SEITENAUFRUFE

Die Kochprofis und andere Spekulatius ...

05.10.2011

Die Kochprofis ... kennen Sie diese drei Herren aus dem Abendland herum um den Herd?

Also wenn Sie mich fragen, dann würde ich persönlich bei keinem der drei Gestalten gerne zu Tisch kommen, denn da läuft man doch Gefahr, dass man da das eine oder andere Ziegenbarthaar in der Suppe findet.

Nein im Ernst, nehmen Sie diese Truppe ín dem rostigen Gefährt ERNST?

Jaja, ich weiss, keiner macht sich selber und wenn da zwei nuscheln, dann kann man zumindest noch den 3ten im Kochtopf verstehen aber wenn doch dieser noch Grüner hinter den Ohren ist, als die plagiative Stoiber-Tochter ... Überhaupt werden wir doch von der Kochflut derart terrorisiert, dass man den Sender ab 21:00 Uhr tunlichst nicht mehr von n-TV auf andere Kanäle wechseln sollte. Das ist doch so, wenn da wieder der Smutje über den Bildschirm flimmert, dass man dann schon immer sein Tagespensum an Kohlenhydraten & den vielen anderen Leckereien hinter sich haben sollte. aber wenn da bei der Lanze im ZDF inmitten der freitäglichen Nacht der Schuhbeck oder der Lafer kocht, dann machen sich bei mir die Punkte der Weight Watchers schlicht und ergreifend vom Acker und mein Bauch fängt an, diese unangenehmen Bewegungen des unerträglichen Hungers an das Ding da unter der Schädeldecke zu funken. Natürlich wird man bei den privaten Sendern immerhin noch freundlichst darauf hingewiesen ... in der Werbung, dass zuviel Cholesterin im Blut nur damit verhindert wird, wenn man den Kühlschrank geschlossen hält, um nicht schneller in die Petersilie oder nennen wir es doch einfach Gras beissen zu müssen. Aber bitte ... erklären Sie mir doch einmal, warum die Möhre nicht nach Snickers schmeckt und warum es kein Wasser mit dem Geschmack der Colas gibt. Immer wieder das gleiche Thema werden Sie jetzt denken aber ganz unter uns. Man will doch überhaupt kein gesundes Volk, denn dann würden doch die Pharmariesen als Nächste bei Angela Merkel an der Tür kratzen ...

Stellen Sie sich doch vor, dass die Forschung das Gen der Erkrankung in das Nirvana befördern könnte und das jeder Mensch zwar nur eine bestimmte Laufleistung hat - genau, wie der Duarcell-Hase - und dann wenn die Batterie zu Ende ist, dann gibt es kein Aufstöhnen oder einen langen Leidensweg, sondern es ist einfach von jetzt auf gleich das Ende im Gelände. Das lohnt sich doch gar nicht in dieser Welt, denn dann bräuchte man weder die immer mehr werdenden Tierversuche, geschweige denn das man noch ein Produkt aus der Pharmawelt benötigen würde. Überlegen Sie doch bitte einmal, wieviele Arbeitslose diese Welt dann auf einen Schlag mehr hätte. Keine Krankenhäuser mehr, keine Krankenkassen, keine Pflegedienste, keine Altenheime, keine Rollstühle mehr und schon gar nicht diese Trollies, die mittlerweile sogar jene fahren, die da eigentlich noch ganz gut zu Fuss sind wenn es darum geht, sich in der Schlange am Gemüsestand vorzudrängeln. Wäre das nicht wunderbar ...

Ach ja, man wird doch wohl noch träumen dürfen und wenn man bedenkt, dass jetzt schon in ein paar Wochen wieder die Tage der Träume in das Haus stehen, sofern Sie nicht beabsichtigen Ihrer Frau einen Kochtopf oder dem Gatten eine Krawatte zu schenken ... Jaaaaaaa, Weihnachten steht vor der Tür, auch wenn man das bei den derzeitigen subtropischen Temperaturen nicht glauben mag aber ehe Sie und ich mich versehen, geht den Städten wieder das Streusalz aus und wir schlittern wieder mit den Sommerreifen unter der Achse durch die Natur. Und dann kommt wieder das grosse Fressen, wo an drei Tagen hintereinander der Herd nicht zur Ruhe kommt und selbst die Kalorientabelle in den Urlaub fährt. Und wissen Sie was ... in diesem Jahr mache ich das alles einmal ganz anders, denn ich beabsichtige eigene Plätzchen zu backen ...

