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Boris Becker und das Familienrezept des WDR

19.03.2012

Es geht doch nichts über ein entspanntes Wochenende in der prallen Sonne ... sofern man sich in Afrika befindet ... Und dabei hatte man uns doch versprochen, dass wir den Badeanzug auspacken können, um im 5 Grad warmen Wasser zu plantschen ...

Ach hören Sie doch auf, so schlecht ist doch der Einstieg in die neue Woche nun auch nicht, wenn man diesen mit dem Wetter beginnt. Immerhin haben wir jetzt wieder einen neuen Mann in Berlin der unser Land repräsentieren darf und wenn mich nicht alles täuscht, sind das dann 6 an der Zahl, die jetzt aus dem Staatssäckel die präsidiale Lohntüte bekommen. Da fängt doch die Woche wirklich richtig schön an und da können wir uns auch die Titelseiten der Buntengalen schenken, die da die Pleite von Bobele verkünden und auch noch ganz frech behaupten, dass diese die Ersten waren, die darüber berichtet hätten. Halloooooo, jetzt mal nur nicht so auf den Putz hauen, denn wenn mich nicht alles täuscht liebe Burdas & Co, dann war ich es, die da den Kuckuck über dem Beckerschen Haupt prognostiziert hat.

Von wegen "mit fremden Federn" schmücken und wieder versuchen die charitativen Lorbeeren zu ernten. Überhaupt müsste doch auch Ihnen schon aufgefallen sein, dass ich die Lunte schon rieche, bevor das Feuerzeug überhaupt in die Hand genommen wird ... nicht wahr, wie war das noch mit dem zu Guttenberg, dem ich vom ersten Tag an die Profilneurose attestiert habe oder das der Lanz der Nachfolger vom Gottschalk wird. Sie glauben es nicht, na dann lesen Sie doch einmal alle Seiten der letzten Jahre ...

Woher diese Begabung des Lesens kommt, kann ich Ihnen auch nicht genau sagen aber es sind die immer gleichen Schlüsselreize, die da meine Kugel zum Leben erwecken. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich meine Umwelt nicht durch die rosarote Sonnenbrille wahrnehme und die Dinge auf den Punkt bringe, wie sie tatsächlich sind. Womit wir sogleich bei der Sache mit der Wahrheit sind ... oder glauben Sie alle Dinge die da in den goldenen Blättern stehen?

Woher bitte schön wollen denn die Medien immer wissen, wenn gerade die Krise in einer Beziehung ausbricht und wenn diese wissen wollen, dass der Gärtner von Boris Becker noch ein paar Hunderter aus der tausender Region zu bekommen haben?

Eben, der Gärtner ist doch bekanntlich schon mal gerne der Mörder und soll ich Ihnen etwas sagen .... ich verstehe nicht wie ein schlichter Gartenbaumeister auf eine Rechnung von fast 300.000 Euro kommt? Was nehmen die denn da in dem Manianaland in der Stunde, wo doch dort fast jeder zweite der Arbeitslosigkeit frönt und in diesem Land mit dem Tempo einer alterschwachen Schnecke gearbeitet wird?

Von wegen, dass sind die Blümchen und das Resenmähen, dass da die Rechnung in die Höhe getrieben hat. Haben die etwa mit der Nagelschere den Rasen bearbeitet und die Blumen vom Viktualienmarkt einfliegen lassen. Nein, ich komme über diesen Betrag nicht hinweg und wenn ich der Buchhalter des Bobeles wäre, dann würde ich mir da aber einen exakten Stundenzettel zeigen lassen. Vor allem wenn man bedenkt, dass gerade in Spanien auch gerne die Siestastunden berechnet werden und das bekannt ist, dass die Gärtner der Ferienbleiben auch sehr gerne als Saisonarbeiter tätig sind. Soll heissen, dass die erst dann richtig Gas im Garten geben, wenn diese wissen das die Hausherren anreisen.

Nein, dass ist kein Vorurteil oder denken Sie das Spanien nur so eine marode Wirtschaft hat, weil der Schwiegersohn des Königs da in den Stiftungstopf gegriffen hat? Das Problem der südlichen Staaten der Olivenbäume liegt an deren Mentalität und nicht an den nicht mehr vorhandenen tropischen Temperaturen, denn mittlerweile schneit es auch schon mal am Ballermann. Sehen Sie sich doch nur die Städte in den wärmeren Regionen an ... schmuddelig und ungepflegt ist es dort und es stört auch scheinbar keinen einzigen Sombrero, dass das so ist. Überhaupt hat es mich überhaupt nicht gewundert, dass da auch so viele Ferienbleiben an der Küste leer stehen, denn der neue Volkssport heisst wohl wie hier im Land, der Einbruch.

