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#VALENTINE-POETRY

15.02.2016

Sauer, stink stink stink sauer macht mich dieser Valentinstag, denn eigentlich ist das doch der Tag an dem man einem jeden das sagt, was man zwar das ganze Jahr denkt aber nicht bereit ist auszudrücken ... ja, es gibt Menschen die nur einmalig im Jahr daran erinnert werden, dass es da noch einen Menschen an ihrer Seite gibt, der für sie die dreckige Arbeit verrichtet ...

Och ja, jetzt wo Sie es sagen, da müsste jeder Müllmann am morgigen Tag eine kleine Aufmerksamkeit erhalten ... und dann die Frauen aus den Wäschereien und nicht zu vergessen die vielen Putzfrauen ... was für eine Freude, wenn man all diese bedenken möchte, nur steckt hinter dem Valentinstag nicht die VERDI-Fraktion, sondern der AMOR, also jener Giftzwerg mit Pfeil und Bogen, der da Millionen von Herzen bricht. Doch, es gibt diese Putte, diesen Gnom, welcher da das Elend inszeniert und auch wenn ihr Himmel noch voller Geigen hängt, diese Tatsache ändert sich spätestens dann, wenn er oder sie das erste Mal die Klobrille hoch stehen lassen oder noch fieser, wenn diese den Zahnpasta-Überschuss im Waschbecken liegen lassen, mit der ungewissen Gewissheit, dass es dem Gegenüber schon auf den Keks gehen wird und dieser dann für das saubere Waschbecken sorgen wird ...

Man O man, was kotzt mich das an, dieses selbstverständliche Nehmen des Anderen, dieses nicht Wert schätzen des Alltag und mal ehrlich, ein jeder kennt diesen schleichenden Prozess, wenn die wiederkehrenden Intervalle das Liebesleben dem leisen Tod zuführen. Und egal wie Sie es drehen oder wenden aber gegen den Verschleiss und das Ablieben ... nein, nicht das Ableben, das Ablieben, also die verlässliche Idee des grandiosen Erfinders der Liebe und es gibt keine beständige Liebe, sondern dieses Gefühl ist nur eine Schwingung und fertig ... 

So, haben Sie jetzt endlich den Valentin wieder in die Wüste geschickt und sich endlich auf das besonnen, was da wirklich wichtig ist in einem jeden Leben ... exakt, keine Fete ohne Knete ... Geld regiert die Welt ... und viel Geld macht nun einmal SEXY und wenig Geld ... was ist denn mit den Liebschaften in den Slums und Townships ... ehrlich sind diese, absolut ehrlich und aufrichtig und da gibt es diesen Zauber nicht, dass da nur der eine Madga hat, welcher da auch über eine dementsprechende Knippe verfügt ...



VALENTIN-POETRY

DIE BLUMEN VOM VORTAG IN DER TASCHE; KOMMT UM DIE ECKE SO MANCH VERLIEBTE FLASCHE;

VIEL AMORE UND LIEBE BIS ZUM HIMMEL WIRD GESCHWOREN; NICHT SELTEN NEUN MONATE SPÄTER DAS DRAMA GEBOREN;

O SOLE MIO WIRD DANN GESUNGEN; WENN DIE LIEBE IST GEGANGEN ODER WURDE VERDRUNGEN;

AMOR SCHLÄGT ZU WENN ES IHM GEFÄLLT ODER ES ANGEBLICH GERADE PASST; NICHT SELTEN SOGAR BEI DEM DEN MAN EIGENTLICH HAT GEHASST;

AUCH SOLL ES GEBEN DEN ERSTEN BLICK DER TOTALEN 
LIEBE; NATÜRLICH FOLGEN DARAUF DIE UNBÄNDIGEN TRIEBE;

DOCH WER DA SCHENKT AUCH NOCH NACH JAHREN DEN STRAUSS; DER VERDIENT SCHON DEN GESONDERTEN APPLAUS;

DENN NICHT VERGESSEN DEN HIMMEL VOLLER GEIGEN AUCH NACH JAHREN; DEN SOLLTE MAN SICH AUCH BIS ZUM BITTEREN ENDE BEWAHREN;

NIE MAN HAT DAS RICHTIGE ERWISCHT ODER MAN ZWEIFELT AN SEINER WAHL; MANCHER EMPFINDET DIE AMORE SOGAR ALS LEIDLICHE QUAL;

DOCH ES IST WIE ES IST UND MEISTENS SOGAR GUT; WENN MAN DIE MÜCKE NICHT ZUM ELEFANTEN WERDEN LÄSST UND ES WIE DER VOGEL STRAUSS TUT;

DEN KOPF IN DEN SAND UND DIE FAUST GEBALLT IN DER TASCHE; SO MAN ABSOLVIERT DIE JAHRE IM FLUG UND MEISTERT DAS ELEND ALA RASCHE;

WENN DU HAST GEFUNDEN DEINE VALENTINE; DANN MACH ES WIE DIE APFELSINE;

GEBE DEN SÜSSEN SAFT NUR DANN; WENN DIE SCHALE IST GEPELLT UND DIE RICHTIGE PRESSE IST DARAN