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#REES AM RHEIN

08.05.2016

Es ist nachweislich der Hauch des Sommer eingekehrt und dieses erkennt man nicht nur an der Muskel-Shirt-Fraktion des der Bildung eher fernen Anteil in der Bevölkerung, sondern auch an diesem Wunderwerk des Herrn Celsius ... sei es drum und wieder herum aber der Fakt ist der das es den normalen Menschen an diesen Tagen in die Natur zieht. Nein, ich gehöre weder den joggenden Kadetten an, geschweige denn das mich auch nur ein böser Geist auf das Fahrrad bewegt ... das Essen gehen auf einer Terrasse am Ufer des Rhein versteht sich selbstredend auch als Aktivität an der frischen Luft und dieses gedachten wir vor nicht weniger als 20 Stunden zu tun ...

Sollte man tatsächlich meinen ... ja, auch wir hatten unsere Zweifel, ob wir überhaupt spontan einen Tisch bekommen würden ... der Eintritt in die erste Lokalität wurde jäh durch das verschlossene Eisentor ausgebremst ... man hatte tatsächlich um 19.45 Uhr innerhalb der mitteleuropäischen Zeitzone geschlossen, da man schon seit 11.00 Uhr des Morgens geöffnet hatte ... ja, noch immer befinden wir uns an der repräsentativen Promenade vom Gevater RHEIN ... genau genommen in REES AM RHEIN ... 3 Gasthäuser befinden sich dort am Ufer und was soll ich sagen ... Deutschland und vor allem VERDI, da habt ihr jetzt den Bohnensalat, denn diese Nation verlernt langsam aber immer mehr gesichert die milde Gabe der Dienstleistung ... wir rekapitulieren ... die ersten hatten schon 9 Stunden gearbeitet, die zweiten Knilche ... bei denen es sich um ein nicht kleines Hotel gehandelt hat, waren mit der satten Anzahl von 20 Gästen überfordert und verwiesen uns der Aussicht-Plattform, weil die Küche damit ausgelastet sei ... Sie folgen mir doch noch in die gastronomische Wunderwelt der verhinderten Zungenwunder ... also, man verließ auch dieses Etablissement, um dann in die letzte Küche am Ufer einzukehren ... 

Wir erinnern uns, inzwischen war es tatsächlich schon 21.00 Uhr ... an einem Freitag mit satten ersten 25 Grad auf der Quecksilber-Säule ...  also dem Geld-verdienen-können-Wetter im Jahr 2016 nach der Geburt des Erlösers ... Erlöser ... die Erlösung des knurrenden Magen erfolgte so dann Final tatsächlich um 22.00 Uhr ... 



#RHEIN-PROMENADE-POETRY

DIE SCHÜRZE IN DER HAND; DEN TELLER IN DER ECKE LIEGEN GANZ GALANT;

SO GESTALTEN SICH DIE EHEMALIGEN FLEISSIGEN BIENEN DES BEWIRTENDEN GENOSSEN; NICHT SELTEN DIESE SCHON AM FRÜHEN ABEND HALTEN DIE PFORTEN GESCHLOSSEN;

GELD VERDIENEN ODER GAR DIENEN DEM VOLK IN DER SONNE; WAS WAREN DAS FRÜHER FÜR ZEITEN ALS MAN BEKAM SEINE BESTELLUNG NOCH MIT WONNE;

SCHON DIE FRAGE NACH DEM MENU ODER DER KLEINEN KARTE SCHEINT WAHRLICH ZU VIEL; DABEI SPÜLT DAS GESCHIRR DOCH INZWISCHEN DIE MASCHINE UND NICHT MEHR DIE MADGA VON DER HAND MIT DEM PRIL;

AUCH VERLANGEN DIE GÄSTE NUR SELTENN DIE BLUTENDE MARY ODER GAR EINEN WUNSCH AUSSERHALB DER STRUKTURIERTEN REIHE; WARTEN AUF DEN GASTRONOM NUR NOCH DIE ZUKÜNFTIGEN GELDGEBER DER DROHENDEN INSOLVENZ ODER KREDIT HAIE;

ALLES UND JEDES IST DEN GASTGEBERN GERNE ZUWIDER; BEMÜHEN DIESE FAKTISCH SCHON IM SITZEN IHRE VERDI GLIEDER;

ARMES DEUTSCHLAND UND ARME WIRTE; WAREN DIE KUNDEN NICHT EINST MAL DER ABGESANDTE GLÜCKS HIRTE;

KONNTE MAN IN FRÜHEN TAGEN NICHT ALLES UND JEDES EXTRA ERFRAGEN; NIE WAR ETWAS ZUVIEL UND GERNE WURDEN ZEHN TELLER AUF EINMAL GETRAGEN;

AUCH DIE ZEITEN DER ÖFFNUNG WAREN NUR VAGE; HEUTE TRAUT MAN SICH NICHT ZU BESTELLEN ODER GAR VERLANGEN DAS BLEIBEN FÜR DIE MINUTE LÄNGER VAGE;

WO KANN MAN DENN NOCH LASSEN FALLEN DES ALLTAG STRESS UND VERLIEREN DIE SCHLECHTE LAUNE; WO ERWARTET EINEN NICHT DER ÜBEL LAUNIGE KELLNER ODER DIE UNGEPFLEGTE BAR PFLAUME;

WOLLEN WIEDER FEIERN UND UNS LABEN AUF DEN TERRASSEN UND AN DEN THEKEN MIT DEM HOCKER; MENSCH WANN WERDEN DIE WIRTE ENDLICH MAL WIEDER ENTSPANNT UND LOCKER