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ein Gedicht für Sie ...

04.11.2011

Wen wundert es denn, dass die Kids der Sprache nicht mächtig sind, wenn die Medien auch schon beginnen in halben Sätzen oder mit Abkürzungen zu berichten ...

Was lese ich da gerade ... die Genossen und die K Frage ... Aha, und was oder wer sind die Genossen oder die K Frage?

Jaja, jetzt weiss ich es auch, dass die roten Socken derzeit über einen Kanzlerkandidaten nachdenken und da irgendeinen Ableger aus dem Stammbaum des Karlsons vom Dach im Auge haben aber kann man das nicht in einem vernünftigen Satz zusammen fassen? Zum Beispiel so ... Die rote Partei aus der BRD hat sich derzeit überlegt, dass wohl der Gunther Gabriel für das Kanzleramt in Frage kommen könnte ... meinen die zumindest aber das glaubt doch nun noch nicht einmal der Weihnachtsmann, der da mit schnellen Schritten an uns heranrückt, dass dieser kleine Schwam auch nur den Hauch einer Chance hat, oder?

Nein, ich habe keine Lust auf Politik, denn ich stecke in der tiefen Trauer zu dem Weggang von Thomas Gottschalk und dem "Wetten dass ...". Natürlich wird der Günther Jauch nicht der Nachfolger oder doch ... Moment, dass klang schon sehr abgekatert, dass zufällig am heutigen Abend in der Sendung vom Jauch auch der Gottschalk anwesend sein wird ... aber so macht man eben Quote und so ein schlechter PR-Zug war das nun doch nicht. Egal, ich habe sowieso immer geswitscht, denn auf dem anderen Sender lief so eine Sendung über die Menschen mit der vollen Knippe, die sich da für sechstellige Beträge zwei Küchen in das Haus bauen lassen oder eine Dusche für ein paar Tausender aus dem fünfstelligen Bereich einbauen lassen. Nur soll ich Ihnen einmal etwas zu diesen begehrten Regenduschen aus den Staaten oder dem asiatischen Raum erzählen ...

Das ist nämlich so, wenn Sie so einen Duschkopf an der Wand oder in der Decke befestigt haben, dass Sie zwar immer einen mächtig nassen Kopf bekommen aber die markanten Stellen bisweilen doch sehr unberührt vom Wasser bleiben ...

Sie verstehen nur Duschkopf und Badematte ... können Sie sich noch an die Fusspilzduschen in den Umkleidekabinen der Sporthallen aus der Schulzeit erinnern oder im Fall Kachelmann ... erinnern Sie sich noch an die Gemeinschaftsdusche in Santa Fu?

Eben, Duschkopf hängt in der Wand und zwar fest angeschraubt und da gibt es keinen spiraligen Schlauch, mit dem Sie den Kopf des Nasses von der Wand ziehen können, um auch den Unterboden zu reinigen, sondern entweder bücken Sie sich und laufen auf allen Vieren durch die Duschtasse oder die vorderen und hinteren Regionen sind voller Seife oder bei manchen noch schlimmeren Dingen. Immer noch nicht klar, dann rede ich Klartext. Sie waren noch nicht in Asien, dem Schwimmbad, der Nasszelle eines Knastes oder in den Staaten in einer Duschzelle und wissen jetzt eigentlich gar nicht, was ich Ihnen vermitteln will?

Dusche, ob grosse oder kleine ... Duschkopf fest an die Kachel instaliert, kein Schwenkarm, kein Verlängerungsschlauch. Sie gehen darunter und die feuchte Brise strömt von Oben auf ihr Haupt. Von oben, nicht von unten ala BD. Ach ja, jetzt klingelt es dann doch bei Ihnen ... die Ausgänge können nicht durchspült werden und da kommt nur wenig Freude auf, wenn Sie nicht ein direkter Nachfahre von dem König Ludwig dem 14ten sind. Ja, denen war es doch egal wenn da kein Wasser an die Luken gekommen ist und all die Flüssigkeiten und Sekremente die da noch hingen, wurden einfach überpudert ... Lecker, nicht wahr. Darum gab es ja zu Zeiten des grossspurigen Königs in Versailles auch keine stillen Örtchen ... man machte da, wo man sich gerade befand und waschen ... nix da, für eine anständige Geschlechtskrankheit musste man schon eine Weile vor sich hin stinken. Glauben Sie mir ... zu der Zeit wäre ich freiwillig in ein Kloster gegangen ...

