SEITENAUFRUFE

Das spricht für echten Stil!

Alexandra Kamp, derzeitige Hauptakteurin in Köln auf der Bühne ... in dem Stück "Achterbahn" wurde von uns befragt, ob Sie eventuell an unserem Oktoberfest die Glücksfee spielen würde und sie hat in der gestrigen Nacht zwar eine Absage aus terminlichen Gründen gesendet aber sie hat geantwortet.

Sehen Sie, dass meine ich mit Stil und dem Benehmen, dass in diesen Zeiten leider immer mehr verloren geht. Nun gut, natürlich tummel ich mich auf den Facebooktwitterspaces aber ich versuche immer ohne Kürzel zu antworten. Das ist doch das Problem der heutigen Jugend ... jetzt schreibe ich schon, wie Oma redet ... die Jugend von heute. Bin ich denn schon so ein altes Geschöpf, wenn ich da an die Aussage unserer Lehrmädels denke ... nein, der Typ ist mir zu alt, der ist doch bestimmt schon 30 Jahre alt ... Holla die Waldfee, da kommt die wahre Freude auf, wenn ich dann nur fünf Meter der Luftlinie entfernt sitze und solche Kommentare vernehme ...

Aber erst einmal sollten Sie sich ein oder zwei Minuten der kostbaren Zeit nehmen und diesen Artikel der Frankfurter Buchmesse 2010 bitte bis zum Schluß lesen ... ein besonderes Augenmerk richten Sie bitte auf den letzten Absatz ...

http://www.buchnews.com/events/frankfurter-buchmesse-2010/409

Na da kann man doch vor Stolz schon fast platzen, wenn man diesen letzten Absatz sieht. Wir sind also für die Bücherwelt und im speziellen für die Frankfurter Buchmesse 2010 das Erfolgs-Parade-Beispiel ... da sieht man einmal, was es auslöst, wenn man einen 16 - 18 Stundentag hat. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Blog und der vielen PR die ich so mache. Na das Zauberwort heißt seit Jahrtausenden "Fleiss" und wenn ich nicht fleissig bin, wer dann?

Sehen Sie, "den Neid muss man sich ja bekanntlich erarbeiten" und Sie glauben nicht, wieviele Gestalten der Mißgunst da so herum rennen. Da könnte uns Alexandra Kamp wahrscheinlich Manuskripte für 30 Bücher vorlegen, wenn diese einmal die Ausfälle des Neides in der Schauspielwelt schildern würde ... aber das kann ich Ihnen auch schildern, denn der Neid macht vor keiner Person STOPP, solange diese sich bewegt. Sie werden es nicht glauben aber der Bericht über Leander Winkels auf DW-TV im "Euromaxx" wird in 30 Ländern gesehen und er wird zur besten Sendezeit um 19:30 Uhr aber in unserem Kuhdorf werde ich noch immer bestaunt, wenn ich von meinem Verlag erzähle. Jetzt ist es aber auch in Sachen Kultur nicht sonderlich um dieses Dorf bestellt. Es sei denn, dass Sie die Milchkanne oder den Bericht über den Zuchtverein der Rammler als wissenswertes Highlight betrachten ?

So ist das eben, wenn man sich in einem dörflichen Ambiente niederlässt, denn hier am Ort kennt sich trotz der 80.000 Einwohner jeder ... oder zumindest kennt er die Schwester vom Onkel der Tante, wenn Sie verstehen was ich damit sagen will.
Das nenne ich das "Prärie-Phänomen".
Hauptsache ist doch, dass die Dorfzeitung dem guten Deutschen "Volk" mitteilt, wer nicht mehr auf den Wochenmarkt marschiert und dort an der Wursttheke herumzickt, weil man sich ausversehen vorgedrängelt hat oder einfach nur die Windel am Gehwägelchen übersehen hat. Hier ist die Welt in der vollsten Ordnung und das ist auch der Grund, warum ich meine Suppe im verborgenen Kämmerlein koche ...
Der AHA-Effekt ist einfach etwas größer, wenn man seine Geschäfte ausschließlich mit nicht Dörflern macht und wer will schon an der Theke hören, welche Geschäfte man mit diesem und jenem gemacht hat? Das ist nämlich der Nachteil eines redseeligen Dorfes, jeder weiss etwas anderes über die eigene Person. Im letzten Jahr sprach mit mein Käsehändler des Vetrauens an seinem Marktstand an und fragte mich, wie denn unsere "Kneipe" laufen würde ... Aha, sehen Sie das meine ich mit dem Dorf-Aha ... Kneipe??? Und was soll ich bitte schön mit einer Kneipe, wenn ich doch gar keinen Alkohol trinke?

Das gehörte aber noch zu den harmlosesten Fehlinformationen, denn ich habe nicht nur eine "Kneipe", sondern soll auch im Pflegedienst tätig sein. Ja, ich, der Seniorenheim-Terminator, soll tatsächlich auf die grauen Panther losgelassen werden. Genau, die Person, die schon Hyperventiliert, wenn sie in die Hinterlassenschaft unseres Hundebabys tritt. Also es tut mir sehr leid, liebe graue Panther aber trotz meiner überproportionalen Körperpflege hätten Sie bei mir doch eher schlechte Karten. Mein Organismus schaftt es einfach nicht, Ihren Thron oder die befüllte Tena-Lady oder Man zu wechseln. Nehmen Sie es mir bitte nicht persönlich aber wen ich im Pflegedienst wäre, dann bekämen Sie keine frische Windel von mir. Nicht aus der reinen Boshaftigkeit, sondern aus dem doch stark vorhandenen Überlebenstrieb meines Magens ...

Und der Bobele bastelt wieder einmal an seinem Nachwuchs ... macht der denn eigentlich auch noch etwas anderes, außer dem Ritt durch die Flure und Besenkammern? Den Schläger des weissen Sports hat er doch seit Jahren nicht mehr präsentiert und das Einzige was der Kneiper oder die Pflegediensttante vernimmt, ist die unkontrollierte Vermehrung des Rotschopfes. Haben Sie denn auch den Bericht über ihn und seine Lillyfee gesehen?

Immerhin sieht der neuste Knabe ja ganz passabel aus, wenn ich da an den kleinen Fehltritt mit dem Samenraub zurück denke. Aber da hoffen wir ja weiterhin auf die Geschichte vom "hässlichen Entlein", dass sich hoffentlich noch zu einem Schwan entwickelt. Sonst sehe ich sehr schwarz, für die kleine Anna ... Obwohl, vielleicht findet sich ja ein Petersen oder Spielberg und drehen mit der kleinen Anna das "Pipi-Langstrumpf-Revival" ...