SEITENAUFRUFE

11. oder 12. oder so ... mir ist es doch egal, welchen Tag wir haben, denn wir arbeiten einfach immer nur durch und bereiten die Messe nach.
Also, natürlich möchte ich erst einmal ein paar Fotos zum Besten geben, damit Sie sich ein Bild davon machen können, wie "Der pinke Stuhl" denn so angekommen ist bei den 630 Besuchern auf diesem Sitzmöbel. Natürlich stelle ich nicht die ganze Litanie hier hinein aber so das eine oder andere Schmakerl ...
Kennen Sie denn die Beiden?
Die erste Person ist die Erfolgsautorin Gaby Hauptmann ... und auf dem zweiten Bild finden Sie den Herrn, den Sie auch auf dem überdimensionalen Cover im Hintergrund sehen können ... und all die vielen Personen ... wie gesagt 630 Besucher auf "Der pinke Stuhl" unterstützen und begrüßen unser Sitzmöbel, welches für die junge Literatur steht ...
Und jetzt einmal zu den Fakten der diesjährigen Buchmesse 2010:
Wir hatten wirklich sehr gute Gespräche, eine Menge des Spasses und sehr, sehr, sehr viele Besucher ... und jetzt kommt es zu dem spannenden Teil der Messe. Die Geschichte der Psychos & der Maschendrahtzäune in den Gängen der Messehalle.
Wozu dient denn eine Messe eigentlich?
Genau, zur Präsentation des Verlag und dem Bewerben der eigenen Autoren ... macht doch auch Sinn, wenn man dann Flyer und andere Schmakerl am Stand und um diesen herum verteilt. Das machen eigentlich sehr viele so und wenn Sie gesehen haben, was in der Halle 3 so los war, dann stellt sich die Frage nach diesen Aktionen garnicht.
Also, das Drama begann schon damit, dass wir enorm viele Besucher angesprochen haben ... und das gefiel schon dem ersten Nachbarn nicht, denn dieser meinte, dass wir ihm die Leute wegnehmen ... Aha, und darum wurde ein Zickenalarm vor dem Zaun veranstaltet.
Die Mischpoke fing dann an, unseren Stand zu fotografieren und solche Kindergartenstrategien zu entwickeln. Süss war auch der "Konnte einfach nichts Stand" uns gegenüber ... lange Gesichter vom frühen Tag bis in die dunkle Nacht. Und wenn man denkt das man seinen Feind ausgemacht hat, dann schlägt das Universum des Legolandes zu ... ein "erquieckender Verlag" ... oder nennen wir ihn doch einfach einmal die psychiale Eintagsfliege. Dieses Subjekt aus der Gattung der Drosophilas ... Moment, dass ist doch die Fruchtfliege ... Mensch, wie heißt denn die Bezeichnung für die böse Schmeissfliege ... genau, jene die immer auf den Fladen sitzt und so abstrakt schimmert?
Egal, also die Schmeissfliege ... so ein laufender leuchtturm mit Trichterbrust und ausgesprochen ungepflegtem Anlitz hatte also auf einmal auch etwas zu nörgeln ... DER STRASSENREITER war ihm ein Dorn in seinen Glaukomaugen. Und was macht die Tante vom Maschendrahtzaun dann?
So dackelte die Fraktion der Mißgunst und übermäßigen Langeweile dann zur Messeleitung und kam alsbald mit einer Dame zurück zu unserem Stand. Ohoh, liebe Leser, ich darf jetzt nicht den Auftritt von diesem Herrn Schmidt auf der Messe vergessen ... denn aus dem Nirvana tauchte eine halbe Stunde vor dieser Aktion ein sehr unfreundlicher Herr mit dem soeben genannten Namen auf und befahl uns, den Strassenreiter in den Stand zu stellen ...
Natürlich war der geschickt von der Mischpoke, denn unsere Perle Pamela ist diesem dann gefolgt, um ihm im Gang neben uns einen Stand zu zeigen, der ebenfalls seinen Strassenreiter im Gang hatte. Abgewürgt hatte er Pamela und auch die Tatsache das aus den Ständen um uns herum Tische oder Stühle herausstanden, sollten keine Relevanz haben. Nein, natürlich nicht, denn es ging ja ausschließlich gegen den Design Pavoni° Stand.
