SEITENAUFRUFE

Dank an die nette Kölnerin ...

31.05.2013
 
Liebe Bloggerin ... sehr sehr lieb ist das, was da jetzt in der Folge in diese Tasten gehauen wird, denn ich war in Kölle und zwar nicht nur zum Spass, sondern bei der Parkplatzsituation vor Ort mehr zum Ernst und dummen August ...
 
 
 
Ja, es gibt sie noch, diese rettenden Engel auf den zwei Beinen und in der Hoffnung darauf, dass dieser dann auch liest, was ich als riesengrosses Dankeschön zu sagen habe ...
 
Es war so: Parkplatz am Bahnhof nach 3 Ehrenrunden ergattert ... voller Freude aus dem PKW leicht wie eine Sprungfeder der legendären Diesellock gehüpft und flotten Schrittes auf den Parkscheinautomaten zu.
 
OK, also die Geschichte mit dem Kleingeld kennt man ja auch inzwischen über die Stadtgrenze der Domstadt hinaus und eigentlich könnte man doch in dieser "fast-Weltstadt in Nordrhein-Westfalen" davon ausgehen, dass man da auch durchaus mindestens einen 5 Euro-Schein unterbringen könnte, wenn man einmal von dem 10 Cent-Sekundentakt absieht ... Denkste, weder die 20 Cent-Stücke, geschweige denn auch nur einen Schein wollte diese neuartige Marode-Trend-Kiste. Dann sah ich diesen kleinen Hinweis, dass man auch mit der American Express der Dibadibadu oder gar der Postbank zahlen könnte ... doch diese Funktion wollte einfach nicht mit seiner Arbeit beginnen und trotz der kleinen Auswahl an Kartenmaterial ... nichts aber auch gar nichts rührte sich und so fing ich an wie die Bewohner der Kölner Domplatte etliche Passanten um das Wechseln eines 50 Euro-Scheines anzubetteln. Jajaja, von 1 Euro auf 50 ist schon eine Aufgabe und vor allem scheinen in Köln nur Menschen zu leben, die da nicht über die 40 Euro-Grenze so kurze Zeit vor dem 1. des Monats hinweg kommen und so geschah es das endlich nach 10 Minuten der Bettelarie eine Dame den Weg kreuzte, die immerhin über 5 x 10 Euro verfügte und was dann in der Folge geschah, ist der erste Akt der wahren Nächstenliebe seit ungefähr 47 Jahren auf meinem Planeten.
 
 
 
Erst dackelte sie erneut zu dem Automaten und testete ihre Karte ... natürlich tat auch diese nicht, dann schnappte Sie sich einen 10er aus ihrer Knippe und fragte einen jeden der des Weges kam nach dem Wechseln von 10 Euro. Und als ich schon die Idee von dem dezentralen Parkplatz schwinden sah, stand diese auf einmal wieder vor mir und übergab mir die 50 gewechselten Euros ... Holymoly, wenn das keinen kleinen Artikel oder eine Erwähnung verdient ... DANKE allerliebste unbekannte Dame und die Tatsache das ich mich hätte überhaupt nicht so überschlagen müssen, denn mein Termin war wohl dann doch erst eine Stunde später geplant, als meine Demenz-Rübe diesen verbucht hatte ...
 
Ja, es gibt sie dann doch noch, diese selbstlosen und hilfsbereiten Mannen auf dem globus und da kann man doch getrost in das zu erwartende Wochenende starten und den lieben Gott einen sonnigen Strummann sein lassen. Übrigens ist das auch der Grund, warum ich da immer lieber in Richtung Süden fahre, als in die Heimatrichtung, denn die sind hier alle deratig sturre Köpfe, dass man hier vor Ort wahrscheinlich als Parkplatz-Asylant seinen Tag gefristet hätte ...
 
 
 
Aber es ist doch immer wieder auch eine Freude zu sehen, was sich da überhaupt an einem Freitagnachmittag auf die Autobahn begibt, um da die Grossmutter oder den Opapa zu besuchen oder geht der Trend immer mehr zu dem, dass die Alten die Jungen aufsuchen ... bei der Fahrweise und auch Sie werden mir doch beipflichten, dass der Hut auf der Ablage und tunlichst noch der kaputte rechte Rückscheinwerfer nicht selten der Indikator für die grauen Panther auf der Bahn sind ...?
 
Ja, ich bin dafür das ab 70 Jahren und aufwärts ... oder soll man ab dem Alter da besser Abwärts sagen ... so mit dem Blick auf die noch bevorstehende Anzahl der Geburtstage ... egal, auf jeden Fall scheint es doch eine pathologische Sache zu sein, dass dieses Klientel der Strassen da grundsätzlich den heran fahrenden grossen Flitzer in seinem toten Winkel beheimatet ... oder zumindest versucht, das unerheblich jüngere Gemüse in diesen zu befördern?
 
Quatsch, dass ist kein Vorurteil, denn es ist doch so, dass die Reaktionsfähigkeit im Zusammenspiel mit der Sehstärke drastisch schwindet, wenn der Sensemann näher ist, als die pränatale Kindheit und verdammt noch einmal ... erlaubt denn Kadetten mit den 10 Dioptrin doch bitte nur noch das Fahren eines Autoscooter. Mein lieber Scholli, wenn ich da nicht diese starken Bermsen und den noch wacheren Verstand an diesem Tag gehabt hätte, dann würde ich da jetzt mit der Harfe und nicht mit der Tastatur unter den Fingern den restlichen Tag verbringen.
 
Und ich gebe Ihnen einen guten Tipp, falls Sie da einmal einen Hut auf der Ablage erblicken, während Sie soeben beabsichtigen die Spur zu wechseln, um die Pfegeheim-Karawane überholen zu wollen ... lassen Sie es, wenn Sie nicht das James Bond - Auto mit dem Airbag auf der Motorhaube besitzen und vor allem, wenn Sie da dann doch nicht ganz so schnell reagieren sollten, weil Sie in der linken Hand die Flasche Bier und in der rechten den Flachmann in der Hand haben sollten, dann rufen Sie bei einer Karambolage auf jeden Fall nach den grünen Männlein mit dem blauen Lämpchen auf dem Dach ... und verlangen Sie einen Sehtest von den grauen Panthern als Unfallgegner ... denn der geht garantiert in Sachen Gehwägelchen in die Pampers und zwar auch dann, wenn Sie über einen Hut auf der Ablage verfügen ...