Und so ähnlich muss sich das doch auch gestalten, wenn man nur eine sauteuere Regendusche in seinem Badezimmer hat ... ach hören Sie doch auf ... an ein gepflegtes Gesäss gehört doch auch die tägliche Unterbodenwäsche und von wegen die Haare mit der Nerzspülung auf dem Haupt bedenken aber dem Popo das Wasser entziehen. Da fällt mir noch etwas aus den Staaten ein ... die Toiletten ... Holymoly, ich sage Ihnen das das nichts für die schwachen Nerven des guten Geschmackes ist, denn dort sind die Toiletten vor dem Geschäft schon bis unter die Klobrille mit Wasser gefüllt und Sie verrichten die großen und kleinen Geschäfte direkt in den Wasserfond ... und ich sage Ihnen, dass verursacht bei mir immer einen Herpes an der Oberlippe. Vor allem dann wenn die geformte Wurst das Gesäß verlässt und sich dann in die Fluten abseilt ... Plötsch macht es und es spritzen immer einige Tropfen des Fonds an die Bäckchen. Doch, dass ist ekelig und wenn Sie dann auch noch den Fehler machen und tatsächlich einen Blick auf das Süppchen werfen, dann brauchen Sie auch keine Sitzung mehr bei den Weight Watchers ...

Haben Sie denn schon einen Teil der Geschenke beieinander oder ruhen Sie noch in sich und harren der Dinge, die da sehr bald folgen werden ...

 

Es wird ja behauptet, dass der Mann der Männer da noch schläft und erst in ein paar Tagen die Hufe schwingt, um dan  wieder durch die Kamine in die Wohnzimmer zu gelangen. Da wird der bei uns aber dumm dastehen, denn wir haben so ein Gitter auf dem Kamin, damit die Krähen sich nicht allzu wohl fühlen. Ach Sie können mich doch einmal, sich zu wohl fühlen schreibe ich nach der guten alten Schule auseinander und überhaupt was glauben Sie was da für eine gähnende Leere unter den Bäumen herschen würde, wenn der Weihnachtsmann auch noch die Wunschzettel korrektur lesen würde. Da lägen dann nicht die Playstations und Handys unter dem Baum, sondern in jedem zweiten Haushalt würde ein Wörterbuch liegen oder in der heutigen Zeit irgendein App aus dem Sortiment der Rechtschreibprogramme ...

Glauben Sie denn überhaupt noch an den Weihnachtsmann ... also jene Coca-Cola-Gestalt im roten Plüschanzug mit dem weissen Bart und der Mütze auf dem Haupt ... und wenn ja, dann glauben Sie auch an die Nummer mit dem Schlitten und dem Rentier davor?

Na dann habe ich ein kleines Gedicht zum 2. Advent für Sie ... die Nicolsche Weihnachtsgeschichte 2011 ...

In der Nacht kam gefahren, der alte dicke Mann mit dem weissen Bart ... dem wahren,

und all jene die in den Himmel schauten, den grossen weiten Augen nicht trauten,

denn geschlichen hatte sich vor den Schlitten, ein Rentier in Rosa mit kleinen Ti...en,

der alte Mann frohlockte und jubelte, denn endlich es aus den ehemaligen schlafenden Körperteilen es sprudelte,

getrieben von der vierbeinigen Schönen vor dem Schlitten mit den Kufen, begannen auch er zu scharren mit den Hufen,
versuchte zu lenken das Tierchen mit der Stange, doch diese wurde nur ganz bange,

"Rudolphine, Du holde Maid, hast Du nach dem Dienst noch ein wenig Zeit, könnten doch Spielen Rubbeldiekatz, und verwöhnen würde Dich mein Piepmatz",

doch Rudolphine auf dem Ohr mächtig taub, machte sich immer schneller aus dem Staub, doch vergass sie als jung und dumm, dass der Schlitten ihr folgte ... eben doch Blondine und mächtig dumm,

so fühlte sie sich nach Stunden des Trabens dann doch sehr sicher und in der Ruh, wie es ist als dumme Kuh, doch der Mann im roten Gewande, sich noch immer befand an des Schlittens Bande,

angekommen in der Kammer, folgte dann der Blick auf den grossen Hammer, Santa Du kleiner Schelm mit List und Tücke, habe gedacht das Du verfügst über eine Triebeslücke,

"hätte ich geahnt das seit Jahrhunderten wir eilen um zu bringen die Geschenke durch die Kamine, Du alter Mann und ich flotte Biene, ohne das Wissen um die wahren Freuden unter dem roten Mantel, so hätte ich seit Jahren gespielt mit Deiner Hantel",

so legten sich die Zwei da nieder, und wegen der amerikanischen Dusche es roch nach allem ... nur nicht nach Flieder, es wurde gerubbelt, gekatzt und miaut,

und wenn Sie es nicht glauben wollen, man hörte es sogar bis hier ganz laut, auch das jammern der Kinder, die da sassen verlassen unter dem leern Baum wie die Rinder,

Und die Moral von der Geschicht ist diese, dass nicht nur die Menschen haben so manches Mal die Triebe der Frühlingswiese, aber noch immer haben diese gefüllt die grosse Lücke, denn jetzt fahren vor dem Schlitten ganze Viere ... zu des Kinders Glücke.

Auch wenn diese nicht heissen Familie Santa Claus, sondern HDL, Hermes oder Post ins Haus ... das Ziel ist doch immer das Eine, entweder Geschenke mit Liebe oder keine ...