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Kartenlegen inclusive ...

12.01.2012

Jetzt ist also schon der halbe Januar 2012 fast vorbei ... wenn man mal von den verbleibenden 15 Tagen absieht und ausser das wir uns mit schnellen Schritten auf Freitag den 13ten zubewegen, ist doch die Welt relativ in Ordnung ... jaja, ich weiss, wenn da nicht die Wulffs und die 400 Fragen wären, die der Knilch dann doch nicht für alle hörbar beantworten will. Wann wird der denn endlich aus dem Amt gekegelt, damit endlich die Frau von der Leyen die Nachfolge antreten kann. Ach hören Sie doch auf, wenn wir die 400 Antworten des Noch-Präsidenten vorliegen hätten, dann wäre wohl das erste Mal seit Menschengedenken der 13te ein wahrer Glückstag ... für uns natürlich nur ...

Was halten Sie denn von dem nahenden Tag des nächsten Morgens?

Glauben Sie etwa, dass da die bösen Geister schon mit der Hufe scharen, um Ihnen in knapp 16 Stunden das Leben einen Hauch schwerer zu machen ... Das ist doch Humbug, dieser Quatsch mit den Omen und dem Freitag. Sollen wir wetten, dass Sie auch am morgigen Tag mit dem gleichen Partner leiert sind und das Ihr Haus sich auch innerhalb der nächsten Stunden keinen neuen Standort sucht. Natürlich kann das in Ländern am Meer ganz anders aussehen und wer da nur die Gefahr im Wasser sieht, der kennt die anderen Untiefen der Natur wohl noch nicht. Auf jeden Fall wird es Morgen wie an jedem anderen Tag des Jahres jede Menge Geburten und Sterbefälle auf Erden geben ... es werden sich neue Paarungen finden und etliche Paarungen segnen das Zeitliche. Das nennt man Leben, denn wenn Sie oder ich wüssten, was uns in den nächsten Jahren erwartet ... also wenn wir tatsächlich in eine Kugel schauen könnten und schon im Vorfeld wüssten, wann der Schuh oder die Blase drückt, dann würden sich aber die Windelhersteller in den Popo beissen.

Erst gestern fiel mir wieder so ein buntes Blatt in die Hände, wo das Horoskop für die Woche darin stand. Sie sollten den Körper schonen und die schwarze Katze auf der Strasse ... die da von links nach rechts zieht einfach ignorieren. Auch die lästigen Telefonanrufe sollten ich an mir vorbei ziehen lassen und dafür sorgen, dass ich mich nicht verausgabe. Dann stand da noch diese legendäre Frage, ob ich denn in festen Händen sei. Denn wenn nicht, dann stünden die Zeichen zwischen Vollmond und Weltuntergangssonne auf einen wilden Sturm der Leidenschaft. Holymoly ... und das in meinem Alter und wo bitte sehr bleibt die beste Hälfte, wenn da ein Nebenbuhleramor um die Ecke kommt?

Sehen Sie und das regt mich dann auf, vor allem wenn man bedenkt, dass ich dieses Los ja mit so vielen Menschen auf diesem Planeten teilen würde. Jetzt war ich ja vor Jahren einmal bei einer Wahrsagerin bzw. das stimmt überhaupt gar nicht. Erst vor Weihnachten tauchte bei mir im Geschäft ein Inder mit Turban auf dem Kopf auf und wollte aus meiner Hand lesen. Na gut dachte ich im Stillen, ausser ein paar Buchspenden hast Du in diesem Jahr noch keine Entwicklungshilfe betrieben und so reichte ich dem Singh meine Patschehände.

"Ohohoh" ... war das Erste was der grosse Manitou zu mir sagte ... "ich sehe viel Arbeit auf Sie zukommen" ...

Na klar dachte ich, wo doch ungefähr zehn grosse Umzugskartons mit Neuware vor dem Tresen standen ...

"Nein, nein, Frau muss glauben, nicht Arbeit hier ... in Zuhause viel Arbeit."

"Ach ja, Du aufpolierter Sarottimohr und bitte schön, welche Art der Arbeit liegt denn da so herum, die angeblich von mir nicht bewältigt werden kann?"

"Du hast Schreibtafel voll mit Terminen und viele viele Menschen wollen etwas von Dir. Nur sind die nicht alle Nette, sondern auch viele Menschen mehr Kacke."

"OK, dann nenne mir doch mal die Namen und Anschriften der Kadetten die da etwas von mir wollen, denn dann kann ich doch die ersten Präventivmaßnahmen einleiten und die Russenmafia mit der Lösung der Probleme beauftragen?"

"Du nehmen Sache nicht Ernst, denn da liegt nicht nur gute Sache auf Deinem Tisch, sondern auch böse Sache ... auf Deinem schwarzen Hochglanzschreibtisch aus der Bauhausära."

"Woher kennen Sie denn meinen Schreibtisch bitte schön?"

