SEITENAUFRUFE

Irgendwie bin ich aus der Spur des Kalenders geraten ... denn am gestrigen Tag habe ich doch für Sie geschrieben ... nur das Datum besagt etwas anderes ...
So ist das im Alter, die Birne wird weicher und das Fleisch auch. Natürlich kann man dagegen etwas machen, wie z.Bsp. Sport oder irgendsoeine unangenehme Sache aber es kann doch nicht das Bestreben eines Menschen sein, mit dem Waschbrettbauch die Himmelstür zu öffnen ... ich bevorzuge da den Waschbärenbauch und wenn wir ehrlich sind, dann ist dieser auch viel gesünder, als dieser gestählerte Bauch. Das ist doch die gleiche Sache, wie mit dem Rauchen.
Ja, ich bin ein bekennender Raucher und ich will Ihnen etwas sagen: Es sterben Statistisch mehr Nichtraucher, als Raucher ... ja, auch wenn Sie es als militanter Nichtraucher nicht glauben wollen aber das ist nun einmal der Fakt. Wie oft liest man nicht in den Gazetten, dass ein Marathonläufer seinen finalen Einmarsch hatte und am Ziel den Sekundentod begrüßt. Oder diese Hobby-Kletterer, die mit den Strassen-schuhen von Romika den 1000er erklimmen wollen und dann auf der Hälfte der Strecke schmerzlich in der linken Brust bemerken, dass die Konditionsvereinbarung zwischen Berg und Körper fehlerhaft ist.
Sehen Sie und ich als Raucher der Kette am Bande weiß ganz genau, dass meine Belastungsgrenze bei einem 100er Berg schon ausgeschöpft ist und haben Sie mich schon einmal mit Wanderschuhen oder im Jogginganzug gesehen?
Na gut, als junges Mädel habe ich auch schon das eine oder andere Mal mit diversen sportlichen Aktivitäten versucht, mein Leben in eine gesunde Bahn zu lenken aber ich sage Ihnen, wenn sich ein paar Kilos zuviel in Bewegung setzen, dann gelangen Sie auch durchaus unkontrolliert ins Ziel, wenn überhaupt. Erst habe ich als "Mädchen" mit dem Tennis angefangen und so erfolglos habe ich nun auch nicht gespielt, denn immerhin habe ich noc irgendwo auf diesem Planeten eine Urkunde von der Stadtmeisterschaft von 1980 ... es war der dritte Platz ... JA, Sie haben richtig gelesen!
Gut, dass nur drei Damen meines Alters an den Meisterschaften beteiligt waren, steht ja auf dieser Siegerurkunde und dem kleinen Silbertellerchen nicht unbedingt oder wenn, dann so klein-gedruckt, dass man es nur mit der Lupoe lesen konnte. So drei Jahre später habe ich dann mit dem Body-Building begonnen ... zusammen mit Roswitha. Da fällt mir doch gerade auf, dass ich überhaupt nicht mehr weiß, wie deren Nachname war ... aber das ist auch egal, denn sicherlich weiß auch Sie meinen nicht ... Sie war ja schon fünf Jahre älter und da ist das Hirn dementsprechend mehr angegriffen.
Egal, Body-Building ... also Körper-Gebäude haben wir betrieben. In einem Fitnesskeller an der Molkerei. Dieser gehörte zur damaligen Zeit einem Ehepaar aus der Kleiderschrankinnung. Die hatten vielleicht Pakete der Muskeln an dem Körper ... und als wir diese erblickten waren wir Siegessicher, dass wir binnen von einem halben Jahr genauso aussehen würden ...
Nur das es etwas mit körperlicher Anstrengung zu tun hatte, habe ich erst einmal verdrängt und so gingen wir jeden zweiten Tag zum "Training" in den Keller. Das Drama fing aber schon in dem Moment an, als der Trainer uns ein Probetraining verordnete ... also mussten wir zuerst auf das Fahrrad und dann an die Hanteln. Das nannte sich dann die "Aufwärmphase". Aha, und warum soll ich noch etwas anderes machen, wenn ich schon eine halbe Stunde lang in die Pedale getreten habe und die Gewichte im Knochendesign auf und nieder gehoben habe, fragte ich dann den Meister des Kraftsportes?
