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Gut Ding will Weile haben ... Raus mit Wulff

Freitag, der 13.01.2012 ... buuuuhhhh

Na und ... wenn schon ... aber ich muss gestehen, dass mir jetzt ein kleines Missgeschick sehr gut gefallen könnte, wenn es mich dann einmal für ein paar Tage von der Arbeit weg holt. Ja von wegen, die Zeit des Betriebsurlaubes von Weihnachten bis zum Anfang dieser Woche hatten zwar die Mitarbeiter ihren wohlverdienten Urlaub aber das galt nicht für mich. Jetzt ist ja dieser Burn-Out derart in Mode gekommen, dass fast jeder zweite ein Stück davon haben will und da ich grundsätzlich kein Mitschwimmer, sondern den Gegenstrom zum Schwimmen bevorzuge, nenne ich meine Symptome schlicht und ergreifend nicht den allgemeinen Erschöpfungszustand ... denn Kopf und Beine tun ja noch ... sondern nur die Finger klagen über eine Müdigkeit. Wissen Sie eigentlich wieviele E-mails in zwei Wochen der ruhigen und besinnlichen Zeit auflaufen?

Also ich kann Ihnen sagen, dass das mehr sind als in einen Postsack an Briefen in Din A6 herein passen. Natürlich sind das keine Grusskarten ohne die Erwartung einer Rückantwort, weil dann könnte man ja das klassische virtuelle Rundschreiben zurück senden und fertig ist die Geschichte. Nein, derzeit habe ich in meinem Briefkasten 89 Mails die eine ausführliche Beantwortung verlangen und da würden doch auch Sie dazu neigen, die Erfindung der Gates & Co´s aus dem Fenster werfen zu wollen. Und ich dachte immer das gerade in der Weihnachtszeit die Menschen langsamer ticken und einen einmal durchatmen lassen ...? Denkste, denn seit der virtuellen Post ist der Briefkasten im 24 Stundenbetrieb ... und ob das so richtig ist, weiss wohl nur der dort Oben ...

Aber die Problematik bei jedem Absender aus dem Netz ist doch die, dass alle das persönliche Anliegen für das Wichtigste halten und ich selber schare mit der Hufe, wenn ich binnen der 12 Stunden nach Versenden meiner Post keine Rückantwort erhalte. So soll und darf das aber in diesem Zeiten doch nun wahrlich nicht sein ... womit wir bei dem Punkt der virtuellen Versklavung angelangt sind. Wo ich gehe und stehe bin ich auf Empfang ... dank einer Umleitung auf mein Handy. Wenn also inmitten der Nacht eine Mail reinschiesst, dann bekomme ich ein Signal. Ein nicht sehr lautes aber denoch nicht zu überhören. Selbst wenn ich die Notdurft verrichte passiert es hin und wieder, dass ich dann eine Mail oder SMS erhalte und diese dann sofort beantworte. Ja sagen Sie mal, wo leben wir denn?

Sehen Sie und das ist ja dann auch der Schlüsselreiz für die persönliche Notbremse die folgenden Funktion der Normalität zur Folge hat. Genau, das sehe ich auch so und daher entscheide ich selber, wann ich welche Tätigkeit zu welchem Zeitpunkt ausführe. Nein, ich reagiere nicht mehr Gewehr bei Fuss auf jeden Anruf oder jede Post gleich welcher Natur. Und vor allem werde ich uns allen hier im Verlag abgewöhnen andere Arbeiten liegen zu lassen, weil ein anderer Mensch gerade sein Anliegen für den Nabel der Welt hält. Nein, nein, wir werden weder Dienstleistungsunfreundlich, noch servieren wir die Menschen die etwas von uns wollen als durchlaufenden Posten ab aber wir setzen ab diesem Jahr ganz klare Prioritäten.

Natürlich werden alle Terminsachen und Bestellungen immer am gleichen Tag nach Erhalt erledigt und auch dringende Anfragen und Anliegen werden sofort beantwortet aber all die Dinge mit denen Absender versuchen einen Druck auf uns auszuüben, werden eines Besseren belehrt. Wissen Sie, es ist nämlich so, dass wir eine sehr, sehr liebe Mitarbeiterin haben, der es derzeit nicht sehr gut geht und der Auslöser dieser Geschichte war eine Person, die diese hat ausgelutscht und wie ich erst jetzt erfahren habe, fast in den Wahnsinn getrieben hat. Und um mich und mein Team zu schützen, werden solche Menschen ab 2012 aus unser aller Leben verbannt.

Auch müssen da nochmalig wohl ein paar Dinge klar oder von mir aus auch trüb gestellt werden ... wir sind ganz Nette und versuchen einem Jeden der mit uns zu tun hat gerecht zu werden. Natürlich mit Qualität und fundierten Arbeiten aber auch wenn das Internet uns vorgaukelt, dass alles SCHNELL gehen muss, weil die Datenautobahnen auch immer schneller werden ... heisst das nicht, dass in 2012 nicht auch das gute Ding seine Weile benötigt. Und wem dient es, wenn man die Dinge einzeln und unbedarf abhackt, nur um den übersichtlichen Schreibtisch zu haben. Also nochmalig ... was haben wir jetzt sobeben gelernt?

GUT DING WILL WEILE HABEN ...

