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Vorabruck der Ansprache von Christian Wulff 2011 - geheime Akte

21.12.2011

Sakratti und Kruzefix nochämal ... sind die denn nicht mehr ganz bei Sinnen hier am Ort und jagen schon um 7:00 Uhr die Langhasen den Schützen entgegen ...

Ja, ja, ja jedes Jahr auf das Neue ist auch die Weihnachtszeit die Zeit, wo die Bekloppten wieder mit den Flinten durch die Wälder dackeln und alles abknallen, was denen vor den Schrot kommt und dann wird sich in 2012 wieder gewundert, wenn da die Ostereier im Garten ausbleiben. Sind die Menschen nicht wirklich schlechte Kreaturen ... zumindest jene, die da zu jeder Jagd-Saison wieder den Gaudi darin sehen, Meister Lampe und Co das Licht auszublasen?

Also in unseren Gefilden kann man ja nun wahrlich nicht von einer Überpopulation sprechen, denn das letzte Mal das ich einen Hasen, geschweige denn ein Bambi oder ein Wildschwein im Garten hatte, muss wohl derart lange Zeit zurück liegen, dass sogar mein Gedächtnis es schon archiviert hat. Ach hören Sie mir doch auf mit dieser Hege und Pflege - Nummer. Das mag ja auf einen Förster zutreffen aber die Damen und Herren die sich hier am Ort immer an den Wochenenden auf die Hochsitze begeben, um die evolutionären Retter zu spielen, treffen doch nur noch den Treiber ... nix da, die sind nicht so alt, sondern die sind mehr an den Theken der Welt beheimatet, als in den Räumen wo der normale Mensch arbeitet. Überhaupt ist mir das schleiherhaft, wie man Stunde um Stunde in der Kälte hocken kann, um dann mit fünf Leuten auf einen Mümmelmann zu zielen. Kennen Sie denn auch die Crocodile-Dundee-Rituale nach der erfolgreichen Jagd ... also wenn die ganzen Tiere da halb zerschossen in die Reihe gelegt werden und man sich gegenseitig beglückwünscht und den Schnaps in die Kehle fliessen lässt?

Doch, doch, als Kind habe ich mal so eine Anti-WWF-Veranstaltung sehen dürfen und noch immer begleitet mich das "grosse" Hallali in meinen schlechten Profilneuroseträumen. Na was denn, auf die Jagd zu gehen hat doch ganz klar etwas damit zu tun, mit einer Flinte endlich den Respekt zu bekommen, den man im wahren Leben nicht geschenkt bekommt. Ja, es mischen sich schon viele sozialinteligente Mankos unter die jägerlateinsche Front und wenn ich Ihnen jetzt und hier all jene aufzählen würde, die im wahren Leben eigentlich nur den Promillekonsum beherrschen ... Holymoly, dann wäre hier am Ort aber die Hälfte der Jagdgesellschaften not amused ...

Überhaupt, Sie müssen nicht denken das es solche Wulffs und Maschmeyers nur in den Grossstädten gibt, sondern gerade hier in einem so traditionsreichen Familiengeklüngelort ... ich sage Ihnen, da sind die Bunga-Bunga-Partys von Berlusconi nichts gegen die grossspurigen Partys hier am Ort. Hier entscheidet man auch nicht die Gästelisten der Waidmannsheilschen Partys nach Freundschaft, sondern nach dem Nutzen. Und wenn Sie glauben, dass da nur echte Jäger in den Truppen sind, die auch wissen wo der Ausgang der Flinte sitzt und wie man einen Blattschuss für ein kurzes Leiden vollzieht ... denkste, wissen Sie gar nicht wieviele Köppe da an der Flinte sitzen die erst dann eine ruhige Hand bekommen, wenn der erste Flachmann geleert ist?


Ja ist ja schon gut, ich habe auch keine Lust auf die Kadetten aus den Wäldern, solange diese nicht Maschmeyer heissen und alles andere Leben als die Robin Hood - Mentalität. So wie es aussieht, bekommt der Wulff dann doch wohl nicht mehr die Kurve in die Seriösität und soll ich Ihnen etwas sagen ... und das ist gut so, denn wer da einen auf Pinocchio macht und dann vom Volk verlangt, dass da wieder einmal der Dreck unter den unvorstellbar grossen Teppich in Berlin gekehrt wird, der hat sich aber dann doch sehr in das eigene Fleisch geschnitten. Und dabei ist es doch so einfach seine Position inne zu halten in diesem Land, wenn man denn nicht unschöne Geschäfte hinter dem gutgläubigen Rücken macht ... nicht wahr Herr Wulff und wenn man nicht genug Flocken in der Tasche hat, um der Gattin mit der Bauernmalerei auf der Schulter den standesgemäßen Wohnberechtigungsscheinbau zu präsentieren. Wenn man keine Kohle hat, dann muss man eben sehen das man da etwas auf dem Immobilienmarkt der Uneitelkeiten findet. So geht es doch einem jeden hier im Land und wissen Sie, wenn der Wulff im Schafspelz nicht so ein unkluger Taktiker wäre, dann hätte dieser doch ganz einfach so ein oder zweimal den Namen der gesponserten Bank in die Weihnachtsrede einbauen können und schon wäre da die Kuh vom Eis geflogen ...