Ja, erst einmal müssten die Sehnen und Muskeln erwärmt werden und meine Kondition auf Vordermann gebracht werden ... aha, und warum kann ich nicht direkt auf den Stuhl und die Dinger mit den Beinen in den Himmel heben?
Weil dann die Sehnen und Muskeln aus der Kälte gezerrt würden ... aha, dann zerren wir doch einfach einmal und sehen dann weiter. Gesagt, getan, das Trimmrad links liegen gelassen und direkt durch zum Beindrücken. Mein Gott was war das eine leichte Übung ... und die 40 Kilogramm der Kiloscheiben wurden dann schnell noch verdoppelt und munter schob ich die Dinger rauf und runter ... natürlich in der halbliegenden postion. Nur sehen ja die Arnold-Schwarzenegger-Beine eher kümmerlich aus, wenn die Oberarme nicht zum Gesamtbild passen. Also nichts wie auf den "Butterfly" ... also die "Butterfliege" ... Dieses Gerät zeichnet sich durch zwei seitliche Flügel aus, die es gilt, nach vorne zu bewegen. Mit 5 Kilo pro Seite war das doch Pipifax, also wurde auch da noch reichlich "Butter" dazugegeben und munter drauflos "trainiert".
Stolz wie Oskar gingen wir dann nach dem Duschen auf unser Fahrrad und fuhren genn Heimat. Jetzt muss ein Body-Builder ja reichlich Eiweiss und Kohlenhydrate zu sich nehmen und das viel uns nach unserer ersten Trainings-Einheit auch sogleich wieder ein ... und was macht man dann?
Genau, liebe Leser, da man den Körper nicht unterversorgen will und ja auch die nötige Energie wieder zuführen muss, steuert man einen Ort an, an dem man dann das bekommt, was durch das "Training" verloren gegangen war ... "Truck Stop" hieß das Zauberwort. Eine kleine schnuckelige Frittenbude an der Hauptstrasse, wo der Trucker sich mit schönen fetteigen Patatas versorgt. Pommes, Rot, Weiss mit einer Currywurst ... für das Hirn eine Flasche Malzbier dazu ... Sie wissen doch, wegen des Traubenzuckers darin ... und schon fuhren wir gestärkt und trainiert ins heimische Bett.
Natürlich bemerkte unser Trainer sehr schnell, dass wir die Sache sehr ernst nahmen und zur Beschleunigung des Ganzen bekamen wir dann auch noch ein paar Eimer an Eiweissdrinks dazu. So ein Pulver, dass die Muskeln explosions-artig anschwellen ließ ... wenn man denn dann trainierte. Das tat ich dann auch ... zumindest ging ich täglich über eine Stunde zu dem Bankdrücken ... Sie erinnern sich ... für die Beine und auf die Butterfliege für die Arme. Was soll ich sagen, ja ... ich bekam tatsächlich dank des Pulvers immer dickere und festere Waden und die Oberarme bekamen den Hauch eines Bizeps ... nur im gesamten Bild sah es so aus, dass meine Beine der von Arnold glichen, meine Arme der von Madonna ... aber nicht dem Popstar, sondern der Dame am Altar und mein Bauch ...
Themawechsel, HEUTE ist unser Oktoberfest ... JAJAJA und in ein paar Stunden wird hier die Zeltwand wackeln und mein Po sicherlich auch, denn ich bin schon eine Feiernudel ... Viele Autoren reisen an und ich freue mich wie eine Wahnsinnige ... also wie ICH ... darauf, endlich mit allen zu tanzen und zu schunkeln. Natürlich werde ich berichten und die Stimmung im Bild festhalten. Vor allem werde ich Ihnen einmal das Team mit den anwesenden Autoren vorstellen. Servus also ... ach ja und nicht vergessen, dass am Freitag, dem 08.10.2010 SERVUS-TV "LiteraTour" aus Salzburg, mit Maja Tomljanovic ab 10:00 Uhr an unserem Stand dreht. Sie sind natürlich alle herzlich Willkommen, um auch der Lesung von Maja ab 10:00 Uhr zu lauschen ... Und somit begrüßen wir dann auch die Zuschauer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland!