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Offener Brief an Boris Becker ...

04.03.2012

Biete Niere, suche Bestatter ... oder so ähnlich könnten doch in der nahen Zukunft die Kleinanzeigen aussehen, oder?

Jetzt soll ja jeder Bürger einen sehr einfach gestrickten Fragebogen erhalten, in dem dieser mit einem schlichten JA oder NEIN die Frage beantworten soll, ob nach seinem Ableben oder bzw. unmittelbar davor die Ersatzteilspezialisten zum Einsatz in den eigenen epidermischen Wänden kommen dürfen ...

Natürlich benötigen wir mehr Organspender und eigentlich dürfte der Mangel an diesen gar nicht existieren, denn in jeder Sekunde des Tages verlieren Menschen ihr Leben. Grundsätzlich habe ich auch überhaupt nichts gegen die Entnahme meiner Netzhaut oder wenn die Damen und Herren in den grünen Kitteln die Auffassung vertreten, dass Herr oder Frau Hübbelpüpp noch ein paar Gläser mehr auf die Leber kippen kann, wenn diese durch meine ausgetauscht wurde aber bitte schön, wir leben doch im Zeitalter des "gebens und nehmens" und da erwarte ich schon eine Gegenleistung, wenn ich da etwas aus meinem Körper zur Verfügung stelle und damit nicht nur das Leben eines Menschen rette, sondern auch die Kassen entlaste. Eigentlich verdienen doch derzeit an den Transplantationen diverse Institutionen. Jene die die Teile entnehmen, die Transportunternehmen der lebendigen Fracht und jene, die die Ersatzteile wieder einbauen. Sehen Sie ... und da fehlt mir einer in der Finanzkette ... nämlich ich selber oder wahlweise Sie, wenn Sie der Entnahme zustimmen.

Also mindestens kann man doch erwarten, dass es eine Preistabelle gibt, bei der Entnahme der Niere ... da gibt es die bronzene Vase für das Grab, bei Niere und Leber den Sarg dazu und wenn dann auch noch die Augen und eventuell die Füsse oder Hände dazu kommen, dann wird das doch ein bestatterisches Festival, oder?

Oder nehmen wir doch die Zahlen der Versicherer, denn diese haben doch für jedes Körperteil eine exakte Berechnung. Na was denn, was denken Sie denn wie häufig da im Rahmen des Ärztepfusches die Gerichte gefordert sind und bei diesen Streits um das Schmerzensgeld, gibt es doch Tabellen. Ein Fuss kostet so um die 2000 EUR, wenn dieser anstelle des Blinddarms entfernt wurde und wenn mich nicht alles täuscht, dann kostet ein Menschenleben im Komplettpaket in diesem Land so um die 80.000 EUR. Mir liegen da nämlich konkrete Zahlen eines Autoren vor, der noch in diesem Jahr bei uns die Geschichte um die nicht erkannte Thrombose bei der verstorbenen Ehefrau veröffentlichen wird und diesem wurde nach dem gewonnen Prozess um den vermeidbaren Tod seiner Gattin 80.000 EUR von den Richtern zugesprochen.

Ach was denn, in den USA wäre dieser bescheidene Herr jetzt ein gemachter Mann und zu dem ein abschreckendes Beispiel für die medizinische Innung. Aber wollen wir doch nicht den Faden verlieren, denn es geht ja jetzt um diesen Fragebogen mit der Spende der eigenen Weichteile ... bekommen denn dann auch die Hinterbliebenen eine Spendenquittung und dürfen diese Niere & Co bei der Steuer geltend machen?

Sehen Sie, so einfach ist das nämlich nicht mit dem Machwerk der Frankensteins. Was ist denn dann mit den Sixt und Ohovens, die da nur die Hälfte an Eigenmaterial im Körper haben ... werden da das Botox und dieses Hyaloron recycelt bzw. aufbereitet und wieder verwendet?

Oh da fällt mir so eben etwas auf: Warum haben es die Forscher in den Laboren denn noch nicht geschafft, die Brüste zu transplantieren, um den Einbau der Gartenstuhlkissen in die Haut zu vermeiden. Die haben doch auch schon einmal einer Maus ein Ohr auf den Rücken genäht und da dürfte es doch kein Problem sein, wenn man auch Brüste nach dem Tode abnimmt und diese bei den Naddels annäht. Ist es um diese Toastbrotexmuse des Bohlens nicht enorm Still geworden, weder das diese sich im Magerwahn ablichten läßt, noch das diese auf irgend einer Pornomesse agiert. Was ist denn da nur los am stillen See?

Also, wie entscheiden Sie sich denn jetzt ... Auge gegen Vase oder verzicht auf Vase und alles bleibt da, wo es schon seit der Geburt sitzt?

Und wenn man hinter die Kulisse dieser Diskussion blickt, dann wird doch auch Ihnen klar, dass dieses nur wieder von den ungerchtfertigten Spritpreisen, dem Ehrensold, der griechischen Finanzspritze in das Fass ohne Boden und von der steten Erhöhung der Steuern ablenken soll, oder?

Glauben Sie denn, dass der Stein jetzt nur wegen des Prinzen Friso in das Rollen gekommen ist und weil es in den Niederlanden via Gesetz zum Ausbau der Ersatzteile kommt ... Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Friso nach London geflogen wurde und nicht in die Heimat, weil dort die Ethikkomission wahrscheinlich den Prinzen zum Ausbau freigeben würde ... wenn die Sache mit dem Gehirntod stimmen sollte.

Ach ja, sehen Sie, diesen Aspekt des Sachverhaltes hatten Sie gar nicht auf dem Schirm ... und dabei war doch der junge Prinz im besten Alter und ganz offensichtlich mächtig durchtrainiert, denn sonst hätte sich dieser doch bei der Lawinenwarnung der Gruppierung 4 nicht auf die Talabfahrt neben der offiziellen Piste eingelassen ...

Natürlich ist das eine menschliche Tragödie und keiner Familie wünsche ich solche schlechten Ereignisse, es sei denn diese tragen den Namen ... Ach ja, der dort Oben wird es schon richten ...

Aber irgend wie hatte ich die Katastrophen immer nur im Hause der Queen von England auf dem Schirm, wenn ich da an Diana und Fergie denke ... aber das da in dem Land des Käses auch nicht alles so Takko ist?

Obwohl, erst wollten die Niederländer den Claus ja nicht und als dieser dann da war und endlich eingemeidet wurde, bekam dieser diese Depressionen. Dann machte der alte Gatte der Juliana mehrere Sprünge ausserhalb des Palastes und zeugte diverse Kinderlein fernab des Hofprotokolls. Prins Pilsje wurde geboren und die Thronfolge war geregelt und da dieser wohl dann irgend wann bei dem Heineken die Maxima erblickt hat, wurde auch schnell geheiratet. Wer wollte da schon wirklich wissen, warum die Eltern der Braut nicht geladen waren ... eigentlich war das doch auch lächerlich, mit dieser Tätigkeit des Vaters zusammen mit einem Diktator in Argentinien ... und dann folgte auch noch eine Geschichte mit irgend welchen Häusern in Kenia, die dann aber vom Parlament wieder zum Makler gesendet wurden. Also alles in allem, eine ganz normale Familie, oder?

Habe ich es nicht gesagt ... der Boris dackelt da gerade des Weges in die Pleite, bei dem Pulk an genmaterialistischen Zecken um sich herum. Das war doch nun wahrlich nur noch die Frage der Zeit, bis sich die ersten Gärtner wegen der nicht bezahlten Rechnungen zu Wort melden. Also ich habe da einen guten Rat für den Boris, weil so ein schlechter Zeitgenosse ist dieser gar nicht, sondern er hat einfach nur den falschen Umgang ...

Lieber Boris Becker,

hiermit möchte ich Ihnen mein ehrlich und aufrichtiges Mitleid aussprechen, denn das Sie in diese Situation gekommen sind, dürfen Sie all den langen Nasen unter dem Miamischen Patchworktannenbaum danken.

