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die 5 Lebenslügen und der Eisblock vom Himmel ...

08.02.2012

Woher sollte auch sonst so eine Idee kommen, als aus Down Under ... bezeichnenderweise hat ausgerechnet in dem Land des Untendrunters ein paar Gedanken dazu gemacht, welche Big Five wir so kurz vor dem Hauch des Todes bereuen.

Jaaa, ein Todesengel aus Australien oder nennen wir sie doch einfach eine Hospizpflegerin hat nach jahrzehntelanger spritziger Tätigkeit in der Sterbebegleitung ein Buch zu den am meisten beklagten Dingen verfasst ...

Kennen Sie denn schon das Ranking der besten und damit ersten 5 Plätze?

Also dann hier schon einmal zum mitschreiben, falls Sie da das eine oder andere kurz vor dem Sensemann vergessen sollten. Erst einmal bereuen die Meisten, dass diese nicht den Mut gehabt haben das Leben zu leben, dass diese sich gewünscht haben. Halloooo, das Leben ist kein Wunschkonzert und wer wann die Harfe in die Hand bekommt entscheidet noch immer der Mann mit dem weissen Poncho. Nix da, ich meine damit nicht den Todesengel vom Pflegedienst, sondern den grossen Macher da über den Wolken. Zu dem was nutzt irgend wem das Gejammer, wenn die Uhr abgelaufen ist, denn schliesslich hat man ja das Leben geschenkt bekommen, damit man etwas daraus macht und wer da den Einsatz verpennt oder nicht genug Mum in den Knochen hat ... Mum, ist das nicht auch so ein Zeug das viele immer wieder gerne auf der Leber haben?

Jetzt sind wir doch einmal ehrlich, in der ersten Linie haben wir doch bei dem Austritt aus dem Muttermund und dem damit verbundenen Eintritt in die heile Welt die gleichen Chancen. nein, erst einmal macht es keinen Unterschied, ob Sie in der Bronx oder in der 5th Avenue geboren werden. In aller Regel haben Sie einen Kopf, zwei Beine, zwei Arme und einen Torso mit allerlei Innereien darin. Sozusagen ist es für alle das gleiche Geschenk. Dann gilt es aber ab der ersten Sekunde eine Eigenverantwortung zu übernehmen ... die Atmung nach dem Klapps nimmt einem keiner ab und so geht es dann eigentlich das ganze Leben lang weiter. Mal gibt es hier etwas auf die Backen, mal gibt man selber jemanden etwas auf die Backen. Nur wollen nicht alle Menschen die gleichen rotgefärbten Backen haben ... es gibt ja auch schon sehr lange keinen Bedarf mehr an diesem Rotkäpchenmodell aus den 70ern ... dieses Mädel mit dem Kopftuch auf der Flasche kennen Sie doch auch noch liebe Nachkriegsveteranen, wie ich einer bin?


So weit, so gut, also entweder man lernt aus jedem Schlag auf die Backen oder man resigniert und wissen Sie was, alles was einen nicht zum Tode bringt, härtet einen doch auf die lange Sicht ab, oder? Da wir aber eine völlige Überpopulation auf dieser Erde haben und jetzt schon eigentlich mehr Menschen auf dieser Welt mit dem sauerkrautschen Methan um sich pusten, bedarf es einer natürlichen Auslese. Was dem Gnu sein Tiger, ist dem Homosapiens seine Katastrophe und dabei ist es egal, ob nun ein paar Gestalten in ein Erdbeben geraten oder bei einer Hungerkatastrophe um das Leben kommen.

Nix da, natürlich ist jeder verhungerte Mensch im Jahre 2012 ein Mensch zu viel aber bestimmte Dinge lassen sich einfach nicht ändern, solange es Organisationen gibt, die seit Jahrzehnten sehr, sehr, sehr gut von der Hungersnot profitieren. Mensch Meier, wenn ich noch an diesen schweineteuren Spott der Welkthungerhilfe denke, der da gerade am gestrigen Abend über den Schirm flackerte. Oder diese Welthungergalas bei Hummer und Champagner. Genau diese Aktionen und Verwaltungsapparate machen den Welthunger zu einem Fass ohne Boden. Und glauben Sie mir, dass Sie nicht wirklich wissen möchten wieviele Billionen seit Einführung diverser Organisationen in den letzten Jahrzehnten nur in diverse Maschmeyerwulfftaschen geflossen sind ...