So, also das Froschauge alias Schmeissfliege war nun mit der Dame der Messeleitung eingelaufen ... jedoch zu einem Zeitpunkt, als unser Stand wieder einmal überquoll von dem  Andrang der Besucher. Und wissen Sie was diese ausgesprochen sympathische Dame dann antwortete, als ich sie fragte, warum denn nur einen Gang weiter der Strassenreiter stehen darf aber bei uns nicht: ICH ZITIERE: "Wissen Sie, es liegt ganz daran, wie die Standnachbarn das handhaben und wie ich sehe, gibt es hier wohl ein ganz anderes Problem, denn es kann der Liebste in Frieden nicht ruhen, wenn es dem bösen Standnachbarn nicht gefällt". Ende der Durchsage und diese Dame hat uns dann sogleich gesagt, dass wir im nächsten Jahr einen Eckstand bekommen würden, damit der Besucherandrang "die Ruhe" der Mischpoke nicht stört ... ach wissen Sie, ich dachte das es diese Mobber und Kameradenschweinchen nur auf den Schulhöfen in Neu-Köln gibt aber man wundert sich eben immer wieder auf das Neue.
Auf jeden Fall ist die kleine Fliege des Dreck werfens ganz schön arm dran, denn wie sagen meine Freunde immer so schön ... Nicole J. hätte ich nicht gerne zu meinem Feind!
Ja, ich habe das Kriegsbeil ausgegraben und die ganze Nacht an einer Vodoopuppe genäht ... und Sie glauben garnicht wie schwierig es ist, so eine hässliche Puppe zu nähen ... es gibt ja auch andere Wege, wie mir der Mann einer Bekannten mitteilte, denn er hatte da so eine Idee?
Nein, liebe Leser, ein wenig werde ich den Spannungsbogen noch ziehen, denn ich bin ja noch nicht fertig mit den Vorbereitungen. Bitte ersparen Sie mir die Nenneung aller Namen, die an dieser Aktion beteiligt waren, machen Sie es doch einfach so: Wenn Sie im nächsten Jahr in einen Gang auf der Frankfurter Buchmesse gelangen, wo nichts los ist, dann sind Sie an der richtigen Adresse und so wahr ich hier sitze und in die Tasten haue ... die Kuh ist noch nicht mit dem Fladen vom Eis und sicherlich wird die eine oder andere Schmeissfliege in meinem Fladen ausrutschen ...
Hölle, Hölle sage ich da nur!
Und jetzt zu den 99,9999999% des Wichtigen der diesjährigen Buchmesse: Svetlana, ihreszeichens eine Dame der FAZ ... ich wusste garnicht, dass dort solche attraktiven Mädels arbeiten und überhaupt sind mir da einige in sehr guter Erinnerung geblieben ...
09.10.2010  Was für eine Messe ... also besser geht es nicht jaja, auch die Unken waren wieder ganz dicht dran an uns aber dazu lasse ich mich erst nach der Messe aus ... weil ich unseren Erfolg nicht schmällern möchte. Womit fange ich denn jetzt einmal an ...
Erst einmal möchte ich mich bei allen Personen und Institutionen bedanken, die diese Messe zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben und sich unermüdlich für den Erfolg eingesetzt haben ... meine fleißigen Bienen Patricia, Pamela, Marie & Sandra. Wahnsinnige Mitarbeiter, immer mit der guten Laune ...
Die Pressevertreter der großen und kleinen Zeitungen ... FAZ, NRZ, WAMS, BILD, Augsburger Zeitung, Aichacher Zeitung, Rheder Stadtgespräch, dem WDR, dem SERVUS TV / LiteraTour-Team, den netten Messebesuchern, allen Gästen auf "Der pinke Stuhl" ... u.a. Jochen Schweizer & Gaby Hauptmann, allen unseren Autoren, die da wären:
Akinom Frasch
" Das Haus am Pazifik"
Michael Rauh
"AURORA"
Johannes George
"Dalantur"
Vanessa-Cher Zimmerer
"Mit 45 bitte den Tod"
Vanessa-Maria Mair
"Englischstunde"
Andrea Wölk
"Was immer dir bleibt"
Jasmine Buschmann
"täglicher Wüstensand"
Anna-Zoe Geller
"Samtene Stimmen"
Maja Tomljanovic
"In den Reihen der Elfen"
Rebekka Weber
"Curries, Kokospalmen & Orchideen"
Hedda König
"Mütter sind so"
Kira Flinkenflügel
"Schatten der Nacht"
Winfried Anslinger
"Schmidt & Sohn"
Anna Victoria Reyes Dlugosch
"Nachtschatten"
Julia Niehüser
"Erbe der Dämonen"
Karin Heynst
"Julie im Herbst"
Gabriele Böcker
"Oreo reisst aus"
Monika Marx
"Schule, Schikane & Skandale"
Rahel von Marschall
"Lily und das Geheimnis des roten Rubins"
Cornelia Nienhaus
"Einblicke"
Sally Holm
"Schottische Liebschaften"
Björn Weier
"Et is zum heulen"
Thomas Tippner
"Der Mondwald"
Lisanne Surborg
"Laburion"
Veronika Mauel
"Unsterblich"
Leander Winkels
"schwarzweiss"
Sabrina Ceccherini
"Checked Out!"
und ich bin mir sicher, dass ich noch ein bis zwei Autoren vergessen habe, nur fällt es mir jetzt mitten in der Nacht nicht ein ... aber das mein Vater just in dieser Sekunde seinen Geburtstag begeht, habe ich auf dem Schirm ... Happy Bithday aus Frankfurt und alles Liebe von uns hier ...
