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In der Schlange bei Ralph Lauren ...

16.12.2011

Kevin allein ... jaja, Sie wissen schon was da kommt ... denken Sie, denn das die Mäuse auf dem Tisch tanzen, wenn der Stubentiger die Hütte verlässt ist ja bekannt aber das hinter dem Rücken gerade in der Vorweihnachtszeit seltsame Dinge geschehen, die man eigentlich nicht wissen sollte ...

Das war so ... nein, ich habe nicht den Rösler, Schwarzenegger oder sonst irgendeinen Chaoten zu beschenken, sondern jemanden den ich über alles liebe und schätze ... Nur ist es jedes Mal das Gleiche, denn niemals wird ein Geschenk von mir zur Überraschung, weil die Holde immer ... und zwar wirklich immer genau die Affinität zu einem Teil genau dann hat, wenn ich es schon unter dem Siegel der Verschwiegenheit gebunkert habe und so geschah es erst gestern, dass wir zu den Weihnachtseinkäufen losgezogen sind und dann in einem Laden auf eben das besagte Teil zugestürzt wurde, welches ich nach reiflicher Überlegung schon vor Wochen gekauft hatte. So und dann stehen Sie bzw. ich mit dem angenähten Hals da und versuchen den Spontankauf zu unterbinden ... "Ja wie, den sollen doch andere kaufen, Du hast doch noch vor einer Minute gesagt das das Teil wirklich extrem Klasse aussieht ... "

OK, also ich habe die Katze aus dem Sack gelassen ... Überraschuuung ... und jetzt darf ich wieder losziehen und mir etwas Neues einfallen lassen. Ach ja, ich liebe diese Zeit der Weihnacht ... Aber by the way ... wissen Sie was mir am gestrigen Tage noch sehr anschaulich klar wurde?

Bekanntlich tragen ja auch Menschen mit ein paar Pfunden mehr auf der nicht vorhandenen Hüfte auch sehr gerne das eine oder andere Designerlabel und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass ich gestern zwei Sache zum Preis von einem gekauft habe ... Das ist nämlich so: Wie Ihnen bekannt sein dürfte trage ich nun wahrlich nicht die XXS-Grösse ... also jene Grösse für die Hungerhaken dieser IT-Girl-Welt. Und so stand ich vor dem Ständer der Designer-Jeans und wählte meine blauen Stücke des Begehrens aus ... natürlich am Ende der Fahnenstange, denn die Magersucht steht ja immer so drei Schritte weiter weg von mir am Ständer ... XS - XXL ... schön immer nach der Reihe geordnet. Wie es der Zufall wollte, griff ich zum gleichen Modell, wie das Misereor-Topmodell und als ich dann in der Kasse hinter dieser stand habe ich ihr gesagt, dass sie aber ein weitaus schlechteres Geschäft machen würde, als ich.

"Hääää, wieso das denn?", meinte diese ???

"Na hören Sie mal, Sie haben den Körper unserer kleinen Design Pavoni Elfen und wenn ich so pie mal Daumen schätzen darf, dann bringen Sie in etwa das gleiche Mass auf die Waage, wie einer meiner Oberschenkel ..."

"Ja und was ist daran nicht in Ordnung?"

"Ach mir soll es doch egal sein, wenn da die Enten auf dem Teich auf Sie zuschwimmen ... um Sie aus lauter Mitleid zu füttern ... aber ein Fakt ist doch der, dass ich aus der betriebswirtschaftlichen Sicht einer 4-Semester-BWLerin ganz schon von dem Ralph Lauren über den Tisch gezogen werden."

"Sagen Sie mal, haben Sie einen Vogel, Sie haben doch die gleiche Buchse auf dem Arm und standen in der Dickenabteilung am Ständer mit mir."

"Ja, die Dickenabteilung ... aber haben Sie nicht auch schon gehört, dass sich XXL nicht nur auf das Äussere bezieht, sondern auch auf die Materialien im Oberstübchen."

"Was wollen Sie mir denn damit sagen ... Moment, wollen Sie mir etwa sagen, dass auch mein Gehirn nur über die XS-Size verfügt?"
"Na wenn Sie das Kind so bei dem Namen nennen möchten ... dann zeige ich Ihnen jetzt einmal etwas, dass Ihnen die eingefallenen Augen Ihrer Bullemie aus dem Kopf vor grossem Erstaunen aus dem Kopf fallen werden" ... legte dann meine Hose auf den Kassentisch und die der Miesereorschönheit auf mein linkes Hosenbein ... "haben Sie noch Fragen?"

"Nein, ich sehe das Sie so Fettleibig sind, dass man aus Ihrer Hose locker zwei oder wenn man einen sparsamen Zuschnitt walten lassen würde, dann springt sogar noch eine Hotpants dabei raus ..."

"Ja, dass haben Sie völlig richtig erkannt und was sagt Ihnen das jetzt sie magersüchtige Xanthippe?"

"Das Sie unbedingt auch dazu übergehen sollten sich nach dem Essen den Finger in den Hals zu stecken ..."

"Aber warum sollte ich das denn tun, wo doch Sie mir den 2/3 meiner Hose spendieren?"

"Sie spinnen wohl, den Teufel werde ich tun und Ihre XXL-Buchse finanzieren. Ich kenne Sie doch gar nicht ..."

"Na das Sie mich nun gar nicht kennen können Sie ja nach der kleinen Nachhilfestunde in Sachen BWL nun wahrlich nicht behaupten ..."

"Sagen Sie mal, Sie fangen an mir auf die Kirsche zu gehen, erst quatschen Sie mich an und dann beleidigen Sie mich."

