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ALDI - STAATSFEIND No 1

18.11.2013
 
ALDI - Staatsfeind No 1 des deutschen Einzelhandels ... Meinen Glückwunsch zu diesem Titel und ganz am Rande sei dann auch noch erwähnt, ob diese Dekorationswellen eigentlich auch rechtlich vereinbar mit der Gewerbeaufsicht sind, denn so wie ich informiert bin, haben die Gebrüder Albrecht nur den Handel mit Lebensmitteln angemeldet ... oder?
 
Jetzt mal ganz ehrlich, haben Sie die allerneuste Beilage der ALDI´s gesehen und vor allem mal eine kleine Statistik im Geiste zu diesem angefertigt und genaustens betrachtet, wieviele Seiten da überhaupt noch dem Lebensmittel-Discount dienen? Sage ich doch, dass ist doch kein Supermarkt mehr, sondern die neue Fast-Food-Kette der Textil-, Dekorations- und Elektro-Innung. Wann macht denn mal einer ein grosses P vor das Treiben der Damen und Herren?
 
Pappalapapp ... natürlich sollen die ihre Nudeln und die fetthohe Fleischwurst zu Dumpingreisen aus der Ladentür schleudern ... ach ja, wissen Sie eigentlich um die Knebelverträge der Zulieferer ... das ist nicht der grosse 6er im Lotto, wenn man sich da zu dem Hoflieferanten der Aldi-Brüder zählen darf, denn wer da nicht die Spielregeln des aushungernden Produzententums beherrscht, der kann seine Paletten schneller wieder einpacken, als Sebastian Vettel in der Lage ist seinen Rennwagen zu fahren ...
 
Ja, es pieselt mich an, wenn da gnadenlos die Milch und Butter in den Hintergrund gerät und sich da der EDEKA, LIDL und K & K - Mann mehr und mehr auf die Non-Food-Artikel spezialisiert, denn die Folge dessen liegt doch auf der Hand ...?
 
Na was denn, der Einzelhandel stöhnt doch schon so unter der virtuellen Last der Online-Shops und wenn jetzt auch noch ein Discounter hingeht und alles aus einer Hand liefert, dann sind wir doch von den Geisterstädten nicht mehr weit entfernt. Und mal ganz ehrlich aber der Besuch in einem der ALDI-Häuser ist ja nun wahrlich nicht die Art des Einkaufsvergnügens ... oder finden Sie die Warenpräsentation aus den Kartonagen da etwa anregend? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass da der Kundenservice faktisch genn Null gerückt ist und man von dem allergrössten Glück sprechen darf, wenn man überhaupt eine Dame oder einen Herren antrifft, der einem sagt wo der schnurlose Drucker zu finden ist ...?
 
Nein, nein, nein es wird nicht besser und Sie dürfen sich auch nicht wundern, wenn da irgend wann einmal der Handel wie in Giessen beschliesst einfach alle Schotten dicht zu machen und dann die Auslagen in den Schafenstern der Innenstädte nur noch darin bestehen, dass dort ein Schild hängt ... ZU VERMIETEN
 
 
 
 
 
Mensch Meier ... und dabei sollte das doch so ein entspannter Montag werden und vor allem so schön gemütlich, denn Sie können innerhalb ihrer Winterdepression sagen was sie wollen aber diese Zeit des Jahres ist die gemütlichste, denn ich liebe diesen verklärten Himmel mit dem feuchtgeschwängerten Himmel und der verloren gegangenen Sonne unterhalb der Wolkendecke. Ja, es ist die Kerzenzeit und eigentlich ist es doch auch die Zeit, wo alle miteinander wieder Zuhause das Einigeln erproben und die kurzen Tage vor dem imaginären Kamin ausklingen lassen ...
 
Stellen Sie sich doch bitte vor das Sie aus einem unverschuldeten Grund in die Miesere geraten sind ... und das nur deshalb, weil da ein anderer Kadett Ihnen das Wasser abgegraben hat oder weil die Weltwirtschaftskrise einfach die insolventen Firmen-Lichter ausgeblasen hat und Sie verlieren Haus und Hof und sitzen über die Nacht auf der Strasse?
 


 
 
Ja, ich meine nicht den stimmungsvollen Mann unter der Brücke in Paris, sondern jenen der da wahrlich nur mit einem Pappkarton bedeckt die Nacht in der zukünftigen lausigen Kälte verbringt und dessen Jahreshighlight darin besteht, an der Weihnachtsfeier teilnehmen zu dürfen, die da der Frank Zander zusammen mit seinem Sohn und vielen anderen freiwilligen Helfern in einem jeden neuen Jahr auf die Beine stellt ...
 
Nicht schön diese Vorstellung der apokalyptischen Zukunft und deshalb sollten Sie sich nicht nur die Bilder aus den entfernten Katastrophen-Gebieten vor die alltäglichen Augen führen, sondern auch das ganze Jahr jene im Blick haben, deren Leben von der echten Armut hier im Land geprägt ist. Nix da, es ist doch total egal, ob der Mann mit dem einen Bein und dem zitternden Pappbecher in der Hand wegen der Kälte oder dem Entzug bettelt. Geben Síe ihm doch einfach nur einen kleinen Beitrag aus ihrer Knippe, denn glauben Sie mir, die echte Armut kennen wir nicht und bedenken Sie doch einfach, ob sie da nicht auch zur Flasche greifen würden, wenn die einzige Freude des Tages darin besteht den Flachmann unter der Brücke aufzudrehen ...