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Apokalypse Now ... oder sagen wir doch einfach: Jetzt geht es los!

19.09.2011

Und wen wundert es, dass da auf Schalke wieder Trouble der untersten Schublade war ...?

Nun ja, ich muss schon gestehen, dass ich nun alles andere bin, als ein fussballbegeisterungsfähiges Teilchen, denn mir fehlt einfach der Zugang zu dieser Sportart und der damit verbundenen Fanwelt aber wenn man die Berichte des gestrigen Tages liest und das Fotomaterial dazu sieht, dann beantwortet sich die Sinnfrage nach dieser Sportart eigentlich schon von selber.

Ist nicht dieses stete Showlaufen in den millionenschweren Arenen der millionenschweren Non-IQ-Beine mehr oder minder eine reine Freizeitbeschäftigung für das Volk, damit die Herren einmal in der Woche aus dem Sofa steigen und das Unterhemd gegen die fallschirmseidene Fanjacke tauschen. Wer weiss, vielleicht ist der Fussball auch nur eine Erfindung der Frauenverbände oder hat gar Alice Schwarzer diese Sportart in das Leben gerufen ...

Also ganz im Ernst und so unter uns ... wie finden Sie denn diese Ansammlung der Proleten in den Stadien, die da öffentlich Spieler als Schweine titulieren und wo das Niveau dem der Gossenelf ähneld?

Aber was will man in diesen Zeiten schon dagegen tun, wo doch auch das Oktoberfest in München schon das legitimierte Besäufnis einer Nation darstellt? Die haben ja in diesem Jahr das Problem ... die Festwirte ... das die Menschen schon am Morgen vor der Öffnung der Festzelte mit dem alkoholisierten Vorglühen beginnen aber auf die Idee zu kommen, dass das eventuell an den zu hohen Bierpreisen liegt, dass die Damen und Herren sich den Eimer Sangria lieber im Aldi kaufen, als das Bier für 20 Mark vom Wiesenwirt zu kaufen ... darauf kommt da im Land der Bayern im Himmel wohl keiner, oder?

Jetzt lassen wir die Kirche doch einmal im Dorf bzw. auf der Wiese, denn das Bier zur Wiese ist doch kein besseres oder schlechteres, als das altbewährte Hartz4ler-Oettinger und da wundert man sich, dass die Umsätze zurück gehen?

Liebe Bayern und all jene, die sich dafür halten, wenn diese aus dem tiefsten Ruhrpott in den Neckermannschen Lederhose auf die Wiese reisen ... das Volk mag zwar in vielen Belangen der täglichen Meldungen der Medien über eine Scheuklappe verfügen ... oder es mangelt den Betroffenen einfach am handelsüblichen Intellekt aber selbst der dümmste Bauer erntet doch am Ende des Tages die dicksten Kartoffeln ... wenn Sie verstehen was ich damit sagen will?
Nein, Sie verstehen nicht, was ich Ihnen damit vermitteln will ... na dann auf in die erste Nachhilfestunde der ersten Wirtschaftsweisen der Nation. Sie kennen doch diesen Spruch, dass der Krug solange zum Brunnen dackelt, bis er dann schlußendlich bricht ... und nichts anderes ist doch die Wiese und diese Nation. Wagen wir doch einmal den Blick in die Kugel für die nächsten 5 Jahre. Angela Merkel war einmal, das Autofahren ist dank Maut und den immer höher gewordenen Spritpreisen zu einem Luxusevent geworden, die Ölpreise bzw. Gaspreise sind aufgrund der über Jahrzehnte angeprangerten Ölkrise zu den Urlaubszeiten und natürlich zur Wintersaison, zur ganzjährigen Krise ausgerufen worden und nachdem nun auch der letzte Baum von den Kinderspielplätzen in der Dunkelheit gehamstert wurde und der stete Anstieg von Schmuggelwaren aus dem Osten die Grenzen hat wieder verschlossen, haben wir nicht mehr den Euro, sondern der Tauschhhandel hat wieder den Einzug in die Nation gehalten. Die bunten Blätter der ehemaligen burdischen und springschen Häuser gehören der Vergangenheit an und die Fernseher der letzten Generation werden mit der eigenen Körperkraft betrieben. Alle Fast-Food-Ketten verfügen nur noch über einen Lauf-IN und da wo einst die vielen Karossen parkten, stehen nun wieder die vorsintflutlichen Fred-Feuerstein-Wagen und ein jeder Ackergaul wird aus dem Gandenhof zur Zwangsarbeit zitiert. Das Gefälle innerhalb der Gesellschaft ist derart auseinander gewachsen, dass der mit dem einen Dukaten mehr im Strumpf nur noch sehr selten seine Festung in den überdachten Townships verlässt. Der ehemalige Reichstag und Sitz der Regierung ist zur großen Suppenküche der Brotsuppe mutiert und da wo einst die mächtigen Personen in ihren vom Volk subventionierten Staatskarossen vorfuhren, ist nun der Platz der Republik entstanden, nach dem hier im Land die zweite Auflage der französischen Revolution stattgefunden hat. Die ehemaligen Klärwerke haben die Arbeit eingestellt und es fließt wieder alles das durch die Strassen, was da keine Miete zahlt ... und die alten Handwerksberufe, wie der Hufschmied und die Schneider erleben ein Revival ... die Paris Hilton dieser Zeit ist Plodden-Else und der letzte Papstbesuch liegt dann einen Segen schon 5 Jahre hinter uns. Überhaupt ereilt dann nicht nur unseren Staat die Verarmung, sondern auch der Vatikanstaat sitzt bettelnd in den Gassen und von wegen den Mantel ala St. Martin teilen ... der Stärkere gewinnt und wer sich nicht selber aus der Gosse holt oder sich einer Berlusconischen Vereinigung anschließt, hat dann wohl die schlechtesten Karten innerhalb der einklassigen Gesellschaft. Auf den zentralen Plätzen rollen wieder die Köpfe und wer da rote Haare hat oder gar etwas gegen die Glaubensbrüder der orientalischen Religionen hat, der sieht die Welt dann sehr schnell "kopfloser", als der angepasste Mitschwimmer der Fanatiker. Sie halten das für die Auswirkung des Jet-Lag und dem damit verbundenen Schlafmangel meinerseits?