"Ach ja, Sie haben doch mit der Dickenabteilung angefangen und von wegen, ich müsste mir den Finger in den Hals stecken, damit ich genauso von dem Designer Lauren abgezockt werden kann, wie Sie es jetzt gerade werden."

"Halloooo, ich werde nicht abgezockt, denn ich kenne diesen Lauren überhaupt nicht."

"Na zu meinem engsten Freundeskreis gehört der auch nicht aber bei dem größzügigen Geschenk dieses Herrn würde ich vielleicht noch einmal darüber nachdenken???"

"Wieso, der schenkt Ihnen doch garnichts und machen Sie hier mal nicht so eine Welle ..."

"Welle ... ich bin eine dicke Person, ich pflege keine Wellen zu machen, sondern ich bin ausschliesslich für die Tsunamies zuständig."

"Na dann rollen Sie mir aus dem Sichtfeld."

"Soll ich aus dem eingeschränkten Gesichtfeld rollen oder soll ich über Sie rollen ... aber dann müssen Sie nochmalig an den Ständer für die X-tra-Langen?"

"Rollen Sie wohin Sie wollen aber machen Sie sich jetzt vom Acker."

"Ja, liebe unterzuckerte Tusse, dass werde ich machen aber erst dann, wenn ich meine XXL-Hose bezahlt habe und da Sie vor mir hier in der Schlange stehen, wird das nichts mit dem Abflug."

"Ach wissen Sie was, gehen Sie vor, damit ich Sie hier nicht länger ertragen muss."

"Und vor allem meinen Astralkörper mit der superweichen XXL-Haut ...?"

"Sie haben keine weichere Haut als ich."

"Nein, dann sollten wir doch einmal einen Streicheltest hier an der Kasse veranstalten und unsere Mannen vor und hinter uns entscheiden lassen."

"Sie wollen jetzt hier ein Bauchfrei-Festival veranstalten. Hier in der Schlange, wo so viele Menschen stehen?"

"Na was denn, haben Sie etwa komplexe Anflüge und trauen sich nicht Ihre Rippen hier zu präsentieren? Immerhin habe ich keine Polster oder Socken in meinem Oberteil."

"Woher wissen Sie das? Haben Sie etwa in meinen Ausschnitt geguckt?"

"Na wenn Sie das ausgesprochen wünschen aber auch nach einer mittlerweile 5-mitütigen Konversation mit Ihnen habe ich Ihre Murmeln nicht finden können. Oder meinen Sie etwa diese kleinen Knöpfe da links und rechts unter Ihrem Pullover?"

"Hören Sie mal, ich habe Körbchengrösse ..."

"Stopp, ich will es wahrlich nicht wissen, denn ich stehe auf Inhalte und nicht auf das Vakuum."

"Was habe ich denn jetzt bitte mit einer Warmhaltekanne gemeinsam?"

"Sie sind dran ... "

"Wie ich bin dran ... wollen Sie mir jetzt etwa auch noch drohen?"

"Nein Du Punze, die Kasseeee ..."

Sodele, also Madame aus dem Haus der erbrochenen de Rothschild ging also schon an die Kasse, packte die Flocken aus und bezahlte also genau die gleiche Summe, die ich unmittelbar nach ihr auf den Tisch legte ... und ob Sie es glauben oder nicht ... Sie stand dann an der Ladentür und wartete auf mich.

"Ich wollte Ihnen noch eine frohe Weihnacht wünschen bei McDonald oder wo Sie sich so alles das anfuttern."

"Na Prima, dann gebe ich Ihnen doch die besten Wünsche zurück und wer weiss, vielleicht treffen wir uns ja irgendwann noch einmal in der Mäces-Bude auf der Toilette ... wenn ich meinen Vortagsburger auf dem näturlichen Wege entsorge und Sie in der Nebenzelle dem noch warmen und unverdauten Burger das leise "Lebe wohl" mit dem Mittelfinger am Zäpfchen einhauchen ... aber nichts desto trotz danke ich Ihnen für 2/3 meiner Hose".

"Egal, kapieren tue ich das immer noch nicht aber ich muss Ihnen sagen ... eigentlich war es doch ganz gesellig in der Schlange und die halbstündige Wartezeit ist wie im Flug vergangen ..."

"Wir werden jetzt aber am Ende nicht noch die "dicksten" Freunde ... oder? Auch nicht weil Sie mir meine Hosen spendieren und immer für gute Umsätze der Lebensmittelindustrie sorgen und ich davon profitiere ..."

"Bitte, jetzt erklären Sie mir doch diese Geschenknummer endlich ..."

"Liebes Mädel, Du zahlst für einen Viertel des gleichen Materials aus dem Hause Lauren genau das Gleiche, wie ich für einen Quadratmeter. Klingelt es jetzt bei Ihnen?"

"Ähm, ja, ähm ... ja aber warum zahle ich auch bei Mc Donald für Sie mit ..."

"Sie essen wie ich oder wahrscheinlich essen Sie sogar mehr als ich bei den Burgerbrüdern und das kurbelt die Umsätze an und verringert auf die Dauer den Preis. Grosse Nachfrage, viel Produktion, grössere Bestellmenge, grössere Rabatte usw."

"Kapier ich nicht ..."

"Gut, dass Sie falsche blonde Haare haben spricht jetzt erst einmal für Sie aber das scheinbar nicht nur das aushungern auf die Zellen schlägt, sondern auch die Blondierung dem Ganzen darunter noch die vakuumierte Krone aufsetzt ..."

Da war Sie auf einmal verschwunden und ich frage mich schon den lieben langen Tag, was da in unserer Kommunikation wohl schief gelaufen sein könnte ...

15.12.2011