Nix da aus der Tüte und glauben Sie doch nur nicht, dass ich mir da so nuschelnde Kochprofis in die Hütte hole ... nein, das Zauberwort heisst das gute alte Backbuch und jetzt wo ich so gerade darüber nachdenke und hier an den Tasten sitze ... schaue ich doch einfach mal hier bei google nach, was es da so an Rezepten gibt ... Moment liebe Leser ... aha ... 500 gr Mehl ... 4 Eier ... Puderzucker ... Eischnee ... Vanilleschote ... abgeriebene Zitronenschale ... Rum ... 1 Paket Quarck ... 1 Würfel Hefe ... 1 Prise Salz ... Gelatine ... gemahlene Mandeln ... 1 Tasse Milch ... 4 Esslöffel Wasser ...

Wo gibt es die besten Plätzchen zu kaufen ...

Die sind doch nicht mehr bei sich ... ich will doch nicht bis Heiligabend backen, sondern so auf die Schnelle zur Bombe des Hüftgoldes geraten ... gibt es denn kein Rezept ala rein in die Schüssel und umrühren und fertig? Alleine schon das Organisieren der Zutaten wird wohl eine Woche in Anspruch nehmen und wo bitte bekommt man denn in diesem Land noch ungespritzte Zitronen ... ach hören Sie doch auf, da wo die Zitronen wachsen, dann wohnt doch auch der Mann der da den Pfeffer anbaut. Das ist auch so ein Lieblingsthema von mir ... diese Biogeschichten und Höfe. Da stehen die Ländereien entweder direkt an der Hauptstrasse oder die Nachbarbauern versprühen in aller Seelenruhe die Pestizide oder die Gülle. Zeigen Sie mir doch bitte den ort auf dieser überbevölkerten Welt, wo es keine Umweltgifte oder sonstige kleine Zutaten gibt?  Sehen Sie, seit Tschernobyl und Japan gibt es auf diesem Globus keine einzige unbelastete Region und wenn ich es mir so recht überlege, dann tut es in diesem Jahr doch auch wie in jedem Jahr das leckere Gebäck aus den Ketten des Konsums. Dem Spekulatius ist es doch am Ende egal, in welchem Magen er landet und Sie glauben doch nicht wirklich, dass es in den Produktionsstätten ... welche in früheren Jahren Backstuben genannt wurden ... unsauberer ist, als bei Oma Käthe auf dem Küchentisch. Und was glauben Sie wo die Damen und Herren in den heimischen Gefilden überall vor der Backarie mit ihren Fingern sind, bevor diese den Teig kneten ... Wird Sauerkraut nicht auch mit den Füssen getreten, bevor er in die Dose kommt Herr Mildessa?


04.10.2011

Na aber dann mal zügig ran an den Mann ... ich habe seit dem gestrigen Abend eine Lösung für Babs Becker ... wie wäre es denn jetzt einmal zur Klappe der Dritten auf dem Standesamt mit Lenny Kravitz?

Oder ist das schon ein alter Hut und nur wir haben noch nichts von dieser Liason mitbekommen. Jaja, ich weiss, Sie interessiert das Leben der Ex-Becker so sehr, wie der Sack Reis in China ... wenn er denn dann zu Boden geht. Daher wechsel ich das Thema um Sie einmal zu unterrichten über die Dinge, die hier in unserem Ort so stattfinden, wenn die Stechuhr abgelaufen ist und die Mannen dem Konsum von Bier & Co fröhnen. Hier ist ein Mann in einem Billiard-Cafe erstochen worden. Na logisch werden Sie sagen, was denn sonst, wo doch da so viele Kö´s herum liegen aber da muss ich Sie enttäuschen, denn hier wurde mit dem Messer und nicht mit dem Stock zugestochen. Na gut, ich weiss, Sie leben in einer Großstadt und da gehört das zum täglichen Bedarf, wie das Luft holen aber hier am Ort stehen die 80.000 Kadetten auf dem Kopf, denn so oft rückt hier ja nun nicht das Morddezernat an. Geschweige denn das hier die Aa regelmäßig von Polizeitauchern abgesucht wird ...