"Du nicht verstanden Salemaleikum ... ich Mann mit Kugel unter Turban und kann sehen alles was da will kommen zu Dich."

"Was habe ich denn am heutigen Tag zum Frühstück gehabt?"

"Nonono, so nicht, ich kann sagen was Dich passiert aber nicht was ist vergangen ... oder haben Du nur schlechte Laune weil die Nutella leer war und die Zigaretten alle?"

Meine Kinnlade fiel zu Boden ... "woher weiss der grosse Freund der Jeany aus der Öllampe denn, dass ich noch Nutella kaufen muss?"

"Sage ich doch, Du haben schlechte Laune deswegen und damit die Laune die Schlechte nicht kommt zurück, muss Du diese Knolle tragen in Deine Knippe als Talismann."

Er gab mir eine getrocknete Lidschifrucht in die Hand und pustete dreimalg darauf.

"Ja wie, die kriege ich doch gar nicht in das Münzfach von der Knippe ... hat der indische Kugelleser kein kleineres Männlein aus dem Land der Talis?"

"Tue Du rein in Knippe und wirst sehen, dass geht zu."

Gesagt, getan, Knolle rein, Fach zu ... Fach zu ... Fach zu ...
"Sage mal, ist die Knolle aus Schaumstoff und hast Du die Dinger aus replantierten Silikonbrüsten gemacht? Das würde auch die rote Farbe erklären?"

"Du bist Teufel, nimmst nicht Ernst Sache mit Kugel und dem grossen Zampano. Wird sehr böse enden ..."

"Jetzt machen wir aber mal halblang. Nur weil ich den Quatsch hier nicht glaube, muss der Sarotti mich jetzt nicht verfluchen. Du lebst in Deiner Welt der abzockenden Angst und ich in der der nackten Realität."

"Du will Beweis ... gebe Hand und ich lese die Vergangenheit. Sehe grosse Schmerzen in rechte Knie und viele Schmerzen in die Röhre neben der Luftleitung. Du waren nicht immer lieb in Deine Leben aber haben auch immer einen auf die Mütze bekommen, wenn Du nicht Schuld warst. Haben einige Männer verschlissen und haste Probleme mit Bauch."

"Moment, jetzt aber mal schön der Reihe nach ... grosse Schmerzen in Knie ... Du hast mich gerade vorher hier reinhumpeln sehen, Schmerzen in Leitung neben Luftleitung. Ach sieh mal da, da liegen ja die Magensäurehämmer zufällig direkt hier auf dem Tresen. So Du Darsteller der Laienspielschar aus der Wüste, ich habe also jede Menge Männer verschlissen? Das habe ich doch richtig verstanden Osama, oder?"

"Ja, Du haben verstanden richtig ... viele, viele, viele ..."

"Wie hiessen die denn, denn meine Männer hiessen Sabine, Katherine, Vitrine, Jaqueline etc. ..."

"Nein, nicht so Nicole, nein. Gleich wird Mann mit Kugel sehr sehr böse. In  Land wo ich komme her ist Liebe zwischen Frau und Frau Sünde von Tod."

"Na und, will der Sarottiturban mich jetzt auf dem Marktplatz steinigen oder gar mit Säure übergießen?"

"Dich wird holen die Teufel."

"Ja, ich bitte darum und wie Du schon sagst: Hoffentlich DIE Teufel und nicht der Teufel."

"Mann will gehen, Du gibst mir Spende in Höhe von Du willst selber enstcheiden."

So griff ich in die Tasche und holte einen Cent hervor ... haben Sie eine ungefähre Vorstellung von dem Abstand des Sarottikopfes zu seinem Turban?

"Hör mal Du Scharlatan, ich habe soeben gesehen in dem Spiegel hinter Dir, dass ich noch Nutella am Mundwinkel habe und jetzt reicht es mir mit der Kugelnummer. Fahr mal nach Berlin, denn da sitzen ein paar Mannen auf ihren Münchhausenkugeln, denen Sie bestimmt einmal die eine oder andere Weissagung in die Hände drücken können. Für diesen Quatsch bezahle ich noch nicht einmal diesen Cent."

"Du wirst sehen die Pech, denn Mann mit Turban hat dich verflucht jetzt."

Der Turban verließ das Ladenlokal und ich ging zurück an mein Tagewerk, als ich plötzlich auf der zweiten Stufe in das Straucheln kam und die Dekopuppe mitsamt zwei Bildern und drei Körben von der Wand und der Treppe bei meinem katapultierenden Sprung herunterriss. Glauben Sie mir, gegen mich war Spedy Gonalez die langsamste Maus von Mexiko ... aber ich habe diesen Muslemann nicht mehr auf der Strasse gefunden. Aber wehe dem der kommt nochmalig in den Laden und will mir für 100 EUR aus der Hand lesen ... da bleibt dann der Schweinslederhandschuh aber an ...