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FAZ & SZ ... oder wie man nach den Perlen im urheberrechtlichen Molloch taucht

04.04.2012

Sodele, jetzt hat also der VERDI-Wahnsinn auch unsere Stadt ereilt, denn die 6% der Erhöhung der Flocken im öffentlichen Dienst wird dann auch hier wieder einmal von uns bezahlt. Ja, die Müllgebühren und die Dienste der Samariter werden jetzt erhöht ...

Was will uns der Autor damit sagen ... na das Sie bitte an Ihre EC-Karte in der Tasche denken, wenn Sie da irgend wann einmal mit der roten Minna und dem blauen Licht auf dem Dach in ein Gebäude verfrachtet werden, wo man sich auch schon mal gerne den MRSA-Virus einfängt.

Sie halten das für einen schlechten Scherz, na dann haben Sie aber sehr lange Zeit schon kein Haus der Kranken mehr als Insasse besucht. Natürlich ist das auch etwas das ich Ihnen nicht wünsche ... mit vielleicht der einen oder anderen Ausnahme ... aber so absurd ist das mit der EC-Karte nun wahrlich nicht, denn der Schritt von der Privatversichertenkarte zur schwarzen American-Express ist nicht so gross, wie Sie denken, denn wer in diesem Land noch den besten Arzt an seinem Wehwehchen wissen möchte, der muss schon mit mehr daher kommen, als mit der lapidaren AOK oder Agebtur für Arbeit-Karte.

Noch sehr gut erinnere ich mich an dieser Stelle an ein Essen bei einem zum Glück nicht mehr existiernden Italiener. Holymoly, da hätte der mich dort Oben doch fast in den Engelchor geholt und ich würde da entspannt den Nespresso auf der Clooneyschen Wolke schlürfen ... Hallo Nespresso, wann kommt denn endlich das kleine Werbepräsent aus Eurem Hause, wo ich Euch doch schon so oft erwähnt habe ...

Das war so ... um mal kurz die Kaffebohnen in die Ecke zu stellen ... wir waren zum Essen bei die kleine Mann aus little Italy und wenn man schon den Weg in die zur damaligen Zeit noch rauchenden Lokalitäten antritt, dann will man sich ja auch verwöhnen lassen. So wurde erst einmal das verölte Gemüse alias Anti Pasti ... und ich sage Ihnen, da war der Name das Programm ... Anti, Sie verstehen?

Also, den Gemüseteller als Einstieg, dann das dünn gesäbelte Schweinefleisch mit dem Salbei und dem Schinken in der schmetterlinshaften Mitte und als Highlight des Abends noch ein ein am Tisch aufgeschlagenes Ei aus dem Kupfertopf mit weissem Wein darin. Nie wieder in meinem Leben werde ich mir eine Zabaione einverleiben, denn diese hätte mich wie gesagt fast in das Land der nicht vorhandenen UTC-Zeit befördert ...

Erst wurde mir ein bischen schwummrig, dann drehten sich auch die Teller auf dem Tisch und zu diesem Szenario gesellte sich der Reiz des Zäpfchens im Hals ... also ergriff ich die Flucht durch den Hintereingang des Hauses, um mich all der Dinge zu entledigen, die da inzwischen auch meinen Kreislauf in die Knie zwangen. Und was dann mein Astralkörper mit mir für einen Eiertanz veranstaltete, möchte ich Ihnen doch lieber in allen Details mitteilen. Also, Übelkeit, Kreislaufschwäche und das sichere Gefühl dem tod näher zu sein, als der Sensemann. Und was sich hier so mir nichts, Dir nichts anhört, war der echte Todeskampf nach dem Verzehr eines schlechten Eies und der nicht wissenden Allergie auf das Produkt aus dem Hühnerpopo.

Das hat sogar einen Namen, dieser Nahtodzustand ... Schock ... Anaphylaxie ... genau, Anaphylaktischer Schock oder in der Kurzform könnte man auch sagen, der Weg zum Himmelstor mit gefülltem Bauch. Wussten Sie das man daran tatsächlich sterben kann?

Zum Glück hatte ich ja meine Krankenkarte vergessen, denn der Samariter der hypokratischen Eider fragte mich ständig nach dieser, während ich die Dioden auf meinen Brustkorb bekam und die Sauerstofffmaske auf mein Gesicht gelegt wurde. Und wenn Sie jetzt denken, dass mir diese Frechheit auch so kurz am Rande vor dem letzten Atemzug egal gewesen ist, dann muss ich Sie enttäuschen, denn ich habe mich derart auf der Pritsche in der roten Minna ereifert, dass mir zum guten Schluss fast noch die Zwangseuthanasie verabreicht worden wäre.

