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Spinner ... nichts als Spinner ...

07.02.2013
 
Na BRAVO ... Prima ... Toll ... Sie haben es endlich kapiert, dass die Masse nicht an einem jeden Samstag schunkeln möchte und in der Folge heisst das hoffentlich bald für uns alle, dass da weder der Hinter- oder Vorderseher durch den Nebel der Carmen schaut. Jaaaa, die Volksmusiksendungen sollen endlich abgeschafft werden und wenn Sie mich fragen ist das die beste Entscheidung, seit der Eliminierung des blauen Bock´s ...
 
 
 
Natürlich weiss ich das die Bevölkerung immer mehr veraltet aber denoch wachsen doch die Geschmäcker mit ... oder glauben Sie etwa das der Campino von den Toten Hosen oder gar der Keith Richard da in der nahenden Zukunft vor dem Volksempfänger im Pflegeheim hocken und sich den Musikanten-Stadl reinziehen?
 
Also, es gibt ein Licht neben den zwei Planeten, die da wohl schon viel länger über eine lebensfreundliche Struktur verfügen sollen, als es unser blauer Planet tut ... Tut ... es macht immer Tut-Tut ... ganz laut immer Tut-Tut ... das kann man wohl nach dem gestrigen Chaos auf den Autobahnen in diesem Land getrost sagen ... 600 Kilometer lange Blechlawinen standen wegen des bischen an Schnee auf der Standspur und ist das nicht wieder einmal der Beweis dafür, dass da ein Grossteil der Kadetten einfach nicht hinter das Lenkrad gehören?
 
Es ist doch nur Schnee und kein Blitzeis und vor allem haben doch auch diese orangefarbenen Fahrzeuge mit der blinkenden gelben Lampe auf dem Dach eine Funktion ... das sind Streufahrzeuge und zugleich Schneeräumer und da darf man dann ruhig so viel Gas geben, dass da die Temponadel im Cockpit einen Ausschlag tut ... damit man selber inmitten des Staus diesen nicht bekommt. Das war ja nicht zum aushalten, dieses Geschleiche mit den langen Limousinen ...
 
 
 
Gutes Stichwort, diese Stretch-Limousinen, in denen da entweder der Berti oder der Kiez-Kalle zur Arbeit fahren oder sich ein paar halbwüchsige Spinner vor die nächste Bauerndisco fahren lassen. Oh je, ich konnte und wollte es gar nicht glauben, was mir da die Kids erzählt haben ...
 
Das ist wohl so, dass da im Besonderen zwei Kids einer Familie wohl mächtig einen auf die dicke Hose machen und wenn Sie denken das da die dritte Generation in aller Regel die traditionellen Familienunternehmungen zerstören und in den Ruin treiben, dann liegen Sie da wohl verdammt richtig mit dieser These, wenn man da hört das schon die 14-16 Jahre jungen Kidis da mit der Flasche Moét in der Kinderdisco sitzen.
 
Nein, dass ist kein Scherz, es gibt hier im Dorf echt Kinder etwas reicherer Eltern, die da ihr 5-er Zeugnis mit dem Champagner begießen und als wenn das als stilloser Akt noch nicht reicht, lassen diese sich auch noch mit solch einem Rotlicht-Gefährt vor die Bauerndiscothek fahren. Sage ich doch, da gebe ich den Kidis recht, dass ist peinlich und spricht doch wahrlich für den immer noch beliebten Satz eines Herrn hier im Dorf, der da immer sagte das man sich Stil einfach nicht kaufen kann ... peinlich, mein Gott ist das peinlich ...
 
 
 
Aber vielleicht liegt es auch an den Mannen der 2. Generation, wenn da solche Stil-Entartungen die Dorfgemeinschaft in Aufruhr versetzen ... denn der Apfel fällt doch in aller Regel nicht an den Stamm des Birnenbaums. Es sei denn das in den Birnen soviel Hohlraum im Kern ist, wie in der Frucht die uns da scheinbar die ganze Misere beschert hat. Sie erinnern sich an diese Geschichte aus dem Garten in Eden.
 
Nein, nicht Jenseits von Eden ... wir knallen Ihnen doch zu dieser frühen Stunde noch nicht den Steinbeck um die Ohren ... aber wie wäre es mit einem Henry Miller ... so kurze Zeit zwischen Frühstück und dem Mittagessen. Oder noch besser ... Charles Bukowskí ... Von wegen, den Erbeermund vom Kinski will doch jetzt wahrlich keiner mehr lesen, nach dem nun alle Welt weiss, was sich da hinter den Türen der Familie abgespielt haben soll. Der Hype um das Buch der Pola war ja wohl auch nur von der gleichen Dauer, wie der sang- und klanglose Wirbel um die Biographie der Bettina Wulff. Da versucht sich ja schon wieder ein Autor an dem der mit dem Wulff tanzt und wenn Sie mich als Verlegerin fragen, dann holt man sich mit solchen Aktionen doch eher die Pest in die Hütte und da ist doch die Zunahme des Altpapiers nicht mehr vermeidbar ...
 
 
 
Hellau und Allaf und was es da noch so gibt ... heute steht wieder das Pferd auf dem Flur und als wenn das noch nicht reicht, fliegen an diversen Stellen auch wieder die Löcher aus dem Käse ... es ist Karneval und für all jene unter Ihnen, die da genau so viel Lust auf diesen Budenzauber verspüren, wie ich es tue ... es gibt eine Lösung für das Problem und zwar ist das doch der optimale Zeitpunkt, um da einmal den Zauber der Reflexion zu verspüren. Gehen Sie doch mal wieder in sich und lassen Sie alle Dinge einfach an sich vorbei rauschen und dann verschränken Sie die Beine zu einem Schneidersitz, ziehen die Arme durch die und schlagen die Hände im Nacken übereinander. Na woher soll ich denn wissen, wie Sie da diesen Knoten wieder auseinander bekommen ... OOOOOOOOOOMMMMMMMMM