Wussten Sie denn, dass dort nur eingebrochen wird, wenn die Leute auch im Haus sind und nicht dann, wenn die Hütte leer dasteht. Und das liegt daran, dass die Ganoven auf das Bargeld aus sind und nicht auf das Möbiliar. Und denken Sie nur nicht, dass die da nicht auch gerne die Knarre zücken, wenn da nicht das erwünschte Startkapital für den neuen Wohnwagen dabei heraus springt. Womit wir eindeutig bei den Vorurteilen sind, die da eigentlich im Fall der Spanier und der Kölner Domplatte keine sind. Denn die Zahlen belegen, dass sich da sich da überwiegend das fahrende Volk an den Beutezügen beteiligt. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, da ist man ein geduldeter Gast in einem Land und dann hat man nichts anderes im dunklen Sinn, als seine sozialen Zuwendungen aufzustocken. Das ist doch die gleiche Geschichte wie mit XY und den ungelösten Fällen.

Nichts da, es hat nichts mit einer Fremdenfeindlichkeit zu tun aber die meisten Straftaten in dieser Nation werden nicht von den Damen und Herren aus den eigenen Reihen begangen ... und da fragt man sich doch so langsam, ob da in den östlichen Staaten die BRD als Selbstbedienungsladen in den Reiseführern angeboten wird? Oder wie erklären Sie sich die Zunahme der Einbrüche von den osteuropäischen Banden?

Sogar hier in unser verschlaffenes Nest haben diese schon den Einzug gehalten und wir haben einen neuen Trend in die Richtung des Handtaschenraubes zu verzeichnen. Und das in einer 80.000 Seelengemeinde, wo eigentlich jeder einen jeden kennt oder zumindest schon einmal gesehen hat. Jetzt ist es aber auch so, dass selbst ich nicht mehr auf die Sirene des angrenzenden Sportheimes reagiere, denn diese hatte schon derart häufig einen Fehlalarm, dass ich mich sobald ich diese höre gepflegt auf die Seite drehe und weiter meine Träume nach der guten alten Zeit verfolge.

Ach ja, was war das doch schön, als wir noch jeden Ede hier am Ort kannten und genau wussten was da los war, wenn da auf einmal für zwei Jahre die Wohnung des Nachbarn über einen Leerstand verfügte. Da wusste man noch, wer da den Opferstock der Kirche geplündert hat und wer wem einen auf die Zwölf gegeben hat. Ach ja, die guten alten beschaulichen Zeiten ... und jetzt höre ich im Geiste wieder eine Person, die da denkt das ich der rosarote Meckermann der Nation bin. Aber es war nun einmal vieles besser und bewusst sage ich nicht, dass alles besser war, was da in frühen Zeiten die Menschheit terrorisiert hat ...


Können Sie sich denn noch daran erinnern, als Sie mit dem Kettcar und der Milchkanne auf dem Schoss zu Tante Emma gefahren sind, um den frischen und kalten Liter des weissen Kuhgoldes zu holen?
Sehen Sie ... und da setzt bei Ihnen doch auch die Sehnsucht der Nostalgie ein und vor allem sehne ich mich nach diesem Geruch der Läden in der Frühzeit, als es noch keine Mc Donalds Duftaromen gegeben hat, die da durch die Dunstabzugshaube geschickt werden. Da roch es auch in der Bäckerei noch nach dem frischen Brot und da musste man für dieses auch noch keine 10 D-Mark auf den Tisch legen. Oder erinnern Sie sich noch an die alten ersten Kaufhäuser, wo man dann von der Marmelade bis zur Unterwäsche alles aus einer kaufmännischen Hand bekommen hat. Und sogar für das leibliche Wohl wurde da gesorgt und wann immer man an die Plätzchentheke kam, hatte Tante Käthe eines in der Zange zum kostenlosen Verzehr. Oh was habe ich dieses Buffet in dem Karstadthaus hier am Ort geliebt. Ob man nun Lust auf das Wiener Schnitzel mit dem Rahmgemüse hatte oder einem der Sinn nach der frischen Herrencreme oder diesem gekochten Pudding mit den frischen Beeren darauf ... lecker sage ich da nur ...

Lecker ... da fällt mir noch eine Sendung des WDR ein, über die ich am gestrigen Abend gestolpert bin. Dabei geht es um die Rettung der Familienrezepte und was soll ich sagen ... in den ersten Sekunden verspürte ich noch diverse Gelüste nach diesem und jenem Kalorienbömbchen aus den Haus Fanny aber nach dem dort die Roulade aus Black Beauty gereicht wurde, da war Schluss mit den Geschmacksfäden in meinen Mundwinkeln. Nein, ich kann Hottehü nicht essen und ich weiss, dass auch ein Rind oder Schwein die gleichen Emotionen wie das Pferd hat aber irgendwie ... Pferd ... nein danke. Zu mal selbst der Sternekochleiter da seine Probleme hatte herzhaft in die Roulade zu beissen und wenn ich das gewesen wäre, dann wäre ich auch ohne das schockemölsche Barren über die Tische gesprungen ...