Zurück zur Studie des Todesengels im weissen Kaftan ... also an der ersten Stelle war die Reue über das verpanschte Leben, dicht gefolgt von dem Wunsch, dass man in dem nun leider vergangenen Leben lieber hätte weniger gearbeitet. So liebe Damen und Herren der überalteten Nationen. Ihr Leben ist doch bis zum heutigen Tag bei den sicheren Rentenbezügen dieser Zeit das reinste Zuckerschlecken und wenn Sie unsere Prognose für die Zukunft anschauen, dann waren die paar Jahre auf dem Bückelchen nur ein Hauch von dem, was uns im nächsten Jahrzehnt erwartet. Da gibt es dann nicht den Vorruhestand mit 55 oder gar die Rente ab dem 60sten, sondern wir dürfen cirka bis zum 70ten wuckern und wie ich schon einmal gesagt habe ... die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73 ... Super nicht wahr Ihr lieben grauen Panther mit dem warmen Staatsofen unter dem Popo. Und überhaupt, die ältere Generation tut ja immer so, als wenn diese nur das schwerste Leben hatten dabei mussten die ja vielfach noch nicht einmal in die Schule, geschweige denn in eine Lehre. Und überhaupt, die hatten doch auch niemals diesen Leistungsdruck und hören Sie mir doch auf mit den Trümmerfrauen. Darunter gab es doch auch genug die jetzt noch immer die Leidensmiene aufsetzen und dabei haben diese nur die anderen die Drecksarbeit machen lassen.

Oder glauben Sie tatsächlich, dass es die zweiklassige Gesellschaft erst seit den drastischen Krankenkassenbeitragserhöhungen gibt. Die diversen Schichten und Stände gab es doch zu jeder Zeit der Menschheit.

Der 3. Punkt des Rankings ist der, dass da beklagt wird, dass man nicht den Mut hatte seine Gefühle auszudrücken. Tja meine Damen und Herren, da kann ich nur sagen PP = Persönliches Pech, denn wir haben alle ab dem ersten Tag unseres selbstständigen Atmens die Gabe der Empathie und des Fühlens ... jaja, natürlich rede ich jetzt nicht vom Authisten ala Rain Man ... nein, eigentlich sind wir alle gleich gestrickt, bis das ältere Semester die Oberhand gewinnt. Da muss man sich doch dann auch nicht wundern, wenn da in der letzten Stunde des Lebens die liebe Verwandte zum Kopfkissen des Bettnachbarns im Heim greift, um den Vorgang des letzten Atemzuges zu beschleunigen, oder? Na was denn, es sind doch nicht nur die jungen manches Mal aus der Art geschlagen und ich glaube das Sie wohl nicht wissen, dass da in so manchem Krankenbett der echte Teufel liegt. Es sind nicht alle nett, die noch den Reichsadler auf dem Pass haben, dass ist doch wohl eine gesicherte Erkenntnis. Wissen Sie denn auch wieviele Damen und Herren im Alter so richtige Griesbreigräme werden und wo man sich jeden Tag auf das Neue fragt, was uns der Mann dort oben mit dem langfristigen Verbleib des Einzelnen auf Erden sagen will ... wo doch angeblich nichts zufällig geschieht und alles in irgend einer Form einen Sinn haben soll ...


Weiter im Text ... 4. Platz ... ich wünschte, dass ich den Kontakt zu Freunden aufrecht gehalten hätte. Na woran lag es denn, dass man den Kontakt gekappt hat ... an den 20 Cent für die Einheit der Telekomer oder an der Egozentrie, weil man sich nur auf sich selber sein Leben lang konzentriert hat. Oh ja, da fällt mir noch so eine Episode von vor vier Tagen ein ... dort berichtete eine Frau in unserem Laden über ein Buch das diese gelesen habe ... eine Biografie um den Tod eines geliebten Menschen. Wortwörtlich sagte diese, dass sie dem Autor am liebsten das Buch um die Ohren gehauen hätte, denn dieser hätte einzig und alleine in der ICH-Form argumentiert.

Jaja, mir ist schon klar das das eine normale Sache ist bei einer Biografie aber was die Dame derart aus der Fassung brachte war die Tatsache, dass die ganze Geschichte unglaubwürdig und aufgesetzt wirkte und sie in Wahrheit nur einen nicht zu überbietenden Narzismus darin erkannte. Nach dem sie also das Buch gekauft hatte und innerlich tobte, gab sie es ihrer 22-jährigen Tochter der Kölschen Psychiateruni in die Hand, damit diese ihr erklären würde warum ihr so verdammt die Hutschnur hoch gehen würde. Nur diese schaffte es nur bis zur Hälfte und gab es ihrer Mutter mit den Worten zurück:"Mutti, wenn Du solch ein Buch geschrieben hättest und ich dabei derart schlecht weg gekommen wäre, dann hätte ich Dir die Litanie vor die Füsse geworfen und hätte mich auf Lebenszeit von Dir verabschiedet." Sehen Sie und da setzt eigentlich bei einem normalen Menschen die Reflexion ein aber wie gesagt, dass setzt den normalen Menschen vorraus. Wie kam ich denn jetzt auf diese Geschichte ... ach ja, das Jammern um die schlampige Art bzw. den Umgang mit Freundschaften. Natürlich gibt es Zeiten, wo man nicht die Zeit hat sich um jeden zu kümmern aber es gibt durchaus eine Halbwertzeit, was Freunde angeht. OK, so zwei bis drei Wochen nicht melden ist ja je nach Lage zu akzeptieren, auch kann es durchaus sein das immer nur eine Seite den ersten Schritt tut und das mag auch vielleicht so zwei bis dreimalig angehen aber spätenstens nach der 4ten Nachricht oder Anruf, sollten schon die Alarmglocken läuten. Es sei denn das man überhaupt keinen Gedanken an jene verschwendet aber da kann man dann doch immerhin noch den Kopf unter den Arm packen und ein leises "Geh mit Gott aber flott" hauchen, oder?

