SEITENAUFRUFE

Eine Unverschämtheit ist das ...

23.05.2012

Na so hin und wieder durchstöbere ich ja schon die Googlemaschine nach dem, was da so alles über uns oder meine Person verzapft wird.

Von wegen das liegt an der überproportionalen Portion des Narszismus ... man muss doch sehen, was da die Leute denken oder im Netz von sich geben. Und immer wieder stolpere ich dabei über Pseudoautoren mit einem Pseudonym, die sich da im Netz austoben oder mit Halbwahrheiten auf sich aufmerksam machen. Jetzt ist es doch erst einmal mehr als nachvollziehbar, dass ein Unternhemen die Verträge mit seinen Partnern nicht öffentlich zur Schau stellt. Das macht ja auch bis auf einen Verkaufsshop kein Unternehmen auf seiner Homepage. Exakt diese Tatsache ist wohl der stete Stein des Anstoßes in den diversern Autorenverbänden, wo es sich nicht selten bei den Machern bzw. Organisatoren dieser Verbände, um gestrandete Autoren handelt, deren Manuskripte einfach kein Verlag haben will.

Ja, in der ersten Zeit nach der Entdeckung solcher Portale habe ich mich noch zu jedem Beitrag geäußert, weil man uns dort auf eine Liste gesetzt hat, die da besagt das ein Verlag ein unseriöser wäre. Das muss man sich einmal vorstellen, da gibt es im Netz ganz öffentlich und für jeden Pseudoautoren lesbar die klugen Tipps gegen die Bezahlung der Mitgliedsbeiträge in die Verbände und fairen Organsiation und so ganz nebenbei bieten diese auch diversere Seminare und subjektives Halbwissen den unwissenden Autoren gegen Bares an. Wenn man sich dann die Mühe macht und hinter die Fassade dieser virtuellen Cafes blickt, dann schlackern einem nicht nur als Verleger, sondern hoffentlich auch als Autor die Ohren, denn was dort in den Portalen geschrieben steht, schreit förmlich nach dem Europäischen Gerichtshof und einem abschliessenden Urteil in Sachen Rufschädigung.

Und eben weil diese selbst ernannten Fairlage und Literaturcafes immer wieder ohne eine Konsequenz dort die Arbeit der Verlage und die Publikationen der Autoren in den literarischen Dreck ziehen, habe ich dort am gestrigen Tag einmal meine verlegerische Duftmarke hinterlassen, denn was da die Damen und Herren unter falschen Namen zum Besten geben, schreit nun wirklich nicht nur zum Himmel ... Also, hier mein Statement des gestrigen Tages zu einigen kommentaren von scheinbar namenlosen Schreiberlingen aus dem Portal im Portal unseres Kooperationspartners BookRix ...

Sehr geehrte Autoren,

es mutet schon mehr als unseriös an, dass ausschliesslich Autoren und Verbände immer etwas Anrüchiges daran finden, dass ein Verlag für seine Arbeit Geld verlangt. In keinem anderen Gewerbezweig finden sich die immer gleichen Lobbyisten ein, die da einem Unternehmen einen Stempel aufsetzen, weil dieser einen Teil seiner Aufwendungen in Rechnung stellt.

Was mich nur immer wieder erstaunt ist die Tatsache, dass die Autoren aller Genres scheinbar nur sehr unzureichend mit dem Verlagswesen vertraut sind, denn sonst würden Sie doch wohl eher die Machenschaften innnerhalb des Buchhandelswesens anprangern. Ganz zu schweigen von den Autorenverbänden, die da munter die Mitgliedsbeiträge kassieren. Warum beteiligt denn wohl der grosse Teil der Verlage seine Autoren an dem Risiko einer Publikation?

Weil kein Verlag einen Besteseller garantieren kann und wenn da einer der Kommentatoren glaubt, dass mit 3200 EUR die gesamte Publikation abgegolten ist, dann sollten Sie sich doch bitte erst einmal mit dem Verlagswesen und dem Handelsgebaren in diesem Land vertraut machen.

50% des Verkaufspreises verlangt alleine der Grosshandel, ganz zu Schweigen von dem Remmissionsrecht, dass dieser für sich in Anspruch nimmt (soll heissen, dass dieser noch nach über einem Jahr die zuvor vom Verlag gekaufte Bücher an diesen bei voller Rückerstattung des Kaufpreises zurück schicken darf).

Desweiteren ist es ja nicht nur mit dem Druck eines Buches getan, sondern es Bedarf einer langfristigen Vorarbeit und daher empfinde weder ich noch viele meiner Kollegen nichts unseriöses oder gar verbrecherisches daran, wenn man den Autor an den Kosten beteiligt (einen Kommentar zu der Dame in den oberen Rängen erspare ich mir, denn es ist schon mehr als verwunderlich, da ich mit dieser niemals ein Telefonat geführt habe, geschweige denn mich über einen Grafiker, Lektor, Druckerei etc. mit ihr unterhalten habe).

