SEITENAUFRUFE

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt ...

11.01.2012

Na poslu ... alle Hartz4-Empfänger jetzt einmal weggehört, denn na poslu heisst steht im Kroatischen für "bin bei der Arbeit" ...

Tja, so lernt man die Sprache der anderen Völker und Nationen, wenn man eine Mitarbeiterin aus dem Nachbarland hat. Ist ja auch schön, wenn man mit zunehmendem Alter noch einen Input bekommt ... oder wissen Sie nicht wieviele Menschen innerhalb jeglicher Form von Bildung stagnieren?

Also gut, dann gehen Sie doch einmal in einen Kursus einer Volkshochschule und achten Sie bei dem ersten Stuhlkreis doch bitte auf den arbeitstechnischen Backround. Und wieviele Verkäuferinnen aus der Fleischerei oder dem UPS-Lager sitzen da im Lateinfortbildungskurs?

Sehen Sie, sage ich doch und da liegt doch der Hase im Pfeffer ... ach ja der Pfeffer der da in Madagaskar wächst und den hoffentlich bald der Wulff vor Ort aus der Nähe betrachtet. Für meine Person habe ich ja mit der Schärfe und den Elixieren aus dem Tabascoland seit meinem Magenballon vor zwei Jahren so meine Probleme mit allen Leckerigkeiten, die es da auf Erden gibt und mittlerweile müsste ich vom Erbrechen noch schlanker sein, als die Gerte. Doch die Pfunde halten sich wacker und erst am heutigen Tag sagte meine beste Hälfte zu mir, dass ich eigentlich wie ein afrikanisches Misereormodell aussehen müsste, wo doch nur knapp ein Viertel der am Tag zugeführten Nahrung im Körper länger als eine Stunde verweilt ...?

Also wenn Sie mich jetzt und hier fragen, dann kann ich von dem Mangschen Ballon nur abraten, denn seit ich dieses Bauwerk der Gebrüder Mongolfier im Bauch hatte, ist nichts mehr im Leben so wie es einmal gewesen ist. Entweder verbringe ich die beginnende Nacht auf dem stillen Örtchen mit der Keramik in den Händen oder ich habe diese unter dem Popöchen ... ganz nach Laune der Innereien oder ich kämpfe mit der überschüssigen Säure, die da die Speiseröhre hochkriecht. Haben Sie schon die Erfahrung mit Säure & Co in der Nacht gemacht, wenn Sie da nieder liegen und zwar in der absoluten Waagerechten. Und wenn dann die Säure nicht in die Mundhöhle wandert, sondern der Luftröhre einen Besuch abstattet ... Holymoly, ich sage Ihnen, da kämpfen Sie um Luft ...

Jetzt hat mir ja eine Autorin unseres Verlages berichtet, dass diese ebenfalls vor Jahren einen Ballon im Magen hatte und diese genau die gleichen üblen Erfahrungen mit dem vereiteln des säurehaltigen Erstickungstodes hatte und da stellt sich mir doch so langsam die Frage, ob ich da nicht doch einmal ein Wertgutachten zu meiner Person bei dem Magen- und Darmspezialisten machen lasse, um eine gehörige Klage für das Einbüssen der Lebensqualität zu veranlassen.

Nun gibt es ja für jedes Wehwehchen ein Opferportal und wenn Sie einmal so dumm in die Googlesuchleiste "Erfahrungen mit dem Magenballon" eingeben, dann treffen Sie auf einen reinen Opferzirkel. Da sieht man wieder einmal, dass so manche teure OP oder nennen wir diesen Eingriff vielleicht zu Recht von den Kassen nicht bezahlt wird. Aber was nutzt einem das Jammern, wenn die Lebensdevise doch das Handeln lautet ...

Jetzt möchte ich Ihnen noch einmal eine unfassbare Geschichte aus der Verlags- und Buchhandelswelt, denn es gibt ja in diesem Land das 18-monatige Buchpreisbindungsgesetz und da sich wohl im Speziellen da sehr seltsame Geschäftsgebaren in die eingeschworene Verlagswelt eingeschlichen haben, die jeder rechtlichen Grundlage entbehren, möchte ich auch Sie darüber nicht im Unklaren lassen ...

Es ist so, dass Beispielsweise ein Buch 14,90 EUR bei der Neuerscheinung auf dem Markt kostet. Um dann nach 18 Monaten das Lager zu räumen geht ein Verlag dann hin und senkt den regulären Verkaufspreis auf sagen wir einmal ... die Hälfte oder je nach eigenem Geschmack und Gusto. Und jetzt kommt der Kracher, denn wir erhielten jetzt die virtuelle Post von einer Buchhandlung, dass diese noch ein Buch von vor zwei Jahren von einer bestimmten Autorin auf dem Lager hätten und da wir ja jetzt die Preise gesenkt hätten, fordern diese nun die Differenz zu dem regulären Kaufpreis ein. Also eigentlich ist das so, dass Sie sich zu Beginn der Saison einen Mantel kaufen und diesen dann ein paar Monate tragen und wenn dann der Sommer- oder Winerschlussverkauf beginnt, dann wandern Sie mit ihrem Mantel in den Laden und fordern die Differenz zum regulären Kaufpreis zurück ???

Hallooo, da spielen wir aber nicht mit liebe Händler, denn wir haben die regulären VK´s auch ganz normal versteuert usw.. Also ganz im Ernst, in der Verlagswelt herrschen Geschäftsgebaren, wo Sie sich immer wieder an das Köpfchen fassen und alle Lehren der BWL über Bord werfen müssen ... oder können. Nicht nur das wir uns konsequent gegen die Remission verwehren, denn wir bekommen da aus den Buchhandelketten unsere Bücher mit deren Preisetiketten verschmutzt und angedreckt zurück ... meistens so nach einem oder zwei Jahren und dann verlangen diese auch noch Kackfrech die komplette Rückerstattung. Holymoly, in keinem Gewerbezweig in unserem Land haben Händler noch die Chance auf Kommissionsware, geschweige denn auf Rücksendung der Ware nach mehr als einem Jahr. Was ist das eigentlich da für ein Haufen, der für sich da Dinge mit einem selbstverständnis in Anspruch nehmen will, die jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehren?

Aber Sie kennen mich und meine Fähigkeit zum Aufmischen ja und daher werde ich für meinen liebsten Zeitungsmenschen der ng-Online Redaktion einen dementsprechenden Artikel zu diesen Vorgängen hinter den literarischen Türen verfassen. Ja, ich bleibe der Don Quichote der Verlagswelt und ich schwöre Ihnen das ich nicht eher in die Kiste gehe, bis dieses mafiöse konstrukt aufgebrochen und in der Verlagswelt die normalen kaufmännischen Regeln beherzigt werden ... wie gesagt, jetzt schreibe ich erst einmal einen Artikel, gell Herr Lengsfeld und dieses Mal starten wir damit auch einen Aufruf an alle Kleinverlage des Landes. es kann doch nicht sein, dass eine Branche da die eigene familiäre Suppe kocht und sich die Welt wie die Pippi macht, wie sie ihr gefällt ...