Na dann gehen Sie aber nicht mit offenen Augen durch die Welt oder Sie standen gestern auch mit einem selbst gebastelten Plakat im Stadion auf Schlake ... Entschuldigung liebe Frau Böttinger, es sollte natürlich Schalke 05 heissen ...

Ach wissen Sie, egal wie Sie es drehen oder wenden wollen, wenn Sie nicht wahrthaben wollen, dass in diesem Land etwas geschieht, dass nur sehr schwer noch in den Griff zu bekommen ist, dann müssen Sie sich eben diesem so fügen, wie es da kommen wird. So weit weg sind wir hier in diesem Land doch nun wahrlich nicht mehr von der Revolution und was heute noch als apokalyptische These erscheinen mag, kann schneller zur nackten Realität werden, als Sie den letzten Flieger zum Ballermann ergattern. Das Problem ist das Gefälle, dass schwöre ich Ihnen nackt oder angezogen in die Hand und wenn da die Damen und Herren in Berlin nicht so langsam aber doch sicher erkennen, dass man ein Volk nicht auf die Dauer ausbluten lassen kann und das stete Kürzungen und Steuererhöhungen für alle den Frieden im Volk massiv stören, dann schreibt dieses Land schneller Geschichte, als sich so mancher vorstellen mag ...

Überhaupt ist mir in der letzten Woche ja noch ganz nebenbei die Hutschnur hochgegangen, als ich auf der DW eine Sendung mit der Aibryt Millner gesehen habe ... die Rentner in Ostdeutschland bekommen doch tatsächlich mittlerweile mehr Rente, als die Damen und Herren im westlichen Teil der Republik ... Nur zum besseren Verständnis liebe Genossen und Genossinen ... Sind die ostdeustchen Rentner nicht jener Teil in der Bevölkerung, die in den westlichen Topf der Renten niemals einbezahlt haben?

Soso, da kann man sich dann doch im östlichen Teil der Republik wie ein Grieche fühlen und dem Ruhestand frönen ... Vor allem wenn man bedenkt, dass vor 20 Jahren dort noch die Bananas als Tauschmittel fungierten und man noch mit Pappautos durch die ungepflasterten Strassen fuhr. Und was sagen wir da alle miteinander wieder an dieser Stelle:

Danke lieber Helmut Kohl und Herr Genscher für dieses unvergessliche Erlebnis und den Fall des eisernen Vorhanges .. wo liegt dieser Vorhang eigentlich ... gibt es da den einen anderen Kunstschmied hier im Land, der da den Rost aus der Gardine befördern kann, damit man dieses Ding auf Kosten der so eben genannten Herren wieder aufhängen kann ...