Demzufolge ist auch das Interesse der Bevölkerung an der Aufklärung der Tat dementsprechend gross. Fakt ist der, dass wohl ein Bocholter mit dem türkischen Pass am Abend vor dem tatortbedingten Einsatz in dieser Gastronomie war und dort wohl wegen des schlechten Benehmens aus dem Lokal geflogen ist ... natürlich mit einem Hausverbot in der Tasche. Nur gibt es leider immer mehr Menschen in dieser Welt, die eine Absage an die eigene Person nicht akzeptieren und so kehrte der unerwünschte Gast am Folgeabend zurück in die Billiard-Anlage und hatte sogleich noch ein paar Freunde mit im Gepäck und zerlegte unmittelbar nach dem eintreten das Mobiliar und griff alles in der Kneipe an, was sich dort bewegte ... so steht es zumindest geschrieben in unseren Gefilden. Das Ende vom Lied ist auf jeden Fall das Ende, dass häufig die Menschen mit Zivilcourage ereilt, denn ein Iraner der dem Wirt zur Hilfe eilen wollte, wurde darauf hin von dem Haupttäter erstochen ...

So, und jetzt kommen Sie in das Spiel ... was würden Sie denn machen, wenn Sie sich zum Kindergeburtstag in der Ronald-Mc-Donald-Ecke befinden und auf einmal der liebe Clown zu einem ES wird?

Genau, ich würde mir auch alle Dinge schnappen, die da in der greifbaren Nähe sind und da hätte dann bei mir in der Zeitung gestanden, dass ein Idiot mit Bic-Mäc und Co überwältigt worden ist. Wie, Sie sagen das geht nicht?

Also, dann spielen wir einmal das Szenario durch ... es ist 14:30 Uhr in der besagten Ecke der guten Laune bei den Mäces. Dem lieben Ronald Mc Donald entgleiten seltsam nach dem Genuss der Chicken Wings und dem Smarties-Softeis die Gesichtszüge und aus dem ehemaligen lustigen Gesellen wird auf einmal der verborgene Hulk. Soll heißen, mittlerweile steht nicht mehr der bunte Clown vor mir, sondern ein grünes HB-Männlein, dass da droht eine Mäcesschlacht anzurichten. Na da greift man doch erst einmal nach den bunten Strohalmen und steckt ihm diese in die Nase und Ohren ... Hallooo, vielleicht sitzen auch Kinder hier am Schirm ... nix da ... von wegen mit den Strohhalmen in den Augen ...

Ronald hat also binnen der ersten Zehntelsekunde die Nase und Ohren voll und während dieser versucht sich von den plastischen Teilen zu befreien, kippe ich ihm den wundervollen warmen Kakao in den Schritt und verziere sein Gesicht mit dem guten HEINZ von den Bürgern. Jaja, die Gurkenscheiben packe ich dann auf die Augen. Jede einzelne Pommes stecke ich in alle noch auffindbaren ungefüllten Körperöffnungen und werde dann den leckeren Weight-Watchers-Salat bzw. deren Marinade im Kollektiv in seine Stiefel packen ...

Sehen Sie, so geht es doch auch im Umgang mit den bösen Gestalten dieser Welt und wenn Sie mich fragen, dann war diese Gewalt nicht einfach nur die Rache für den vorabendlichen Rausschmiss, sondern vielleicht schleicht sich ja sogar schon in ein 80.000 Seelendorf die Geschichte mit den Schutzgeldern ein ... Ja, ein netter Mann hat uns am heutigen Tag erzählt, dass sich Rasputins Nachfahren wohl gerne sogar hier am Ort auf den Weg machen, um Dönner & Co zu belagern ... Glauben Sie das denn tatsächlich, dass sogar hier die bösen Männer durch die Geschäfte ziehen und sich den Lebensunterhalt von den braven Bürgern finanzieren lassen.

Ach wenn Sie mich so fragen, dann ist das doch eigentlich gar kein Unterschied zu diesem Land im Allgemeinen. Hier ziehen doch auch die GEZ, der Fiskus, die Heizanbieter, die telekomschen Telefonanbieter, die Banken etc. um die Häuser, um sich den fabrizierten Kladeradatsch finanzieren zu lassen ...