Na was denn, egal auch wenn die Pumpe und der Rest drum herum schlapp machen aber wenn da etwas zum Himmel in der Welt stinkt, dann raffen sich auch meine allerletzen Lebensgeister auf, um zur Revolution aufzurufen. Jaja, natürlich wurde mir diese Aktion des Doktoren hinter her damit begründet, dass man nur wollte das mein Kreislauf in Schwung kommt, weil ich mehrfach das Bewusstsein verloren haben soll ... aber die können einem ja viel erzählen, wenn man da erst auf der kalten Schlachtplatte im Kofferraum liegt und einem das weisse Hemd mit dem freien Gesäß gereicht wird ...

Der Kracher war also zum Einen die Sache mit der Forderung der Krankenkassenkarte und der andere Oberkracher war dann die Tatsache, dass die italienischen Damen und Herren des italienischen Nirvanalokales mit den faulen Eiern sich auch noch erdreistet hatten, die mit mir speisenden Gäste nach der Bezahlung meines Menus zu fragen und diese auch zu kassieren, während der Notarztwagen noch vor dem Lokal stand und meine Person reanimiert wurde. Sie denken das ist ein verspäteter Scherz zum 1. April ... von wegen, dass ist vor sagen wir einmal 15 Jahren exakt so geschehen und da wundern Sie sich, dass ich mir jetzt habe das Weissweinschaumcremeessen von dem Produkt des geschmeidigen Hühnerpopos abgewöhnt habe?

Oh ja, da fällt mir noch etwas ein ... in der letzten Woche traf ich die Jacqueline an der Tankstelle und während wir einen kleinen Klönschnack veranstalteten, fuhr unser Hausbestatter mit seinem neuen Leichenwagen auf den Hof. Natürlich ist man inzwischen per Du ... nach den vielen Toten der letzten 5 Jahre hier im Hause ... und wir dann unser Bestaunen zu seinem neuen Gefährt bekundeten kam mir die Idee, mir das Gefährt doch einmal aus der Nähe anzusehen, denn schließlich drehen Sie und ich am Ende des Tages auch irgend wann einmal eine Ehrenrunde mit dieser Karre. Gesagt, getan und Theo öffnete die Klappe des grossen Bullys ...

Haben Sie schon einmal bei vollem Bewusstsein einen Blick in ihr letztes Fahrgeschäft des lebensendenden Rummels geworfen?

Natürlich hatte ich was zu meckern, denn mir fiel sofort auf, dass da die Dolbysouround-Anlage in der rollenden Kühlkammer fehlt. Ach was, dass ist eine geschmacklose Sache, wenn man da die Ohren voll bekommt, während man zur Leichenhalle gefahren wird ... Ich höre schon mein Leben lang Musik der diversesten Richtungen und ein Auto ohne Lalla ist für mich, wie das Verreisen bei einem Streik der Fluglotsen. Das tut nicht und wenn ich, lieber Theo bei Dir auf die Rückbank muss, damit Du mich nach der Waschung in den Kühlkeller befördert, dass muss es aber krachen da aus dem Ghettobluster. Da sage ich doch nur ... so als kleiner Tipp für den Fall der Fälle: "I want to get away ... I want to fly away ..." Zu beziehen ist diese melodische Komposition bei dem Inhaber der Urheberrechte ... Lenny Kravitz, denn man muss jetzt verdammt aufpassen, was man in diesem Land schreibt, um ja nicht die Rechte eines Dritten zu verletzen ... gell lieber Guttenberg und liebe Perlentaucher da draussen ...

Die Perelentaucher Verleger haben einen Prozess verloren, den die FAZ und die SZ angezettelt haben und zwar hatten diese wohl Rezensionen aus ihren Käseblättern bei den Perlentauchern entdeckt und was machen um die Existenz bangende Zeitungen, wenn diese neue Geldquellen erschliessen möchten?

Genau, Sie suchen nach der Nadel im literarischen Heuhaufen und klagen ... Vor allem scheint diesen veralteten Medien auch wohl Facebook und Co ein Dorn im Auge zu sein, denn wozu soll man sich überhaupt noch die Druckerzeugnisse für Geld kaufen, wenn man diese doch auch ohne Zahlung aus dem weltweiten Netz ziehen kann? Und wissen Sie was mich an diesem Fall dermaßen ärgert?

Es ist doch so das gerade Zeitungen von den Aussagen oder Bekundungen des Dritten leben, denn wie oft zitieren gerade diese andere Personen oder erdreisten sich des Wortdiebstahles ... Meinen Sie das ich da vor einen Richter ziehe und für einen Anstieg der Aktenberge auf den 6%-Lohnerhöhungsschreibtischen sorge. Wenn schon klagen, dann aber auch nur dann, wenn sich die Sache lohnt. Ach vergessen Sie doch ihr Urheberrecht, wenn Sie wollen das man über Sie spricht ...