Selbstverständlich gestehen wir einem jeden Besucher unserer Homepages seine subjektive Meinung zu und wem es nicht gefällt, der muss diese weder lesen, geschweige denn mit uns zusammen arbeiten. Und ganz nebenbei, haben wir bis vor gut zwei Jahren alle Publikationen aus der eigenen Tasche finanziert ... 200.000 EUR und zwar ohne Subventionen vom Staat ala Bertelsmann & Co oder irgend welche Kredite und denoch bekamen wir den Stempel des DKZ-Verlages. Und da finde ich es mehr als nur eine Beleidigung unserer Arbeit, wenn wir da in die kriminelle Ecke gerückt werden.

Egal was immer sich jetzt auch hier wieder in diesem Portal an üblichen Ausfällen abspielt aber ich stehe zu meiner 60-70 Stunden in der Woche für unsere Autoren und bitte, wenn schon hier mit dem Halbwissen gegen Unternehmungen aggiert wird, dann doch bitte auch mit der Option des Revidierens.

Nein, wir sind kein unseriöser Verlag und wir leisten im Vergelcih zu den "Grossen" eine ausgesprochen gute Verlagsarbeit und zwar ohne das Kleingedruckte in unseren Verträgen. Wissen Sie denn eigentlich auch was eine Präsentation auf dem hauseigenen Messestand in Frankfurt auf der Buchmesse kostet und was ein Exemplar im Buchdruck kostet? Haben Sie sich einmal Gedanken dazu gemacht, dass auch die Títelmeldung und der Eintrag in das VLB Geld kostet? Ganz zu Schweigen von den Kosten für ein Lektorat und den Vertrieb? Wissen Sie denn auch das wir an den Autorengagen nicht beteiligt sind und das obwohl wir diese für unsere Autoren organisieren und die Aquise für deren Lesungen machen? Was denken Sie denn wie unser Team den Tag verbringt? Das wir hier an den sprichwörtlichen Füssen spielen und uns Bspw. unsere LiteraturKlassik im Städt. Bühnenhaus im letzten Jahr in den Schoß gefallen ist oder wir gar Sponsoren hatten? Und was denken Sie denn wie wir an derart viele Leser von unserem "Der pinke Stuhl" kommen, wo ich an 365 Tagen jeden frühen Morgen zwischen 5 und 6 Uhr schreibe, damit unser Verlag einen grösseren Bekanntheitsgrad erlangt? Woher kommen denn wohl die 180 Videos auf Youtube zu unseren Autoren und dem Verlag?

Ja, wir wehren uns dagegen als Unternehmen der Abzocke tituliert zu werden oder unsere Arbeit in den literarischen Dreck ziehen zu lassen, denn wir leisten viel und wahrlich über das normale Maß in der Verlagswelt hinaus. Kritik ja aber nicht nur immer aus der Sicht der Autorenschuhe.

Im Übrigen zahlen auch durch die Hintertür alle Bestsellerautoren einen Teil, denn es finden sich dort in den Verträgen nicht selten Klauseln, wie z. Bsp. diese, dass erst ab dem 10.000 verkauften Buch das Autorenhonrar gezahlt wird und glauben Sie mir, die Sache mit dem Bestseller im Spiegel ist der grösste Fake der Literatur, denn in dieser Liste wird nicht die Remmission erfasst oder glauben Sie tatsächlich an die 1.000.000 verkauften Bücher diverser Bestsellerautoren... wo doch die Hauptabnehmer die Grosshändler sind und diese wie schon erwähnt zwar die grossen Bestellungen ordern aber auch gerne über die Hälfte der bestellten Ware nach einem bestimmten Zeitraum wieder an die Verlage zurücksenden.

Ach übrigens zur Info für Autoren: Wissen Sie denn warum auf den Präsentationstischen der Buchhandelsketten die immer gleichen grossen Verlagshäuser ihre "Meisterwerke" präsentieren dürfen?

Im letzten Jahr haben wir dieses bei einer grossen Kette angeprangert und denen erklärt, dass auch kleine Verlage sehr gerne einmal ihre Publikationen auf den repräsentativen Tischen und Regalen präsentieren würden und was denken Sie was wir da als Antwort bekommen haben?

Das wäre kein Problem, wenn wir uns an den Werbekosten des Unternehmens beteiligen oder wir hätten auch die Möglichkeit für 100.000 EUR ein paar Tische in diversen Filialen zu mieten. Und darüber liest man natürlich nichts in den Portalen, sondern klagt ständig jene an, die sich einen Teil der Arbeit mitfinanzieren lassen. Nein, dass ich kein gerechtes Vorgehen gegen die Verlage, die ihren Job ehrlich machen.

Ja, ich weiss es gibt auch Verlage die fünfstellige Summen verlangen und denen der Autor nach der Zahlung der Summe total egal ist aber bitte schön, dass ist bei uns nachweislich nicht der Fall!

Nicole J. Küppers
Design Pavoni Verlag

Erstellt: am 22.05.2012 um 07:28:00, veröffentlicht auf BookRix