Und bitte, bitte, bitte ... hören die Badoos, Castlevilles und wie diese ganzen Anwendungen heissen in 2012 endlich auf uns zu belagern. Lieber Karl-Heinz Stuhldreier & Co ... Wir möchten keine Schlösser und wir möchten auch keine Presents und was da noch so alles den Briefkasten sprengt, was da nicht hin gehört. Und auch wenn Sie mir inmitten der Nacht eine Nachricht senden, werden wir diese nicht unmittelbar beantworten ... wir sind hier nämlich bei der qualifizierten Arbeit und nicht auf der Flucht.

Ja, dass musste jetzt einmal heraus, denn das nimmt ja ein Ausmaß an, dass keiner mehr weiss wo hinten und vorne ist. Gerade in der Verlagswelt ticken die Uhren ein wenig langsamer und zu meinem Erstaunen wundert mich immer wieder die Tatsache, dass scheinbar einige Personen denken, dass wir den lieben und langen Tag an den Füssen spielen. Nein, bei uns steht weder der Name Guttenberg in den Geschäftspapieren, noch handelt es sich bei uns um einen fremdfinanzierten Ableger des Herrn Wulff. Auch da wird es so langsam langweilig, denn der Herr der "sauberen" Weste gehört abgesägt und zwar nicht nur an einem Stuhlbein, sondern an allen Vieren zur gleichen Zeit. Gertrud Höhler hat es sehr gut erkannt ... Sie kennen die Wirtschaftsexpertin nicht ... dann ist Ihnen aber etwas entgangen ... Auf jeden Fall beklagt diese den Mangel der Kompetenz von Vorbildern. Und ein Wulff ist nicht nur ein Vorbild, sondern auch ein Represäntant dieses Landes und mit der schlechten Presse und dem zweifelhaften Geschäftsgebaren gehört dieser auf den Stuhl im Flur der Agentur für Arbeit. Und wehe dem die bezahlen dem auch noch nach dem Rauswurf die staatliche Zuwendung bis zum Lebensende. Dieser Mann hat dem ganzen Land einen Schaden zugefügt und der Staat sollte ihm mal eine ordentliche Rechnung für die bereits gezahlten Gehälter stellen. Der hat doch so viele Maschmeyerfreunde um sich, dass diese doch wohl auch die Bezüge der nicht zustehenden Bezüge zurück zahlen können, oder?

Ja wo sind denn unsere Vorbilder die eine reine Weste haben und dem Volk nicht suggerieren, dass nur der gewinnt, der den meisten Dreck unter der Matte hat?

Ja was denn, dieses verfälschte Bild einer intakten Gesellschaft vermitteln uns doch die betrügerischen Guttenbergs und wie die Mannen alle heissen. Überhaupt hat man in diesem Land das Gefühl das man nur dann am Weitesten kommt, wenn man eigentlich den aufrichtigen Blick in den morgendlichen Spiegel gar nicht mehr leisten kann. Oder wie erklären Sie sich solche Phänomene wie den Maschmeyer, der nachweislich in seinem Unternehmen nicht korrekt arbeitet oder von mir aus auch gearbeitet hat und noch immer als Vorzeigeunternehmer auf diversen roten Teppich innerhalb und ausserhalb der Politik fungiert?

Das ist doch der gleiche Scherz wie die Grösse der Tintenpatronen und Toner von Druckern. Kleiner geht es wohl nicht liebe Hersteller was? Natürlich jagen wir pro Tag eine Menge durch die Maschinen, die da die fertigen Seiten ausspucken aber das da mal gerade die Menge einer Parfumprobe pro Farbe im Handel erhältlich ist, ist doch ein ausgebuffter Scherz. Warum schauen da aus dem Drucker denn nicht einfach vier Steckverbindungen für den Farbcontainer heraus?

Genau, so ist das, wie bei dem Sprit und seinen Preisen, denn es wird uns eine ständige Verknappung vorgekaugelt und von wegen diese riesigen Toner oder Druckerpatronen, wo 3/4 des Gehäuses nur der Makulatur und der total wichtigen Attrappe dienen. Natürlich habe ich so ein Ding schon einmal auseinander genommen und von wegen da passt nicht mehr Farbe herein. Das ist so wie bei den WICK Blau Bonbons "Extra Stark", denn wo noch im letzten Jahr ca. 28 Bonbons darin weilten, sind jetzt nur noch schlappe 10 darin. Und was sagt der Verbraucherschutz dazu ... natürlich kostet die Tüte deshalb nicht nur noch die Hälfte, sondern der hohe Preis ist geblieben. Jaja, ich habe selbst eine Marke und weiss das diese auch jeder ein wenig mitbezahlen muss aber man kann doch deshalb im Rahmen bleiben. Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Abzocke da in manchem Unternehmen ... oder sollte ich sagen in vielen ... stattfindet?

Denken wir doch da jetzt einmal konkret an die Telekommunikation und deren Anbieter. Sie haben einen Festnetzanschluss und gerade keinen PC oder gar das aussterbende Telefonbuch zur Hand. Was machen Sie da?

Eben, Sie rufen den Dienstleister an, dem Sie in jedem Monat einige Euros für die Bereitstellung ihres Telefones zahlen. Und da sollte man doch meinen das denen daran gelegen ist, dass Sie so viel wie möglich dieses Gerät nutzen. Jetzt würde ich ja den Kunden den Service der Nummern ohne Bezahlung anbieten, weil ich ja wüsste das dieser dann unmittelbar den Anrufer kontaktieren wird. Aber denkste ... über 3 EUR kostet so ein Anruf bei der Dame aus der Hotline. Das ist doch wohl der Hammer und ganz unter uns: Die sind doch alle nicht mehr bei Trost ...