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#Zwiebelbutter

19.08.2015

Das ist ja ekelig ... Sie oder in diesem Fall meine Person, bestellen sich bei ihrem Bäcker des Vertrauens ein schlicht und nicht weniger ergreifendes Brötchen mit Käse ... ohne das Gemüse und die Remouladen-Sauce darauf, denn ein jeder der schon einmal ein derartiges Brötchen im Auto verspeist hat ... weiß um die Wirkung von Salat-Garnitur und eben besagter Sauce auf den Sitzen in einem PKW ...

Mal ehrlich, liebe Teig- und Käse-Innung des TO-GO ... Ihr wollt die Kundschaft doch verärgern, mit dem überschwänglichen Belegen der kleinen Backwaren. Kommen Sie, haben Sie jemals zuvor ein reichlich garniertes und verziertes Brötchen an einer Raststätte geordert und mit in den PKW genommen, um dieses während der Fahrt zu verspeisen?

Das sage ich doch, nicht nur das man eine Maulsperre erhält, man sieht danach auch aus, als hätte man die Nacht zwischen den zwei Brötchen-Hälften verbracht. Die Remoulade und vor allem die hauchdünne Tomaten-Scheibe, hat garantiert mindestens einmal die eigene Bluse aufgesucht und Gurke und mindestens 1/3 des Salatblattes, haben die meiste Zeit auf dem Schoss oder auf dem Autositz zugebracht. Das ist Terror und wenn dann noch die Dame der Theke die Semmel mit dem Zwiebel-Mett-Messer aufgeschnitten hat, dann verfügt das gekaufte Produkt auch noch über dieses ungeliebte Zwiebel-Aroma ... ja, ich hasse das und richtig dramatisch wird es erst, wenn das Aroma der Knolle auf das Aroma von Nutella trifft. Man, dass schmeckt zum Erbrechen und verdammt noch einmal, wann verzichten die Deppen denn endlich auf diese fies dekorierten Salat-Arrangements auf dem einfachen Brötchen?

Ja, ich will den Quetscher zurück, dieses Brötchen mit dem Mohrenkopf dazwischen und verdammt Ihr Menschenrechtler, ich kenne die Schaumköpfe mit dem Schokoladenüberzug seit meiner Kindheit als Mohrenkopf und da ist auch kein Anti-Pegida-Anhänger auf die diskriminierende Palme gegangen. Oh man, dieses hätte ich ja fast vergessen ... den Waffelbruch und die Leckmuschel ... und dann dieser Lutsch-Kegel, welcher als Stiel immer ein Motiv hatte ... überhaupt, wo ist die TANTE EMMA geblieben und damit meine ich nun wahrlich nicht die Alice Schwarzer ...



#Gedicht für Tante Emma

Die legendäre Tante für immer fort, keiner weiß an welchem unbekannten Ort,

haben geliebt die Semmel mit dem braunen Kopf des Quetschen, nicht zu vergessen das Schießen mit dem Fletschen,

es gab die Blätter für 10 Pfennig zum Essen, nicht die Milchschnitte und die Candy-Pizza ... die kann man doch getrost vergessen,

ja, auch die Milch wurde in den Kanne gekühlt nach Hause gebracht, viele Minuten man an der Kasse hat verbracht,

da war nichts mit dem Einpacken in Fließband-Schnelle, da stand man mit der eingepackten Tüte lange Zeit am Tresen, auf exakt der selben Stelle,

hier die Scheibe Wurst oder den Lutscher für die Kleinen, haben vergessen alle Supermarkt-Betreiber die eigene Jugend ... sollte man meinen,

will wieder haben die alten Zeiten der Muße und des langsamen Treiben, will der Verkäuferin die neue Hose wieder zeigen,

wie schön waren die kleinen und großen Tragödien der Nachbarschaft und Sippe, damals bekam man auch nur hin und wieder einen auf die große Lippe,

und Völker mischen und machen auf große EU und Gemeinschaft mit einer Kasse, dass gab es nicht, denn es galten die Regeln der eigenen Rasse,

viel hat sich geändert und sicher nicht zum Guten, denn selbst die Mutti backt nicht mehr selber den Stuten,

alles ist Fast und vor allem das Food, tut nicht unseren Figuren so gut, ein kleiner Schimmer der Hoffnung jedoch bleibt, denn egal wie es auch kommt, es hat alles nur seine begrenzte Zeit,

und deshalb wird es am Ende doch wieder so sein, wie wir es alle vermisst haben, als wir waren nicht mehr klein,

denn die Moral von vielen Geschichten, es bewegen immer jene den Rückschritt, die da viel zu gerne dichten,

In diesem Sinn grüßt die Tante Emma der vergangenen Zukunft, denn zurück zu den Wurzeln, ist nicht gegen jede Vernunft ...