Na, Sie wissen nicht wie Sie das anstellen könnten Herr Wulff ... na gut, nur weil Weihnachten vor der Tür steht und weil ich gerade so einen caritativen Anflug verspüre und auch ganz ohne irgendwelche Schmutzgelder aus Ihrem Freundeskreis, helfe ich Ihnen ein wenig aus der Pitsche, Patsche ... bevor es gibt einen mit der Klatsche. Hier die entsprechende Ansprache für das Fest und das Jahr 2012, lieber Herr Wulff:


Liebe Bürger und Würger dieser Nation,

wir blicken zurück auf ein Jahr voller tücken
und auch ich habe es nicht geschafft zu füllen die grossen Lücken.

Doch wir wollen in diesen Tagen nicht denken an die Herren,
die da versuchen im Untergrund die Kohle nicht ganz legal zu vermehren,
denn dann würde ich auch noch in 2013 hier an der selben Stelle sitzen
und eine Kerbe nach der anderen hier in den präsidendialen Tisch ritzen.

Wollen wir widmen die Worte des Jahres den Dingen,
die da auch im nächsten Jahr den einen oder anderen von Ihnen in die wirtschaftlichen Knie zwingen.

Die Kohle wird bei Ihnen nicht mehr sein, wenn da bei Ihnen nicht auch rauscht ein grosser Maschmeyer-Gönner herein.

Also lassen wir uns in diesem Jahr besinnen aus die wahren Werte und die Geschichten ohne Lügen,
auch wenn es Mannen wie uns nicht schwer fällt auch ein Volk zu betrügen.

Doch jetzt ist doch die Zeit der Selbstherrlichkeit und wie Sie sehen konnten in dieser Zeit,
ein kleiner Wink an meine "Freunde" ... bin ich auch bestimmt im nächsten Jahr zu kleinen Schandtaten des "Hände aufhaltens" bereit.

Ihre Gürtel werden immer enger und Ihre Knippen immer dünner
aber der Vorteil an der Sache ist doch ganz klar der, dass auch Sie mit jedem Tag des Sparens werden nicht jünger.

Und sollten Sie trotz der Einsparungen der nationalen Gesundheitskassen es nicht wollen mit dem Leben lassen,
dann dürfen Sie sich freuen auf die besinnliche Zeit, als die Haupttäter der Weihnacht noch sassen im Stall und nicht im ziegelnden Hannoverzelt ...lange vor meiner Zeit.

Die Lehre des Jahres ist doch die, dass egal wohin Sie in diesem Land auch ziehen wollen, Reich werden Sie dank uns doch einfach NIE,
denn wenn Sie auch noch zu dem kleinen dummen Prozentteil in diesem Land zählen,
die jedes Mal uns auf das Neue uns wählen,
und wenn Sie nicht fröhnen dem Hartz4 und den Geldern aus den sozialen Kassen,
dann sind doch Sie nur die Blöden, wenn Sie es mit dem Arbeiten nicht lassen.

Lassen Sie uns doch blicken an solchen Tagen nicht in die dunkle Kugel des nächsten Jahres,
denn es trübt doch nur die Stimmung unterm Baum zu wissen, dass da auch folgt im nächsten Jahr nur wenig Bares.

Machen Sie es wie ich es tat und besinnen Sie sich auf Ihre Freunde und jene die sich bei Ihnen einkaufen wollen,
denn die "echten" Freunde liegen nicht im Materielen und dem was diese für Sie machen sollen,
sondern die Moral von meiner undurchsichtigen Geschichte liegt doch dort vergraben, dass sich nur die vereitelten Banken meines Kredites in dieser unweihnachtlichen Geschichte laben.

In diesem Sinne liebe Gemeinde und Ihr Völker da draussen,
es ist nicht alles Gold was da politisch glänzt nach Aussen.

Nur verzweifeln lohnt nicht in diesen Tagen,
denn egal was Sie auch anstellen werden ohne uns zu fragen,
wir kriegen alle Kohlen und Flocken aus Ihren Taschen und Strümpfen
und wenn Sie sich auch stellen auf den Kopf, in den kleinen unseriösen Berliner Sümpfen.

Nun wünscht Ihnen "letztmalig" der 1. Mann des Staates eine Weihnacht bei der Sie es hoffentlich zum letzten Male lassen es so richtig krachen,
denn im nächsten Jahr werden nur die Mannen mit den erhöhten Diäten nur noch aus voller Inbrunst so richtig über Sie, die fleissigen Arbeitsbienen, lachen.

Es grüsst Sie aus der Stadt der wirtschaftlichen Dronen und Zecken der Mann ... den Sie können im nächsten Jahr mal ganz gepflegt am Ar ... lecken!

Ihr
Christian Wulff & seine 1. & 2. Familie