Denn diese Babsis, Ermis und wie die Tanten alle heissen, haben Ihnen so langsam aber sicher das finanzielle Licht ausgeblasen. Aber ich bin mir sicher, dass gerade die ehemalige Profiteurin der ersten Stunde jetzt für Sie die Putzstelle im Macys auf der Palmeninsel in Miami annehmen wird, um den Karren aus dem medialen Dreck zu ziehen, in den diese Sie vor Jahren hinein gezogen hat. Und vielleicht erbarmt sich ja jetzt auch einmal einer der Erzeugnisse aus Ihrem Racket, für Sie in die Hände zu klatschen und den Beach mit dem Arbeitsplatz zu tauschen, um dem Vater den Unterhalt zu ermöglichen, den Sie diesen seit Jahrzehnten ermöglichen.

Wissen Sie, auch wenn es derzeit nicht in Ihren Kopf will aber das Übel Ihres Unterganges liegt näher an Ihnen oder auf Ihren Kontoauszügen, als Sie dieses anerkennen möchten. Denn um Sie herum haben sich in den Jahren derart viele Zecken versammelt, die einzig und alleine nur Ihre Gutmütigkeit und Ihr Verantwortungs-bewusstsein ausgenutzt haben. Öffnen Sie doch bitte gerade jetzt in dieser Situation die Augen und beobachten Sie doch das leise davon schleichen schon einmal, denn so leid es mir auch tut aber Sie können sicher sein, dass die Damen sich alle dann vom Acker machen, wenn das Pfandsiegel an Ihrem Türschild klebt.

Und auch wenn es schmerzt und Sie nicht erkennen wollen, dass die ganze kohleziehende Truppe um Sie herum noch niemals etwas für Sie getan hat rate ich Ihnen, genau in diesem Moment mein Lebensmotto: "verabschiede und genese", denn zu einem Plus auf dem Konto kommen Sie nur dann wieder, wenn jetzt der Pulk an Zecken aus Ihren Kontoauszügen verschwindet.

Ja, es ist Zeit für eine Selbstreflexion und für die Abrechnung mit denen, die Ihnen da die Suppe eingebrockt haben. Sind Sie doch ehrlich, so richtig leiden können Sie doch die Babs auch nicht mehr, seit diese Sie vor Jahren in den Staaten vor den Kadi mit den vielen Kameras geschleppt hat und Ihnen derart viel ungerechtfertigte Kohle aus den Taschen gezogen hat ... und das, obwohl diese doch hätte locker selber arbeiten können ... Oder diese Tante aus der Putzkammer oder von mir aus auch aus dem Treppenhaus. Der hätte ich den Richter wegen Samenraubes und Vorsatz auf den Hals gehetzt. Und dann die anderen Lillys, die da nur den Ring am Finger tragen wollen, weil Sie den Eindruck des Goldesels machen, der da niemals in die finanzielle Schieflage gerät ...

Nein, es ist kein Zynismus, sondern ich verfolge Ihr Leben seit Jahren mit einer grossen Portion des Mitleides, denn das Sie nicht um Ihre Person, sondern ausschliesslich um Ihren Geldbeutel gemocht wurden, schmerzt mich. Eigentlich sind Sie ein ganz taffer Zeitgenosse, der sicherlich mehr Geld verdient hat, als die Babsis und wie da alle heissen es jemals mit ihren Schmuck- oder Yogakreationen geschafft hätten. Sie waren der erste Sieger auf dem heiligen Rasen und die Welt stand Ihnen offen aber der Griff in das Klöchen blieb Ihnen leider nicht erspart. Und Kinder hin oder her ... die Familie ist keine Wahlverwandtschaft und ich schätze Ihre Loyalität gegenüber der Sippe aber wie gesagt, diese haben für Sie noch niemals etwas getan. Und wenn Sie jetzt den grossen Sparplan entwerfen, dann bitte streichen Sie als ersten Akt diese Nummer mit dem Spreadshirt-T-Shirt-Design des lockigen Ablegers, denn damit verdient man gerade einmal eine Tankfüllung für den vom Vati gesponserten Geländewagen ...

Liebe wohlwollende Grüsse aus dem Land in dem die Tauben nicht vom Beckerschen Himmel an den Beach in Miami fliegen

Nicoletta