SEITENAUFRUFE

Bastmatte oder Barbara Becker ....

02.10.2011

Bitte, bitte, jetzt erklären Sie mir doch einmal diese Welt ...

Warum wird über die normalsten Dinge der Welt denn nicht gesprochen, wo doch jeder sie kennt und tabuisiert ... nein, nicht Sarah Connor, die derzeit zum Staatsfeind Nummer 1 des X-Factors mutiert und auch nicht der Bläser aus der Jury, der jetzt wahrscheinlich nicht nur die Nackenhaare auf Empfang hat, sondern den wahrscheinlich ersten Auftrag an die Vodoopuppen-Näherin in Uganda vergeben hat ... es geht um etwas so lapidares, dass es mir fast unangenehm ist, über die natürlichste Sache der Welt zu schreiben ... Nichts da, kein Sex oder so etwas ... nein, auch geht es nicht um die Fäkalienfraktion oder solche Dinge ... es geht um das Bohren in der Nase, dass da ein jeder vollzieht aber einfach nicht darüber sprechen will. Und warum ist das so, frage ich Sie?

Es ist doch so, dass zu Zeiten der Neandertaler und der Lendenschürze sich wahrscheinlich kein Mensch am Feuer darüber geärgert hat, wenn da der Finger auf die Suche nach den kleinen Wurfgeschossen gegangen ist aber in der heutigen Zeit tut alle Welt so, als ob das keiner machen würde. Und dabei gehört es doch zu den wenigen entspannenden Aktivitäten, die man so ganz nebenbei verrichten kann ohne das man die Umwelt verschmutzt oder ähnliches. Im Ernst, warum gibt es in der heutigen Zeit so viele Tabuthemen, die sich nicht schicken ... 

Das ist doch das Gleiche wie der ungehemmte Abgang des Methanüberschusses ... jeder macht es aber keiner spricht darüber ... Also, woher kommt das?

Sie glauben das es eine Folge der Weiterentwicklung der Zivilisation ist und das die Tabus die Grundstöcke für den aufrechten Gang gewesen sind ... Beginnen wir doch einmal an der Wurzel allen Übels. Vor vielen, vielen und noch mehr Jahren liefen wir im Mammutfell durch die Felder und hatten ausser dem Feuerstein und vielleicht noch dem Trinkhorn nicht vieles an Hab und Gut und ich bin mir sicher, dass die Damen und Herren sicherlich nicht viel unglücklicher waren, als Barbara Becker derzeit. Ja, dass ist doch wohl der Oberkracher ... da feiert die auf Bobeles Kosten ... oder von mir aus auch auf Quincys die zweifache Hochzeit auf zwei Kontinenten, um dann jetzt die Trennung zu verkünden?

Holymoly, da haben wir demnächst wohl wieder die Babssche Daily Soap aus dem Gerichtssaal zu erwarten ... auch wenn die Babsi ja sagt, dass man sich in aller Freundschaft trennen wolle und dieses Mal wohl ohne den Verzicht auf Klementine oder Ariel ... aber das hat die doch dem Bobele damals auch versprochen, bevor sie diesen dann vor den Kadi mit viel Öffentlichkeit gezerrt hat, um ihm auch noch die letzten Flocken aus dem Ärmel zu ziehen. Ohoh, da möchte ich jetzt aber nicht in der Haut des armen Quincys stecken und der tut sicherlich gut daran schon jetzt die Finger zu heben, wenn der nicht auch ein Leben lang die Babs auf seinem Kontoauszug stehen haben will. Ach ja, wie war das im  letzten Jahr noch so schön, als diese im Interview sagten, dass sie Aufgrund der Seelenverwandtschaft keinen Ehevertrag benötigen würden, weil das doch für immer sei ... Das wird auch wohl so sein, denn was glauben Sie welche Verträge die Babs jetzt aus der Schublade zieht und wehe dem, der Arne hat auch noch eine Leiche im Keller, die da vielleicht noch die einen oder anderen Zusatzdollars offenbaren ...

Na auf jeden Fall hat die Babs jetzt zwei Eisen im Feuer und wenn dem Bobele die dollarsche Luft ausgehen sollte, dann kann sie ja immer noch auf diesen belgischen Künstler zurückgreifen. Aber das konnte doch auch gar nicht gut gehen, wo doch da im Hause immer nur die Müsliriegel den Besitzer wechseln und schon ab dem ersten Augenaufschlag die Isomatte ausgepackt wird. Mensch der Arne kommt doch aus dem Land der Patatas und Friteusen. Nix da, die Pommes kommen nicht aus den Niederlanden, sondern aus Belgien und die Kartoffel hat uns der alte Fritz bescherrt und nicht der Herr Mc Cain aus der Tiefkühltruhe. Oder glauben Sie auch etwa, dass der alte Mc Donald mit seiner Farm und den vielen Tieren die Frenchise-Fast-Food-Kette im Visier hatte, als der noch mit dem Trecker über den Hof jagdte ... lange Zeit bevor die Tiere den Aufstand erprobten, um ein besseres Leben bis zur Schlachtung zu absolvieren. Ob eine Kuh schon in jungen Tagen weiss, dass die einmal als Frikadelle zwischen einem Matschbrötchen endet und überhaupt, warum bekommen die eigentlich alle eine unfreiwillige Ohrmarke? Dem Dönermann ist es doch egal, ob die Kuh registriert ist oder nicht oder steht auf den Spießen auch immer ein Trichinstempel, der etwas über die Herkunft der Fleischscheibe sagt?

Wie kam ich denn jetzt auf die Babs und so weiter ... ach ja, die Neandertaler und der aufrechte Gang. Glauben Sie denn das wir auf zwei Beinen besser durch das Leben kommen, als auf den vier Pfoten ... wenn ich da so gerade um mich sehe, dann geht es unseren Pfoten verdammt gut ... so auf dem Sofa hier im Verlag und unter den Schreibtisch zu meinen Füssen ... Ja, ich achte jedes Lebewesen, dass sich da nicht wehren kann und daher macht es mir auch kein Problem, mich über die Gestalten zu äussern, die da sehr wohl ein loses Mundwerk haben ... Die können sich ja wehren, wenn denen meine Ausführungen und Gedankengänge nicht gefallen aber so eine Kreatur ... nein, ich will an diesem Montag ... ach ja, es ist ja gar nicht Montag, sondern Mittwoch. Mensch Meier, was soll denn dieser Quatsch mit den Feiertagen und dem ganzen Quatsch. Gestern waren wir wie so oft auf dem Friedhof aber Sie werden nicht glauben, was da für eine Völkerwanderung herrschte und nur deshalb, weil doch jeder bei dem Nachbarn sehen wollte, ob dieser auch sein Grab in Schuss hält. Nochmalig hier und jetzt bitte liebe Verwandte und zukünftige Hinterbliebene: Mich bitte nur mit den Beinen bzw. bis zum Rumpf einbuddeln, denn ich werde meine Grabpflege selber machen und da muss keiner das Unkraut ziehen oder gar die Blümchen gießen. Beton heisst das Zauberwort der letzten Ruhe und wenn es da etwas zu Moosen gibt, dann mache ich mir ala Barbara Becker einen leckeren und gesunden Hammersalat aus dem Grünzeug. Soll nur keiner sagen, dass ich mich nicht um die Stätte kümmere oder gar die Verpflichtung haben, jede Woche zu mir zu kommen, um mir da eine Kanne auf das Haupt zu gießen ... oder von mir aus hängt mich doch wie bei den Indianern in den Baum auf der Bastmatte ...