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Offener Brief an die Niederlande ...

19. & 20.07.2012

Nein, nein, nein und nochmalig NEIN ... es liegt nicht an mir oder meinem fehlenden Arbeitseifer das da am gestrigen Tage die Seiten leer geblieben sind ... verdammt noch einmal, entweder liegt es an den seltsamen Magnetfeldern oder an dem bevorstehenden Weltuntergang ...

Aus irgend einem mir nicht erschliessenden Grund will dieses Wlan einfach mit seiner Arbeit nicht beginnen und wahrscheinlich ist es auch mehr als müßig darüber zu spekulieren, warum dieses so ist aber der Fakt ist doch der, dass die Welt und scheinbar die Natur völlig aus dem Takt sind. Nix da, ich werde mich zu dem Wetter dieses letzten Jahres unseres Daseins nicht mehr äussern, denn es fällt mir auch nichts mehr zu dem Chaos da Draussen ein. Der Petrus hat ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank, dass der da unaufhörlich diesen Terror vor der Himmelspforte lostritt. Ach ja, was ist das nur für ein bescheidenes Jahr in diesem Jahr. Also ich für meinen Teil kann mir nicht helfen aber ich kann einfach nicht an den bevorstehenden Untergang dieses Planeten glauben.

Nein, dass hat auch nichts mit der menschlichen Gabe des Verdrängens zu tun, sondern ich glaube einfach weder an diesen Inka oder Milka - Humbug, geschweige denn an die Glaskugel des Nostradamus, denn wann und wie die Erde den Abgang machen wird, entscheiden doch wohl eher all die Syrer und jene Kadetten, die da einfach nicht in Frieden leben wollen. Und warten Sie es nur ab, in nicht allzu ferner Zukunft wird der erste Geisteskranke den Knopf für den Start der zweiten Atombombe drücken. Na was denn, so ein Absurdum ist doch diese Vorstellung nun wahrlich nicht und vor allem sollte man sich einmal Gedanken dazu machen, welche Torfköpfe da alles über nukleare Waffen verfügen. Sie müssen nur nicht dem Glauben erliegen, dass da nur die klugen Köpfe über solche Waffen verfügen, denn leider ist es ja nun auch amtlich, dass die Herren einen niedrigeren IQ haben und wer zündet in aller Regel die Waffen und ist für den Streit am Nachbarzaun verantwortlich?



Glauben Sie denn etwa an die Weissagungen diverser Propheten, die da besagen das Sie und ich sich über die Stromerhöhung im nächsten Jahr garantiert keine Sorgen mehr machen müssen?

Fatal ist ja nur die Sache, wenn Sie denn da tatsächlich an den Weltuntergang am 21.12.2012 glauben sollten ... was Sie denn dann nur machen, wenn Sie alles Hab und Gut auf den Kopf gehauen haben als gäbe es eben den besagten nächsten Morgen nicht und dann man Ihnen der Inka oder eben Nostradamus einen Strich durch die Rechnung, weil dieser sich ... wie es mir so oft passiert ... im Datum vertan hat?

Sehen Sie, dann stehen Sie da nämlich mit dem angenähten Hals vor dem Bahnhof mit den geklauten Koffern. In der heutigen Zeit weiss doch ein jeder, dass das Einzige was wirklich noch verlässlich ist, nur der Steuerbescheid und die Preiserhöhung diverser Güter ist. Ansonsten können Sie doch im Zeitalter von Bites und Megabites alles andere verlässliche getrost vergessen. Wer ist denn in diesen Tagen noch wirklich und ehrlich verlässlich, können Sie mir das einmal sagen ... ausser mir natürlich, denn so langsam bekomme ich den Eindruck, dass nur noch ich die alten Tugenden pflege?

Natürlich weiss ich auch das zumindest dann noch alles funktioniert, wenn irgend einer etwas von einem will, denn dann scheint es diese Oberflächlichkeit wohl nicht zu geben und da fällt mir doch sogleich eine Geschichte ein, die mich in diesen Tagen fast stündlich auf die Palme bringt und ich dann über 50 Minuten in der Stunde damit beschäftigt bin von dieser herunter zu klettern. Und das jetzt schon seit mehr als einer Woche, denn ich kann Ihnen nur einen Rat in diesen Zeiten geben ... verleihen Sie nichts ... und da habe ich jetzt nicht den Herrn Liedke oder die Frau Heß im Auge ... sondern den Knilch, der sich da hat vor einem Jahr einen fahrbaren Untersatz von mir geliehen. Jetzt weiss ein jeder der mich kennt, dass ich meine Sachen schon ziemlich pingelig pflege und demzufolge ist es so, dass wenn jemand etwas von mir bekommt, dass dieses in einem astreinen Zustand auf seinen Weg geht. Jetzt gibt es ja bekanntlich viele Varianten des Leihens und sicherlich sind da auch einige Kadetten unter Ihnen die sich alles vergüten lassen, was diese da so tun ... aber dazu zähle ich nicht und daher habe ich weder eine Leihgebühr oder gar verlangt, dass da die Versicherungsprämie übernommen wird. Einfach nur so, wie das unter Freunden üblich ist, wenn da einer in der Not und der andere über den Notnagel verfügt.

So weit, so gut ... das Jahr ist um und nicht nur das ich da mindestens 3-mailg an die Tür klopfen musste, um das Gefährt zurück zu bekommen erzeugte meinen ersten nichtsahnenden Unmut, sondern die wahre Freude auf meiner Seite kam erst auf, als ich das ehemalige Glanzstück wieder zurück bekommen habe bzw. dieses selber abholen musste ... Von wegen, wenn ich die Person gewesen wäre, die da Kostenlos über 365 Tage hätte etwas ausgeliehen, was da in einem Top-Zustand gewesen ist, dann hätte mein Gegenüber dieses aber in EXAKT dem gleichen Zustand zurück bekommen.

Jajaja, ich weiss, ich gehöre da zu den Dinos in der Menschheit aber ich kann nichts dagegen machen, denn ich bin so geprägt und erzogen worden. Bevor Sie jetzt rätseln und nicht verstehen, warum ich da ständig auf der Pflanze mit den Nüssen hocke ... das Gefährt war angerostet ... OK, es war nur Flugrost und die Praktikanten der letzten Woche haben den Tag des Polierens ja auch mehr oder minder genossen ... aber das die Kiste nur über einen Kickstarter zu zünden ist und weder der automatische Anlasser, geschweige denn das der Tank funktioniert ... oder was könnte sonst der Grund gewesen sein, dass ich mein eigenes Gefährt nach über einem Jahr ohne den gefüllten Tank oder die funktionierende Zündung abholen muss ... ja, sehen Sie, da würden Sie auch mehr Zeit auf der Palme als am Boden verbringen. So macht man das einfach nicht und was lehrt mich das an diesem trügerischen Tag im Juli 2012?

Eben, der Undank ist noch immer der Welten Lohn und daran wird sich wohl nichts mehr ändern, geschweige denn das da noch solche Benimm-Dinos nach mir den Erdball bevölkern ... ja, verdammt, ich bin sauer und zwar nicht nur ein bischen, sondern schon ein bischen mehr ... und das doch wohl mit Recht, oder was würden Sie sagen?

Von den kleinen Katastrophen aus der Welt der Nicoletta nun zu einer Geschichte die ich derartig absurd finde, dass ich diese nicht glauben würde, wenn ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Wieder einmal betrifft es die Gestalten aus dem Land mit der wahrscheinlich längsten Praline der Welt ... Nicole, was soll der Quatsch jetzt ... ist es nicht furchtbar wie einen die Werbung ganz unterschwellig manipuliert ... die längste Praline ... Holymoly, dass schreit doch sehr nach der beginnenden Demenz ... also nicht der längsten Praline der Welt, sondern der längsten Fahrschulen der Welt. Wie, Sie wussten nicht das in den Niederlanden der Führerschein bzw. das Machen dessen so um ein Jahr dauert?

Von wegen, dass ist nicht wie in Hollywood wo man einmal mit dem Fahrlehrer auf der Rückbank um den Block fährt und schon gehört man zur Innung der motorisierten Amis. Nein, im Land von Beatrix, Willem und Alexander dauert der Kladeradatsch um die Papiere ein Jahr und da sie im Land der genmanipulierten Tomaten auch niemals erlernen, dass ein Gaspedal auch tatsächlich bis zum Anschlag gedrückt werden darf ... by the way ... gibt es eigentlich überhaupt einen niederländischen Autobauer?

Wenn ja, dann sollten diese vielleicht so langsam einmal damit beginnen den Kick-Down in die Wagen einzubauen, denn für welche Nation wäre dieser kleine Knopf nicht angebrachter, als für jene ...


Es war nämlich so, dass ich an einem verregneten Tag vor ca. 48 Stunden den Weg zu unseren Nachbarn angetreten habe, um dort diverse Sachen für das Büro einzukaufen. Doch, doch, die Büroartikel sind dort wirklich günstiger und in keinem Laden dieses Landes finde ich diese Art der Reinigungsmittel ... Sie wissen schon diese bösen Mittel, die hier im Land der grüne Umweltengel eliminiert hat, weil diese da angeblich nicht so gut mit Scholle, Seelachs & Co harmonieren würden ...

Also ... gesagt und demzufolge dann auch getan habe ich da den Weg in die Tulpennation angetreten und während ich da so gemütlich mit 190 Sachen auf der 3-spurigen freien Bahn meine Kreise ziehe, erblicke ich in der Ferne auf der freien linken Bahn ... soll heissen, dass tatsächlich nur zwei Fahrzeuge auf der ganz rechten Spur fuhren und ansonsten herrschte die gähnende Leere ... Ach ja, Sie haben es sich schon gedacht, dass da scheinbar nicht nur ein dringender Bedarf an Kick-Down-Knöpfen unter dem Gaspedal besteht, sondern auch zwingend eine Reform in der Akkustiker-Innung von Nöten wäre ...

Wie sich später heraus stellte, hätte mir alleine schon der Hut auf der Ablage signalisieren müssen, dass da der erste Fahrschüler der Nation am Steuer sitzt ... Sie verstehen, der allererste Schüler seit Einführung des Führerscheins. Opa Jans oder Piet hatte also auch für sich die linke Spur mit seinen schlappen 70 km/h entdeckt und da ich schon ahnte das dieser wahrscheinlich meine Lichthuppe aus der Ferne nicht erblicken wird untermauerte ich mein Anliegen zusätzlich mit dem Betätigen der Hupe. Aber was machen Sie, wenn da weder die Augen noch die Ohren der Inspektion unterzogen worden sind und Sie dann diesen Anflug des Nostradamus erleben der ihnen da leise in das Ohr flüstert, dass das gelbe Kennzeichen nicht an die Seite gehen wird?

Genau, und das war dann auch die einzige Alternative, um nicht schon vorzeitig mit der Harfe unter dem Arm auf der Wolke 7 zu hocken. Nur hätten Sie denn auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt, dass der Opi dann scheinbar doch aus der Ferne hat etwas blinken sehen aber da seine Reaktionsfähigkeit ebenfalls die gleiche Verzögerung aufwies, wie der Beitritt der Türkei zur EU ... das kann man doch nicht erahnen und so kam es wie es kommen musste.

Denn in der Sekunde wo ich auf die rechte Spur gewechselt habe, um den fahrenden Hut auf der Ablage zu überholen bzw. um zu vermeiden, dass ich meine Reise in seinem Kofferraum mit der Harfe in der Hand fortsetzen muss, tat dieser exakt das Gleiche und zwar wie es sich für einen pflichtbewussten Niederländer gehört ohne das Betätigen des wahrscheinlich auch nicht vorhandenen Blinkerhebels. Ja, ich sage Ihnen, da kommt mit fast 200 Sachen auf dem Tacho die wahre Freude auf und immerhin weiss ich jetzt seit dem schnelldurchlaufenden Film meines Lebens, wer mir da damals derartig im Kindergarten gestunken hat ...

Natürlich ist die Sache gut ausgegangen, denn sonst würden Sie ja diese Zeilen nicht lesen aber nachhaltig hat mich meine Vollbremsung auf dem Grünstreifen dann doch derartig beeindruckt, dass ich mich faktisch genötigt sehe unseren Nachbarn da einen offenen Brief zukommen zu lassen ...



Liefje Niederlandjes ant all die andere Köppjes mit die gelbe Schildjen an die Auto,

et is so, datt wiej heben in unser Land nok keen Verbot för die snelle Fahren van die Brommbromms ant die andere Dingetjes mit die Räder darunter. Also mutt Du okk geben Gas, wenn die Blinkiblinki-Mann mit die snelle Auto da kommt van Achtern oder Du mutt machen die Fliege in die Tulpenfelder, denn bie uns in datt Land and bie unsere Brummbrumms wei hebben ein Knöpken under die Pedal mit da wie können so schnell fahren, wenn die Käsemann mal nicht kommt an die Seite oder in die Klumpen. Und wenn da die Mann mit die weisse Schilderkes kommt van die andere Kante, dann hat die Mannetje mit die Klorolle auf die Ablage to bleiben auf sinne Spur oder julie mutt greifen na die Hebel an die Lenkrad, watt da okk macht Blinki-Blinki.

Aber julie kann niet einfach so mal wesselen die Spur, wann da van Hinten kommt die Tante van die Vettel oder die Schumacher-Brüder. Meine Liefjes uit die Land van die Tulpen, die Tomatjes and die Heineken Bier ... warum bleift Du niet einfach allene in die eigen Land and wann Du meinst da Du wills kommen na Duitsland, dann mak doch den Trip mit die Kartjes van die Bimmelbahn oder nimm die Fietse und fahr mit die Fahrrad na die Land wo die Führerschein is gemakt in die Schule för die Autos ant niet för die Schippjes.

Bedankt meine Dames ant Herres ant wenn wei uns mal wieder mutten begegnen uff die Straat, dann do mir einen Gefallen ... mak dich von die Acker und datt meine ikk niet weil ikk die Niederlandjes niet leiden kann, sondern weil ikk niet Lust habe in die nahe Zukunft zu spielen mit die Harfe oder mit die Feuer ...