Apfel im Maul kann ich einfach nicht verspeisen, dann gibt es noch die Möglichkeit des Fondues aber danach stinkt die Bude noch Wochen später nach Fett ... Kanckwürstchen mit Kartoffelsalat erinnert mich immer an einen imaginären Campingurlaub. Nein, ich bin kein Freund des Campens oder gar des Reisemobiles. Oh Gott, was die Leute nur daran finden, wenn die mit dem Haushalt auf Rädern durch die Prärie reisen. Das ist doch auch eigentlich nur eine niederländische Passion ... dieses Camping. 
Also, Butter bei die Fische, was habe ich mir ausgedacht ... wir machen eine kulinarische Reise nach Jerusalem.
Wie, dass kennen Sie noch nicht?
Sie mieten einen Klein-oder Großbus, das ist ganz lapidar abhängig von der Vielzahl der Familienmitglieder und dann geht die christkindliche Fahrt los. Zuerst wird der McBurger-König des Appe-Drive-In angefahren und die Truppe sucht sich aus der Menue-Vielfalt den Appetizer aus. Nachdem nun das erste Mahl auf dem Schoß verspeist wurde wird die erste Kneipe angesteuert, Dort gibt es dann einen kleinen Apperetiv und damit auch die Damen einmal etwas erleben, worüber diese noch nach Jahrzehnten sprechen werden, wird zu diesem Zweck eine Kneipe des roten Millieus angesteuert. nach kleinem Drink und ein wenig Unterhaltungsprogramm an der Stange geht die Reise zur TAFEL oder der Garküche der Heilsarmee. Und um die ganz Tour da Santa abzurunden, wird der Nachtisch in der Messe um Mitternacht zu sich genommen. In diesem Jahr gibt es dort den Chorknäblichen Nacktarsch aus dem Rheingau serviert mit einer Sammlung an Oplate. Zu Deutsch: Das letzte Abendmahl im Kreise der Familie ...
Was glauben Sie, was das die Familie sprengt bzw. dessen Frieden an diesem christlichen Abend?
Vor allem dann, wenn sie sich überlegt haben, dass nach dieser kulinarischen Reise ein wenig Bewegung gut tut und daher der Bus die Partygemeinde 20 Kilometer außerhalb der Stadtgrenze im Grünen verabschiedet. Da wird dann das Vertrauensverhältnis auch einmal auf die Probe gestellt, wenn man in dunkler Nacht ohne Taschenlampe im Strumpf ganz auf sich und die anderen gestellt sind ... das schafft Nähe!
Nein, wir lassen es dann doch eher Klassisch angehen, mit vielen Lampen und Kerzen, einigen leckeren Sauereien und mit viel Harmonie und Humor. Wobei ja in machen Familien der Hausfrieden massiv gestört wird, wenn einmal im Jahr die ganze Sippe aufeinander hockt ... aber das können Sie ja immer den Schlagzeilen nach den Festtagen entnehmen. Ist das nicht der Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, dass auch in diesem Jahr wieder an mehreren Orten auf dieser welt der Vati den Amoklauf startet oder die lieben Kleinen an den Waffenschrank des Vaters dackeln und den einen oder anderen lieben Onkel um die Ecke bringen ...
Da sieht man mal wieder, was die Phantasie für Kapriolen schlägt, wenn man erst einmal die Gedanken schweifen läßt. Jetzt sehe ich so eben, dass mein Adventskranz noch garnicht entzündet ist ... und dabei hat sich meine Schöne doch solche Mühe gegeben, meinen zweiten Wohnsitz im Büro nebenan zu verschönern. Dann werde ich doch jetzt einmal das Feuerchen entzünden und bei der Gelegenheit ein Pippken rauchen ... Oh Gott, dass wäre doch jetzt wieder mein altbewährtes Thema ...