So der finale Punkt naht ... die 5. Lebenslüge ... übrigens ist diese auch zufällig mein persönliches Highlight das da lautet: Man hätte sich gewünscht das man glücklicher gewesen sei ... Genau, ich musste darüber auch erst einmal kurz um den Block gehen, damit der Dampf aus meinem Oberstübchen eine Abkühlung erfuhr. Wissen Sie was, noch immer kann ich mich nicht einkriegen zu dieser Aussage ... ich wünschte das ich glücklicher gewesen wäre. Halloooo, wer wollte denn den abgehalfterten Rolf Eden nicht aus der Bude werfen und wer musste denn unbedingt an den Richard Burton´s und Ashton Kutchers festhalten.

Sagen Sie mal, wenn da weder Mum noch eine Reflexion mit Mitte 40 stattfindet, dann hat man das doch ganz alleine vergeigt und da hilft es auch nicht, wenn man jetzt den Katzenjammer erprobt. Holymoly, wenn ich da an diese langen Gesichter hier am Ort denke oder an diese Manou-Who Baretta-Fisherman. Mensch die haben doch von der Natur aus schon eine lange Fläppe und wehe dem das läuft nicht nach deren Plan ... geschweige denn diese Menschen genießen nicht die Aufmerksamkeit wie der Knilch da aus dem hohen Norden, der sich da derzeit im Gerichtssaal nach seinem Massaker feiern lässt. Wenn ich dieses gestörte Subjekt schon sehe, dann frage ich mich, warum da nicht erstmalig in der weltweiten Klatschgeschichte die Bänke der Presse im Gerichtssaal frei geblieben sind?

Na das wäre doch mal ein Statement für diesen selbverliebten Irren gewesen ... ignorieren muss man die kranken Hirne und dabei ist es egal ob die eine Bombe gezündet haben oder sonst irgend wie der Menschheit auf den de Beukelarkeks gehen. Haben Sie dessen Lächeln in den Mundwinkeln gesehen, als das Blitzlichgewitter auf ihn reinregnete? Da fällt mir bei dem Stichwort reinregnen noch ein Ereignis des gestrigen Nachmittags um ca. 16:00 Uhr ein. Also, welche Airline ist da am gestrigen Tag um diese Zeit über unsere Hütte geflogen und hat da mal eben einen Eisblock in der Grösse eines Iglus verloren?

Nein, dass ist kein Scherz, tatsächlich flog am gestrigen Tag ein gelblichgrün gefärbter Koloss vom Himmel direkt auf unser Dach und dann auf den Boden. Wie Sie glauben das nicht liebe Ausserirdischenforscher ... kommen Sie vorbei und sehen Sie sich dieses Ding an. Also entweder hat da ein verirrter Dino der Urzeit einen grossen Haufen bei der eisigen Kälte verloren oder es war ein Flivatüt ... und zwar vorzugsweise aus den Niederlanden, denn diese kreuzen immer unseren Garten in 10.000 Metern der Höhe auf dem Weg zum Amsterdamer Flughafen. Also ihr Antjes aus den Niederlanden. Ihr könnt Euren Brühwürfel jetzt wieder abholen und bei dieser Aktion gleich den Dachdecker und den Markisenmann mitbringen ... ant vor all die Kaaskopjes die mik niet verstan häbben ... julie häbbt verloren ein Stückje uit die Flivatüt ... ant mei is ett so watt von echal, ob julie datt häbben uit die Klo oder uit die Keuken ... mar ikk will datt julie betaalt die Schaden an die Dach ant an die Schütz vor die Sonnetje. Häb julie datt verstan oder mutt ikk erst gehn na die Königin van diene kleine Staatje? Datt was exact üm feife Minütjes na die Vier ant datt Blöcksken liecht noch immer in die Garten for you ... Jott voredore,, watt chaht mei datt op de Kammer dort boven in mien Kopp ...