Naja, es bringt uns auch nicht weiter, wen ich jetzt hier den Notenschlüssel auspacke und das Ständchen via Tasten herüberbringe oder sehe ich das FALSCH?
Zurück zur Messe, denn in den letzten fünf Tagen habe ich keine Nachrichten oder keine Klatschsendung ala Ronipent oder ähnliches gesehen. Wobei ich sagen muss, dass ich es auch nicht enorm vermisst habe ... so muss ich mich nicht über die Welt außerhalb der Messehallen ärgern ...
Ach wissen Sie, eigentlich wollte ich ja bis nach der Messe warten aber die Unken lassen mich noch nicht los und daher möchte ich Ihnen eine kurze Information zu den Verlagen geben, die sich so in einem Meter der Luftlinie um uns versammelt haben. Bitte ersparen Sie mir das nennen der Verlagsnamen, weil weder ich noch Sie diese kennen. Der Fakt ist jedoch der, dass es nette Mitbewerber gibt und solche, die einem schon bei dem ersten Anblick die Nackenhaare in die Horizontale treiben.
Und genau solche Gestalten bewegen sich um uns herum. Jetzt sind wir ja richtig nette Menschen und beherrschen die einfachen Regeln der Höflichkeitsformen. Wir geben Gas, wenn die Messe da ist, was nichts anderes heißen soll, dass wir die Besucher ansprechen, Flyer verteilen und immer wieder den Besuchern der Messe kleine Showeinlagen bieten. Natürlich haben wir auch unsere Autoren zur Messe eingeladen und demzufolge finden fast zu jeder vollen Stunde Lesungen an unserem Stand statt ... natürlich auf "Der pinke Stuhl" und sicherlich haben Sie auch eine Vorstellung davon, was dann bei uns am Stand los ist ...
So, jetzt hatten wir also die ganzen Tage jede Menge des Besuches an unserem Stand ... ob nun Presse, TV oder andere. Nur das erfüllt die Nachbarschaft ja nicht mit einer kollegialen Freude, sondern zu einer Untiefe des menschlichen Seins. Und wenn man dann auch noch über die Ansammlung an Mißerfolg verfügt, dann ist der liebe Nachbar doch dem "zum Lachen in den Keller gehen", ein Dorn im Auge und so fingen die Kadetten dann einen gepflegten Stunk um den Maschendrahtzaun an.
Jetzt weiss ich es nicht ganz genau aber irgendwie haben die irgendetwas mit dem Vater der Destruktivität zu tun. Wie den kennen Sie nicht?
Dasist doch jener, der immer in der Ecke hockt, entweder den PC auf dem Schoß hat oder die Psychopaten aus dem Umfeld beglückt. Man ist doch hier auf einer Messe und wenn man eine Nähe zum Leser aufbauen will, dann muss man diesen schon an den Strand locken, damit dieser einen auch beachtet. Wir sind in diesem Fall echte Profis, wie uns die nette Svetlana von der FAZ bestättigte aber die Standnachbarn gehören ja zu den Stubenhockern.
So, und jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie auf der linken Seite einen Stand vorfinden, der eine pinken Stuhl zu seinem Zentrum macht, der die Gäste mit frischem Kaffee oder einem Kaltgetränk verwöhnt und auch noch keine Kosten und Mühen gescheut hat, um der Frau Antje aus Holland ein paar Käsestangen und die guten Kaltgetränke aus dem holländischen Verbrauchermarkt zu importieren ... da gehen Sie doch auch lieber zu diesem Stand, als zu dem Block ohne Sitzgelegenheit und auch nur den Hauch eines Snacks ...
Zu DEUTSCH, wir befinden uns derzeit in der Verlags-KITA und ich kann Ihnen sagen, dass der Angriff eher mein Ding ist, als der Rückzug. Zumal es sich bei den Mitbewerbern um keine nennenswerten Größen handelt und ich bin mir ziemlich sicher, dass der liebe Gott áuch dieses Problem für mich regelt ... das macht der doch immer ... ich berichte ausführlich ab Montag aus den heimischen Gefilden und dann werde ich derart abrechnen, dass "Der pinke Stuhl" Flügel bekommt ... aber natürlich nur mit den schönen Ereignissen, weil Sie kenne doch mein Motto ... "Was stört es die Eiche, wenn die Sau sich reibt ..."